Veranstaltungsberichte

Religiöse Toleranz und Säkularismus

Workshop für Kommunalbeamte

Erstmalig wurde in Georgien auf Initiative der ''Staatlichen Agentur für Religiöse Angelegenheiten'' und in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung ein Workshop für Kommunalbeamte zum Themenkomplex "Religiöse Toleranz und Säkularismus" veranstaltet.

In Georgien besteht weiterhin eine reale Gefahr für innergesellschaftliche, interreligiöse und interethnische Konfliktpotentiale. Das Land ist multiethnisch und multireligiös bevölkert, allerdings dominiert im Staatsverständnis die georgische Ethnie und die Orthodoxie. Ein friedliches Zusammenleben in multiethnischen und multikonfessionellen Umfeld ist von großer Bedeutung. Die Förderung des Verständnisses für Vielfalt und Toleranz ist vor diesem Hintergrund eine wesentliche Voraussetzung für den gesellschaftlichen Frieden.

Erstmalig wurde in Georgien auf Initiative der Staatlichen Agentur für Religiöse Angelegenheiten ein Workshop für Kommunalbeamte zum Themenkomplex "Religiöse Toleranz und Säkularismus" veranstaltet. Das Zusammentreffen von Kommunalbeamten und Experten, das am 21. und 22. Juni in Kachreti (Ostgeorgien) stattfand, wurde gemeinschaftlich von Konrad-Adenauer-Stiftung und der Staatlichen Agentur für Religiöse Angelegenheiten organisiert. Der Workshop ermöglichte den Teilnehmern Herausforderungen multireligiösen Zusammenlebens in den Regionen zu identifizieren und Lösungsansätze zu erarbeiten.

In vier verschiedenen thematischen Panels brachten die Experten Levan Abashidze und Zaza Piralishvili den Teilnehmern die Konzepte Säkularismus und religiöse Toleranz näher und analysierten die historischen, theologischen und praktische Dimensionen der Thematik. Zur Diskussion stand unter anderem auch der Entwicklungsprozess der rechtlichen Rahmenbedingungen "Staat-Religion" in Georgien.

Der Workshop endete mit einem Rundtisch, der es den eingeladenen Kommunalbeamten ermöglichte offen und ehrlich über die Herausforderungen multireligiösen Zusammenlebens in ihren jeweiligen Munizipalität zu berichten.