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Veranstaltungsberichte

Die politische Entwicklung in Israel

von Lea Remmert
Am 14. Februar 2018 lud die Andrássy Universiät Budapest gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung zu einen Symposium zur politischen Entwicklung in Israel in den Spiegelsaal der Universität ein. Es referierten und diskutierten Dr. Michael Borchard, Stellv. Hauptabteilungsleiter Wissenschaftliche Dienste, Archiv für christlich-demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung und ehemaliger Leiter des Auslandsbüros Israel der Konrad-Adenauer-Stiftung (2014-2017) sowie Eldad Beck, Deutschlandkorrespondent der israelischen Tageszeitung Israel Hayom.

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Der israelische Botschafter in Ungarn, Yossi Amrani, hielt ein Grußwort. Prof. Dr. Ulrich Schlie, Inhaber des Lehrstuhls für Diplomatie Andrássy Universität Budapest, moderierte.

Frank Spengler, Leiter des Auslandsbüros Ungarn der Konrad-Adenauer-Stiftung, wies in seinem Eröffnungsbeitrag auf die historische Verantwortung Deutschlands gegenüber Israel hin und betonte, dass die Zukunft der beiden Länder eng verknüpft sei.

Der israelische Botschafter ging insbesondere auf die strategische Lage Israels ein. Dabei betonte er vor dem Hintergrund globaler geopolitischer Veränderungen die zunehmend wichtigere politische Rolle des Staates Israels, insbesondere in den arabischen Ländern. „Israel ist der Schlüssel der Stabilität im Nahen Osten“, so Amrani. Darüber hinaus hob der Botschafter die herausragende sicherheitspolitische Bedeutung Israels in Bezug zur Europäischen Union hervor. Israel habe in den letzten Jahren einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit in der EU geleistet. „Israel ist der Anker für Stabilität in Europa“ – insbesondere im Hinblick auf Einwanderung, so der israelische Botschafter.

In der Paneldiskussion betonte Dr. Michael Borchard die Wichtigkeit von persönlichen Begegnungen, um Israel und seine Entwicklungen verstehen zu können. Er forderte, die israelisch-europäischen Beziehungen zu verstärken, da „wir einander brauchen“ und kritisierte die Oberflächlichkeit der deutschen Medienberichterstattung über Israel. Beck griff diesen Gedanken auf: „Ich glaube, dass bei zu vielen Europäern das Bild über Israel mit der jetzigen Realität nichts mehr zu tun hat. (…) Israel hat sich – genauso wie die Welt – unglaublich entwickelt“. Darüber hinaus hoffe er, dass andere europäische Länder Israel endlich als jüdischen Staat anerkennen würden. In Bezug zum Thema Antisemitismus hob Eldad Beck hervor, dass Ungarn zwar kein antisemitisches Land sei, jedoch habe das Land „ein antisemitisches Problem hat und zwar ein großes“ vor allem wegen der ungarischen Oppositionspartei Jobbik. Seine Schlussfolgerung lautete: „Wenn wir Probleme haben, sollten wir diese Probleme benennen und sie nicht ignorieren“.

Prof. Dr. Ulrich Schlie betonte in seinem Schlusswort, dass die politische Entwicklung in Israel ein so umfangreiches Thema sei, dass ein Abschließen der Diskussion unmöglich sei. Für alle Teilnehmer bestand nach der Veranstaltung die Möglichkeit mit den Experten bei einem informellen Empfang ins Gespräch zu kommen. Über die politische Entwicklung in Israel wurde sehr kontrovers aber auch sehr offen diskutiert. Die Situation des Landes und vor allem in der Region des Nahen Osten wird sicherlich weiterhin auf der internationalen politischen Tagesordnung oben angesiedelt bleiben.

In Budapest traf Dr. Michael Borchard noch mit Áron Máthé, Stellv. Vorsitzender des Nationalen Gedenkkomitees sowie mit Gábor Tallai, Programmdirektor des Museums Haus des Terrors, zu Fachgesprächen zusammen.

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