Veranstaltungsberichte

Innovation für integrierte Sicherheitspolitik und Existenzsicherung vor und nach COVID-19 (IFNSP)

Ein Wettbewerb für Bachelorstudierende

Seit 2020 führt die Konrad-Adenauer-Stiftung Vietnam in Zusammenarbeit mit der Universität für Sozial- und Geisteswissenschaften in Hanoi ein langfristiges jugendorientiertes Projekt in Form eines Wettbewerbs mit dem Thema "Innovation für integrierte Sicherheitspolitik" durch, mit dem Ziel, "integrierte/vernetzte Sicherheitspolitik" der Öffentlichkeit vertrauter zu machen. Nach dem Erfolg des ersten Wettbewerbs zum Thema "Umgang mit Ernährungsunsicherheit und Klimawandel", konzentrierte sich der zweite Wettbewerb in diesem Jahr 2022 auf das Thema "Sicherung der Existenzgrundlage/des Lebensunterhalts während und nach COVID-19".

Vor dem Hintergrund der COVID-19 Pandemie in Vietnam, wurden viele Menschen, insbesondere schutzbedürftige und marginalisierte Personengruppen wie Beschäftigte im informellen Sektor, junge Menschen und Migranteninnen und Migranten mit dem Verlust oder einem verringerten Einkommen zum Erhalt ihres Lebens konfrontiert. Deswegen, brauchte es einen Impuls, um auf die Bedeutung der Existenzsicherung aufmerksam zu machen, nicht nur durch überzeugende Kommunikation, sondern auch durch innovative Pilotprojekte. Als zukünftig wichtige Akteurinnen und Akteure, sollten in erster Linie Studierende Projekte zu dem Thema konzipieren und umsetzen.

Die COVID-19 Pandemie hat Vietnam in den vergangenen zwei Jahren schwer getroffen. Vor allem die Tourismusbranche hat gelitten, dies gilt insbesondere für touristische Aktivitäten in Da Nang und Hoi An – den beiden attraktivsten Reisezielen Zentralvietnams. Daher entschieden sich die Organisatoren des IFNSP Wettbewerbes 2022, Da Nang und Hoi An als Austragungsorte für die viertägige Endrunde des Wettbewerbes zu wählen. Der Ablauf der Endrunde war wie folgt: Vorstellung der Poster – Workshop – Beratungsgespräch - Exkursion - mündliche Verteidigung des Projektes.

Die Vorstellung der Poster erfolgte am ersten Tag und bot den acht Teams die Möglichkeit, vor den Jurys ihre Konzepte, Ideen und Umsetzungspläne zu präsentieren. Jedes Team führte innovative Lösungen vor, um die Folgen der Corona-Krise in Vietnam proaktiv zu bekämpfen.

Am folgenden Tag, vermittelten Prof. Dr. Nguyen Tuan Anh - leitender Redakteur des VNU-Journals für Sozial- und Geisteswissenschaften und Dozent der Fakultät für Soziologie der USSH und Frau Ha Thu Hang - Leiterin der Abteilung Soziales der VTV-Nachrichtenabteilung - Hintergrundwissen über die Existenzsicherung/Lebenserhaltung in fragilen Kontexten und dementsprechende Strategien. Weiterhin gaben sie einen Überblick über die Sicherung der Existenzgrundlage in Vietnam und die Reaktionen der verschiedenen Interessengruppen während und nach der COVID-19 Pandemie. Um ihre Projekte zu verbessern hatten alle Teams die Möglichkeit am Nachmittag, sich mit den Jurys zu beraten. Den dritten Tag des Wettbewerbes verbrachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Teilnehmende) in Hoi An, wo sie die Gelegenheit hatten, die antike Stadt und das Töpferhaus Thanh Ha zu besuchen, um mehr über die Auswirkungen von COVID-19 auf den Lebensunterhalt der örtlichen Bevölkerung zu erfahren. Bei einem Treffen mit dem Leiter der Abteilung für Kultur und Information von Hoi An erhielten die Studierende zahlreiche Informationen über den Plan zur Wiederbelebung des Tourismus in Hoi An und über Strategien zur Sicherung des Lebensunterhalts für eine nachhaltigere Entwicklung.

Nach drei harten Arbeitstagen hatten sich alle Teams mit Hintergrundwissen und Praxiserfahrung ausgestattet, um an der abschließenden Runde teilzunehmen. Und, es wurde ein wirklich großer Erfolg, als alle acht Teams ihre verbesserten Projekte offiziell vorstellten. Alle Präsentationen der Teams waren sehr gut vorbereitet und wurden von den Jurys mit Rat und Tat unterstützt. Der Hauptpreis ging an das Team der Wirtschaftsuniversität Ho-Chi-Minh-Stadt mit dem Projekt “Se Sẻ - Health and Livelihood of Young Vulnerable Female Migrants” (Gesundheit und Lebensunterhalt junger gefährdeter Migrantinnen). Die junge Generation wurde am Ende des Wettbewerbes ermutigt, ihre Kreativität weiter zu fördern, um effektive Lösungen für aktuelle Sicherheitsprobleme zu finden – Sicherung der Existenzgrundlage/des Lebensunterhaltes während und nach COVID-19.