Die Parlamentswahl in Côte d‘Ivoire fand am 27. Dezember 2025 kurz nach der Präsidentschaftswahl statt und war stark von dieser Dynamik geprägt. Sie folgte nur wenige Wochen nach der Wiederwahl von Präsident Alassane Ouattara (RHDP), der die Wahl am 25. Oktober 2025 unter Ausschluss der aussichtsreichsten Oppositionskandidaten mit 89,77% der Stimmen im ersten Wahlgang gewonnen hatte und nun für eine vierte Amtszeit in Folge das Land regiert. Knapp 8,7 Millionen Wähler waren aufgerufen, die 255 Abgeordneten der Nationalversammlung zu wählen. Die Wahlen fanden zudem in einer Situation statt, in der zentrale Oppositionskräfte fragmentiert sind. Kurz nach der Präsidentschaftswahl hatte die Oppositionspartei PPA-CI unter Laurent Gbagbo zum Boykott der Parlamentswahl aufgerufen.
Dr. Stefanie Brinkel
9. Januar 2026
Länderberichte
IMAGO / Xinhua
Zurück zur verfassungsmäßigen Ordnung? Präsidentschaftswahl in Guinea
General Mamady Doumbouya bleibt an der Macht
Die Präsidentschaftswahl am 28. Dezember 2025 markiert institutionell einen entscheidenden Wendepunkt in der jüngeren politischen Geschichte Guineas. Vier Jahre nach dem Militärputsch im September 2021, mit dem General Mamady Doumbouya den gewählten Präsidenten Alpha Condé stürzte, sollte der Urnengang offiziell den Übergang zurück zur verfassungsmäßigen Ordnung vollenden. In der Praxis werfen Ablauf, Kandidatenfeld und institutioneller Rahmen der Wahl jedoch Zweifel an ihrem demokratischen Charakter auf. Die Wahl erscheint weniger als Wettbewerb politischer Alternativen, sondern vielmehr als Instrument zur Legitimation einer bereits etablierten militärischen Machtstruktur.
Dr. Stefanie Brinkel
9. Januar 2026
Länderberichte
Sammelband der Strategiepapiere 2024 des Netzwerks Solution Think Tank
Veröffentlichung des Sammelbands 2024 unter dem Oberthema: Regionale Stimmen, gemeinsame Realitäten: die sozio-politischen Herausforderungen Westafrikas
Westafrika befindet sich in einem kontinuierlichen Wandel, in dem politische, wirtschaftliche und soziale Herausforderungen zunehmend miteinander verflochten sind. Diese Publikation bietet fundierte sozio-politische Analysen und konkrete Lösungsvorschläge für die gemeinsamen Herausforderungen der Region.
Anastasia Rentzing
23. Januar 2025
Einzeltitel
APPEL A CANDIDATURES : "UNIVERSITE DE VACANCES KAS PDWA, EDITION 2024"
Programme de bourses d'étude pour des candidats du Bénin, de la Côte d'Ivoire, de la Guinée, du Togo, du Liberia et de la Sierra Leone
Cet appel à candidatures a pour but de sélectionner les participants à l'Université de Vacances de la Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), édition 2024, en vue de retenir, à l'issue de l'atelier, les lauréats 2024 de la Bourse de Master du Programme régional pour le Dialogue Politique en Afrique de l'Ouest (PDWA) de la KAS. Le séminaire de formation pour l'Université de Vacances KAS se tiendra en ligne dans le courant du mois de juillet 2024. Les candidats présélectionnés (sur la base de leur dossier de candidature) seront informés, par voie de mail, des dates précises et des détails du processus, dès le mois de mai à la mi-juin 2024. La KAS marque un point d'honneur à la protection des données personnelles et vous garantit que les informations partagées dans votre dossier de candidature ne seront utilisées que pour l'objet de la présente. En soumettant votre dossier de candidature par ce formulaire dûment rempli, vous nous autorisez par ricochet à exploiter ces informations, comme sus-indiqué, et à contacter vos référents pour toute contre-vérification au besoin. Bonne chance !
Victor Emmanuel Ekwa Bebe III
12. März 2024
Einzeltitel
IMAGO / Pond5 Images
Präsidentschaftswahl 2023 in Liberia
Friedlicher Machtwechsel und Hoffnung auf Fortschritt.
Oppositionskandidat Joseph Boakai löst den amtierenden Präsidenten George Weah im Amt ab und wird neues Staatsoberhaupt der Republik Liberia. Die Hoffnungen in die neue Regierung sind dabei groß.
Dr. Stefanie Brinkel, Anastasia Rentzing
20. Dezember 2023
Länderberichte
Flickr / Commonwealth Secretariat / CC BY-NC 2.0
Die Wahlen in Sierra Leone vor dem Hintergrund geopolitischer Instabilität
Julius Maada Bio wurde am 24. Juni 2023 als Staatsoberhaupt von Sierra Leone wiedergewählt, um das Land mit knapp 9 Millionen Einwohnern durch stürmische Zeiten zu führen
Zum Hintergrund: Das ressourcenreiche, englischsprachige Land am Golf von Guinea wird in den kommenden zwei Jahren eines von zehn nichtständigen Mitgliedern im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sein. Sierra Leone hat gemeinsame Grenzen mit Guinea und Liberia und entspricht der Fläche nach in etwa Bayern. Die Republik verfügt über bedeutende Bauxit-, Diamanten-, Eisenerz-, Titan- und Rutilvorkommen. Letztere machen einen Großteil der deutschen Importe aus Sierra Leone aus. Nach seiner Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1961 nahmen bald autoritäre Tendenzen zu, die in eine Einparteienherrschaft führte. Korruption, schlechte Regierungsführung, immer brutalere Repressionen und Vetternwirtschaft mündeten im Jahr 1991 in einen langjährigen Bürgerkrieg. Dieser Krieg hatte fast zwei Millionen Vertriebene zur Folge und forderte zwischen 100.000 und 200.000 Tote. Seit 2002, nachdem der Krieg offiziell für beendet erklärt wurde, ist das Land um einen Wiederaufbau bemüht. Es gehört jedoch bis heute zu den ärmsten Ländern der Welt.
Damit ist nicht verwunderlich, dass Sierra Leone von den Schocks der Covid-19-Pandemie und des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine besonders schwer getroffen wurde. Die Folgen des Bürgerkrieges klingen weiter nach und auch der Ausbruch von Ebola 2014-2016 behinderte die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig. Die Bevölkerung leidet unter hoher Inflation (derzeit 43%) und wachsender Armut. Vor einem Jahr kam es als Folge zu gewaltsamen Unruhen, die Dutzende Menschen das Leben kosteten. Entsprechend gespannt war die Lage vor den Wahlen im Juni 2023.
Dr. Stefanie Brinkel, Dr. Théodore Golli
10. Juli 2023
Länderberichte
Dr. Stefanie Brinkel s'exprime au sujet de l'ancienne chancelière allemande Dr. Angela Merkel
Dr. Angela Merkel reçoit ce 8 février son Prix FHB pour la recherche de la Paix à Yamoussoukro
L'ancienne chancelière et désormais membre du Conseil d'administration de la Konrad-Adenauer-Stiftung, recevra ce mercredi 8 février 2023 le Prix Félix Houphouët-Boigny pour la recherche de la Paix à Yamoussoukro en Côte d'Ivoire.
Victor Emmanuel Ekwa Bebe III
6. Februar 2023
Einzeltitel
Novembre 2020 - Octobre 2022: Retour en chiffres sur 2 ans du projet FiPNAT
Bilan du projet « Finances Publiques, Notre Affaire à Tous » (FiPNAT)
Le projet FiPNAT, porté par la Konrad-Adenauer-Stiftung, l'Union Européenne et l'ONG Action pour la Promotion des Droits de l'Homme (APDH), a pris fin le 31 Octobre 2022, après deux ans de vulgarisatino des concepts et pratiques liés aux finances publiques en Côte d'Ivoire. Retour sur les activités du projet.
Victor Emmanuel Ekwa Bebe III, Fatima Touré
13. Januar 2023
Einzeltitel
Ordre juridique en Afrique : la KAS et son partenaire CREDFiP ouvrent le débat
Discussions autour du thème « L’ordre Juridique : entre stabilité et instabilité »
« L’ordre juridique : entre stabilité et instabilité », tel fut le thème du colloque international organisé par le CREDFiP avec le soutien financier de la Konrad-Adenauer-Stiftung à travers son Programme Régional pour le Dialogue Politique en Afrique de l’Ouest (PDWA), les 08, 09 et 10 Décembre 2022 à l’UFR des Sciences Juridiques et de Gestion de l’Université Alassane Ouattara de Bouaké au centre de la Côte d’Ivoire.
Victor Emmanuel Ekwa Bebe III
20. Dezember 2022
Einzeltitel
Die dschihadistische Bedrohung im Norden von Ghana und Togo
Bestandsaufnahme und Perspektiven
Die Studie „La menace Djihadiste au Nord du Ghana et du Togo : Etat des lieux et perspectives pour contenir l'expansion“ wurde vom Mehrländerprogramm Politischer Dialog Westafrika (PDWA) der Konrad-Adenauer-Stiftung in Zusammenarbeit mit PROMEDIATION erstellt. Sie konzentriert sich auf die jüngsten Entwicklungen der dschihadistischen Terrorgefahr im Norden von Ghana und Togo und ist eine Fortführung der im Jahr 2021 erschienen Studie „Nord des pays du Golfe du Guinée, la nouvelle frontière des groupes djihadistes?“.