Am 8. und 9. Juli 2026 fand im Kongresspalast von Kara die 4. Ausgabe des Nationalen Forums des interreligiösen Dialogs statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Ministerium für Territorialverwaltung, Kommunalverwaltung und traditionelle Angelegenheiten sowie der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) organisiert. Unter dem Thema „Beitrag der Religionen zur aktiven Bürgerschaft junger Menschen in Togo“ bot das Forum eine Plattform für den Austausch zwischen Religionsvertretern, Wissenschaftlern, staatlichen Vertretern und Akteuren der Zivilgesellschaft zu Fragen des sozialen Friedens und des Engagements junger Menschen im öffentlichen Leben.
In einem Kontext, der von Herausforderungen für den sozialen Zusammenhalt, das friedliche Zusammenleben und die Bürgerbeteiligung geprägt ist, verdeutlichten die Diskussionen die zentrale Rolle religiöser Gemeinschaften bei der Vermittlung von Werten wie Verantwortung, Solidarität, Toleranz und Respekt gegenüber staatlichen Institutionen. Zudem wurde die Bedeutung des Engagements junger Menschen für den Aufbau einer inklusiveren, friedlicheren und entwicklungsorientierten Gesellschaft hervorgehoben.
Der erste Veranstaltungstag war mehreren einführenden Fachbeiträgen gewidmet, die von Prof. Padabo Kélem Tata, Dozent und Forscher an der Universität Kara, Monsignore Danka Jacques Longa, Bischof der Diözese Kara, Imam Mohamed Awali Hiddo, Vertreter der Muslimischen Union Togos, sowie Herrn Kossi Rémi Apelete, Vertreter der traditionellen Religionen, vorgestellt wurden. Aus der Perspektive ihrer jeweiligen religiösen Tradition oder akademischen Expertise analysierten die Referenten die Mechanismen, durch die Religionen zur staatsbürgerlichen Bildung, zur Förderung des Friedens und zum gemeinschaftlichen Engagement junger Menschen beitragen.
Die Diskussionen wurden anschließend in thematischen Arbeitsgruppen zu drei zentralen Fragen fortgesetzt: Religion und bürgerschaftliches Engagement, Religion und Klimawandel sowie Religion und sozialer Zusammenhalt. Die Workshops ermöglichten es den Teilnehmern, Erfahrungen auszutauschen, gemeinsame Herausforderungen der Religionsgemeinschaften zu identifizieren und Empfehlungen für eine bessere Zusammenarbeit zwischen religiösen Führungspersönlichkeiten, staatlichen Stellen und der Zivilgesellschaft zu formulieren.
Der zweite Veranstaltungstag stand im Zeichen der Vertiefung der Arbeitsgruppenergebnisse, der Präsentation der Schlussfolgerungen im Plenum sowie der Verabschiedung des Abschlussberichts und der Empfehlungen des Forums. Die Teilnehmer betonten insbesondere die Notwendigkeit, bürgerschaftliche Werte bei jungen Menschen zu fördern, interreligiöse Initiativen für ein friedliches Zusammenleben zu stärken und konkrete Partnerschaften zwischen religiösen Organisationen und öffentlichen Institutionen zur Unterstützung der lokalen Entwicklung und des sozialen Friedens auszubauen.
Durch die Unterstützung dieser Initiative trägt die KAS zur Stärkung der Dialogräume zwischen religiösen Akteuren, öffentlichen Institutionen und der Zivilgesellschaft bei. Indem der Austausch über die Werte von Bürgerschaft, Toleranz und Verantwortung gefördert wird, leistet das Forum einen Beitrag zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts und einer nachhaltigen Friedenskultur in Togo.