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Veranstaltungsberichte

Politische Akademie für junge Politiker: Politische Teilhabe junger Menschen in Westafrika stärken

von Louisa Mendoza, Dr. Théodore Golli

In Grand-Bassam tauschten sich junge politische Akteure aus mehreren westafrikanischen Ländern über Herausforderungen und Perspektiven der politischen Teilhabe junger Menschen aus

Vom 14. bis 16. Oktober 2026 kamen junge politische Akteure aus Ghana, Liberia, Togo und Côte d’Ivoire in Grand-Bassam zur Politischen Akademie für junge Führungskräfte zusammen, die im Rahmen der WYDE-Initiative (Women and Youth in Democracy) der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Partnerschaft mit der Europäischen Union organisiert wurde. Drei Tage lang beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Hindernissen für die politische Beteiligung junger Menschen, der Entwicklung von Führungskompetenzen sowie Strategien zur Stärkung ihres Einflusses auf politische und demokratische Prozesse.

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Vom 14. bis 16. Oktober 2026 organisierte die KAS im Rahmen ihres Regionalprogramms „Politischer Dialog in Westafrika“ (PDWA) und der WYDE-Initiative in Grand-Bassam, Côte d’Ivoire, eine Politische Akademie für junge Führungskräfte zum Thema „Politische Teilhabe junger Menschen in Westafrika stärken“. Die Veranstaltung brachte junge politische Akteure aus Ghana, Liberia, Togo und Côte d’Ivoire zusammen, um über die Herausforderungen des politischen Engagements junger Menschen und Möglichkeiten zu deren stärkerer Einbindung in politische Entscheidungsprozesse zu diskutieren.

Ziel der Akademie war es, einen Raum für Austausch, Reflexion und Lernen zu schaffen, in dem die Teilnehmenden ihre nationalen Erfahrungen vergleichen, unterschiedliche Perspektiven austauschen und ihre politischen Kompetenzen weiterentwickeln konnten. Die Vielfalt der vertretenen Kontexte förderte einen bereichernden Dialog über die Realität der politischen Beteiligung junger Menschen in verschiedenen Ländern Westafrikas.

Der erste Tag war der Analyse von Hindernissen gewidmet, die die politische Beteiligung junger Menschen einschränken. In Vorträgen, Diskussionen und Gruppenarbeiten setzten sich die Teilnehmenden mit institutionellen, sozialen und wirtschaftlichen Faktoren auseinander, die das politische Engagement junger Menschen beeinflussen. Die Reflexion wurde insbesondere durch zwei Fachvorträge eingeleitet: „Demokratie, Regierungsführung und politische Beteiligung junger Menschen in Westafrika“, präsentiert von Hon. Dr. Kouadio Marc Langui, Abgeordneter, sowie „Zugang junger Menschen zu politischen Parteien und Institutionen: Herausforderungen und Perspektiven“, vorgestellt von Me Christ Jourdain Aba, Menschenrechtsbeauftragter der Nationalen Menschenrechtskommission (CNDH) in der Côte d‘Ivoire. Die Diskussionen ermöglichten zudem die Identifizierung verschiedener Ansätze zur Förderung einer inklusiveren und repräsentativeren Beteiligung junger Menschen an demokratischen Prozessen.

Der zweite Tag konzentrierte sich auf politische Führungskompetenzen und die Fähigkeiten, die für die Wahrnehmung öffentlicher Verantwortung erforderlich sind. Die von Gérard Guedegbe, Experte für politische Kommunikation, geleiteten Sitzungen behandelten Themen wie öffentliches Auftreten, politische Kommunikation, Entscheidungsfindung sowie das Verständnis politischer Dynamiken. Darüber hinaus wurden die Teilnehmenden eingeladen, über ihre politische Vision, ihre Werte und deren Einfluss auf ihre politische Identität und ihr Engagement im öffentlichen Raum nachzudenken.

Die Arbeiten unterstrichen außerdem die Bedeutung einer klaren und kohärenten politischen Identität, um eigene Positionen wirksam vertreten und konstruktiv zum öffentlichen Diskurs beitragen zu können. Durch praktische Übungen und Simulationen stärkten die Teilnehmenden ihre Argumentationsfähigkeit und arbeiteten gleichzeitig an wichtigen Aspekten der Kommunikation wie Körpersprache, aktivem Zuhören und dem Umgang mit Diskussionen und Debatten.

Der dritte Tag war dem politischen Advocacy-Ansatz und der Umsetzung von Ideen in konkrete Maßnahmen gewidmet. Er begann mit einem Vortrag von Dr. Sylvain N’Guessan, Politikanalyst, zum Thema „Advocacy, Einflussnahme und öffentliche Politik“, gefolgt von einer Präsentation von Israël Guebo, Journalist, zu „Jugend, Digitalisierung und neue Formen politischer Beteiligung“. Die Teilnehmenden befassten sich mit verschiedenen Ansätzen zur Konzeption von Advocacy-Kampagnen, zur Mobilisierung von Unterstützern sowie zur Nutzung digitaler Instrumente für politische Kommunikation und Bürgerinformation. Darüber hinaus diskutierten sie Strategien zur stärkeren Einbindung junger Menschen in Entscheidungsprozesse auf lokaler, nationaler und regionaler Ebene.

Ein weiterer Programmpunkt war ein Reflexionsworkshop unter der Leitung von Gnamien Attoungbré, ehemaliger KAS-Stipendiat. Im Mittelpunkt stand die Frage: „Wie kann die politische Beteiligung junger Menschen in Westafrika konkret gestärkt werden?“ Im Rahmen dieses partizipativen Formats formulierten die Teilnehmenden Empfehlungen und entwickelten Handlungsansätze, die den Realitäten ihrer jeweiligen nationalen Kontexte Rechnung tragen.

Zum Abschluss der Akademie kehrten die Teilnehmenden zur Leitfrage der Veranstaltung zurück: „Wie kann die politische Beteiligung junger Menschen in Westafrika gestärkt werden?“ Diese gemeinsame Reflexion ermöglichte es, die wichtigsten Erkenntnisse der drei Veranstaltungstage zusammenzuführen und konkrete Ansätze für ein stärkeres politisches Engagement junger Menschen in ihren jeweiligen Ländern zu identifizieren.

Über die Arbeitssitzungen hinaus bot die Akademie eine Plattform für die Vernetzung junger politischer Führungskräfte, die das gemeinsame Ziel verfolgen, Demokratie und Bürgerbeteiligung zu stärken. Informelle Gespräche und der Austausch von Erfahrungen vertieften die Kontakte zwischen den Teilnehmenden und förderten zugleich ein besseres Verständnis der politischen Realitäten in der Region.

Mit dieser Initiative möchte die KAS die Kompetenzen junger politischer Akteure stärken und ihre aktive Beteiligung an demokratischen Prozessen in Westafrika fördern. Durch die Vermittlung praktischer Fähigkeiten, den Austausch unter Gleichgesinnten und die Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Herausforderungen leistet die Akademie einen Beitrag zu einer inklusiveren und repräsentativeren politischen Teilhabe der westafrikanischen Jugend.

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