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Veranstaltungsberichte

Gewaltsames Verschwinden: Paneldiskussion und Workshop in Abidjan

Anlässlich der 139. Sitzung der UN Working Group on Enforced and Involuntary Disappearances organisierte die Konrad-Adenauer-Stiftung zwei Veranstaltungen in Abidjan.

Im Mittelpunkt der Diskussionen standen Hindernisse beim Zugang zur Justiz, die Rolle staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure sowie Mechanismen zur Prävention und Meldung von Fällen des gewaltsamen Verschwindens.

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Vom 4. bis 8. Mai 2026 war die Working Group on Enforced and Involuntary Disappearances der Vereinten Nationen (WGEID) im Rahmen ihrer 139. Sitzung zu Gast in Abidjan, Côte d’Ivoire. In Zuge dessen organisierte und begleitete die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) mehrere Austauschformate zu den Themen gewaltsames Verschwinden, Zugang zur Justiz und Stärkung von Mechanismen zum Schutz von Menschenrechten.

 

Am 6. Mai 2026 organisierte die KAS in Abidjan gemeinsam mit der WGEID ein hochrangiges Panel unter dem Titel „Enforced Disappearances and Access to Justice: Practical Obstacles and Local Solutions“. Die Veranstaltung brachte die Expertinnen der WGEID, Vertreter staatlicher Institutionen sowie Akteure der Zivilgesellschaft zusammen, um über anhaltende Herausforderungen im Zusammenhang mit gewaltsamem Verschwinden und mögliche Antworten auf lokaler und nationaler Ebene zu diskutieren.

 

Im Mittelpunkt der Gespräche standen rechtliche, institutionelle und praktische Hindernisse bei der Wahrheitsfindung sowie beim Zugang zu Justiz und Wiedergutmachung. Zudem wurden Initiativen ivorischer zivilgesellschaftlicher Akteure vorgestellt, insbesondere in den Bereichen Sensibilisierung, Advocacy und Begleitung von Angehörigen der Betroffenen. Das interaktive Format des Panels ermöglichte den Austausch unterschiedlicher Erfahrungen und institutioneller Perspektiven zu inklusiven Ansätzen im Umgang mit einer Problematik, die das gesellschaftliche Gefüge und das Vertrauen in staatliche Institutionen nachhaltig beeinträchtigt.

 

Am 8. Mai 2026 fand außerdem ein Capacity-Building-Workshop für zivilgesellschaftliche Organisationen und nationale Menschenrechtsinstitutionen statt, den die KAS begleitete. Ziel des Workshops war es insbesondere, das Verständnis für die Mechanismen der UN-Sonderverfahren, das Mandat der WGEID sowie die Instrumente und Verfahren der Afrikanischen Union im Bereich des gewaltsamen Verschwindens zu stärken.

 

Darüber hinaus befassten sich die Teilnehmenden mit aktuellen Entwicklungen im Bereich des gewaltsamen Verschwindens, mit Herausforderungen bei der Dokumentation und Meldung von Fällen sowie mit dem Austausch von Best Practices zwischen Menschenrechtsakteuren auf dem afrikanischen Kontinent.

 

Die verschiedenen Formate in Abidjan trugen dazu bei, den Dialog zwischen internationalen, regionalen und nationalen Akteuren zu stärken und gemeinsame Überlegungen zu konkreten Antworten auf die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Verschwinden zu fördern. Die Zusammenarbeit mit der WGEID unterstreicht den guten Ruf der KAS als regional stark vernetzter Partner mit langjähriger Erfahrung im Umgang mit sensiblen menschenrechtlichen und rechtsstaatlichen Fragestellungen.

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