Im Zentrum des diesjährigen Forums stand die Frage, wie Einzelpersonen, Institutionen und Gesellschaften tiefgreifende Veränderungen im internationalen Umfeld wahrnehmen und mit ihnen umgehen – und wie diese Wahrnehmungen ihre Fähigkeit beeinflussen, die Zukunft aktiv mitzugestalten. Entlang dreier thematischer Schwerpunkte – dem Verständnis von Umbrüchen und Verantwortung, der Frage, welche Werte es zu bewahren gilt, sowie den Möglichkeiten des Handelns in einer zunehmend fragmentierten Welt – setzten sich die Teilnehmenden mit der Rolle junger Führungspersönlichkeiten im Umgang mit Unsicherheit und bei der Gestaltung der Zukunft auseinander.
Ein wichtiger Programmpunkt war der interaktive Workshop „After the Rupture, What Comes Next? Shaping the Future of the Euro-Atlantic Order“. Der Workshop bot Raum für die Auseinandersetzung mit der Frage, was für die Zukunft der euro-atlantischen Gemeinschaft bewahrt, was verändert und was neu aufgebaut werden muss. Die Teilnehmenden wurden dazu angeregt, etablierte Annahmen zu hinterfragen und die euro-atlantische Ordnung aus einer breiteren und stärker vernetzten Perspektive zu betrachten.
Besonderes Augenmerk lag auf der Erkenntnis, dass die heutigen Herausforderungen nicht mehr isoliert voneinander betrachtet werden können. Sicherheit, Technologie, Demokratie, Wirtschaft, Klimawandel und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind eng miteinander verbunden und erfordern koordinierte sowie langfristig tragfähige Antworten.
Nach dem einleitenden Teil teilten sich die Teilnehmenden in thematische Arbeitsgruppen auf und gingen von der Analyse zur Entwicklung konkreter Vorschläge über. In gemeinsamer Arbeit erarbeiteten sie Prioritäten und Empfehlungen für eine resilientere, legitimere und zukunftsorientierte euro-atlantische Gemeinschaft.
Die Ergebnisse des Workshops werden in der „Young Euro-Atlantic Resilience Strategy 2035“ erfasst. Damit werden die Perspektiven und Ideen der jungen Teilnehmenden über die Veranstaltung hinaus in einen konkreten politischen und strategischen Beitrag zur Debatte über die Zukunft des euro-atlantischen Raums überführt.
Die Teilnehmenden des Young BSF nahmen zudem am Bled Strategic Forum teil, das am 31. August und 1. September 2026 stattfand. Der Young Bled Strategic Forum bietet als Plattform jungen Führungspersönlichkeiten Raum für einen offenen Austausch, die Diskussion von Ideen und die Entwicklung konkreter Lösungen für gesellschaftliche und internationale Herausforderungen.
Topics
The Foreign Policy Dimension of Germany’s New Approach to Migration
Editorial of the issue: “Global Partnerships”
Kenya’s Global Player Ambitions
The Pact for the Mediterranean as a Building Block for Diversifying European Partnerships
Why Australia’s New Foreign Policy Role Creates Opportunities for Germany