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Event reports

Post-War-Europe

How to Rebuild our Security Architecture?

Rund 120 Gäste diskutierten bei der Konferenz "Post-War Europe" über die Zukunft der europäischen Sicherheitsarchitektur, die transatlantische Partnerschaft und Europas sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit.

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Die Konferenz

Am 16. Juni 2026 veranstalteten die Konrad-Adenauer-Stiftung Wien gemeinsam mit dem Österreichischen Institut für Internationale Politik (oiip) im Hotel Regina die Konferenz "Post-War Europe: How to Rebuild our Security Architecture?".

Rund 120 Gäste aus Politik, Diplomatie, Wissenschaft sowie der interessierten Öffentlichkeit kamen zusammen, um über die Zukunft der europäischen Sicherheitsordnung vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und eines sich wandelnden transatlantischen Verhältnisses zu diskutieren. Neben den Paneldiskussionen boten die Kaffeepausen und das gemeinsame Mittagessen Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung der Teilnehmenden.

 

Eröffnung und Präsentation

Nach der Begrüßung durch Sebastian Enskat, Direktor des Multilateralen Dialogs Wien der Konrad-Adenauer-Stiftung, und Cengiz Günay, Direktor des oiip, wurde zunächst die Publikation „Post-War Europe" vorgestellt. Die Präsentation moderierte Emiliano Alessandri (Non-resident Senior Fellow, German Marshall Fund; Affiliated Researcher am oiip und bei Globsec). Die Publikation entstand im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojekts des Post-War Europe Consortium und bildete den Ausgangspunkt für die anschließenden Diskussionen über die langfristige Gestaltung der europäischen Sicherheitsarchitektur.

 

Die Panels

1. transatlantische Beziehungen

Das erste Panel widmete sich den transatlantischen Beziehungen. Unter der Moderation von Elke Schraik (Lektorin an der Universität Wien, der Diplomatischen Akademie Wien sowie an einer Fachhochschule) diskutierten Phillips O'Brien, Célia Belin, Paul Schmidt und Kristina Spohr die Auswirkungen einer zunehmend unvorhersehbaren US-Außenpolitik auf Europa und die Frage, wie die transatlantische Partnerschaft künftig zu gestaltet seinw wird. Wiederholt wurde betont, dass Europa größere Verantwortung für seine eigene Sicherheit übernehmen müsse. Gleichzeitig bestand Einigkeit darüber, dass die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten auch künftig ein zentraler Bestandteil der europäischen Sicherheitsarchitektur bleiben werde. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie Europa seine sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit stärken kann, ohne die transatlantische Partnerschaft aus dem Blick zu verlieren.

 

2. zukünftige europäische Sicherheitsordnung

Im zweiten Panel diskutierten Thomas Birringer, Marc Perrin de Brichambaut, Susan Stewart und Pertti Torstila unter der Moderation von Stephanie Fenkart (Direktorin des International Institute for Peace, IIP) über Russlands Rolle in einer zukünftigen europäischen Sicherheitsordnung. Die Diskussion machte deutlich, dass eine Rückkehr zur bisherigen Sicherheitsordnung auf absehbare Zeit als wenig realistisch eingeschätzt wird. Entsprechend müsse Europa seine Verteidigungs- und Abschreckungsfähigkeit weiter ausbauen und zugleich langfristig tragfähige Perspektiven für Stabilität entwickeln. Dabei wurde hervorgehoben, dass strategische Eigenständigkeit nicht mit Isolation gleichzusetzen sei.

 

3. Europas Handlungsfähigkeit

Im dritten Panel richteten Mats Braun, Elisabeth Johansson-Nogués, Jana Puglierin und Yurii Vitrenko, moderiert von Loïc Simonet (Research Fellow am oiip), den Blick auf die Voraussetzungen für ein handlungsfähiges Europa. Im Mittelpunkt standen die Stärkung der europäischen Resilienz, die Weiterentwicklung gemeinsamer sicherheits- und verteidigungspolitischer Strukturen sowie die Frage, welche politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen Europa benötigt, um seiner Verantwortung in einer veränderten internationalen Sicherheitsordnung gerecht zu werden.

 

4. Zukunft der Neutralität 

Den Abschluss der Konferenz bildete ein Roundtable zur Zukunft der Neutralität in Europa. Diskutiert wurde, welche Rolle traditionelle Neutralitätskonzepte angesichts der aktuellen geopolitischen Entwicklungen künftig spielen können und wie sich deren Bedeutung innerhalb der europäischen Sicherheitsarchitektur verändert.

 

 

Die Konferenz verdeutlichte, dass die Diskussion über Europas zukünftige Sicherheitsarchitektur bereits heute geführt werden muss.

Die Kaffeepausen und das gemeinsame Mittagessen boten dabei Gelegenheit, die Debatten in kleineren Gesprächsrunden fortzuführen und den Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Diplomatie und der interessierten Öffentlichkeit zu vertiefen.

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