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Seit dem 24. Februar 2022 wird intensiv über die deutsche Russlandpolitik diskutiert. Strategien, die lange als tragfähig galten, erwiesen sich als Illusion. Doch wie konnte es dazu kommen?
Der Historiker Bastian Matteo Scianna widmet sich diesen Fragen in seinem Buch Sonderzug nach Moskau. Scianna beschreibt darin die weit verbreitete „Utopie der Verflechtung“: die Hoffnung, dass enge wirtschaftliche Beziehungen automatisch Frieden sichern würden. Zugleich zeigt er, dass diese Vorstellung keineswegs eine deutsche Besonderheit war, sondern lange Zeit europäischer Konsens.
Im Zentrum seiner Argumentation steht jedoch nicht die wirtschaftliche Nähe zu Russland, sondern der fehlende sicherheitspolitische Unterbau: das Vertrauen auf Dialog und Einbindung ohne glaubwürdige Abschreckung.
Gemeinsam mit Ihnen möchten wir über diese Analyse ins Gespräch kommen: Welche historischen Linien prägten die deutsche Russlandpolitik? Und was lässt sich aus deren Scheitern für die Zukunft europäischer Sicherheit lernen?
Im Rahmen der Diskussion laden wir Sie zu einem Imbiss und Getränken ein.