Detalles
Die Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus im Januar 2025 markiert eine Phase tiefgreifender gesellschaftlicher und politischer Umbrüche in den USA. Die innenpolitische Polarisierung hat sich weiter verschärft, demokratische Institutionen stehen unter Druck, und die politische Kultur ist geprägt von Konflikten um Rechtsstaatlichkeit und Machtbalance. Viele Beobachter sprechen von einer Erosion demokratischer Normen, die sich in der Schwächung unabhängiger Institutionen und einer zunehmenden Konzentration von Macht auf den Präsidenten zeigt.
Auch außenpolitisch verfolgt die Regierung Trump einen Kurs, der die internationale Ordnung herausfordert. Die „America First“-Politik führt zu einer stärkeren Betonung nationaler Interessen, zu einer kritischen Haltung gegenüber multilateralen Organisationen und zu einer belasteten transatlantischen Partnerschaft. Für Deutschland und Europa bedeutet dies wachsende Unsicherheit: Fragen zur NATO, zu Handelsbeziehungen und zur gemeinsamen Wertebasis stehen im Raum. Zugleich wird in Europa diskutiert, wie viel strategische Eigenständigkeit notwendig ist, wenn die transatlantische Zusammenarbeit nicht mehr selbstverständlich ist.
Gerade für Thüringen und die Region Ilmenau ist die transatlantische Freundschaft von besonderer Bedeutung. Der Deutsch-Amerikanische Freundeskreis Ilmenau e. V. pflegt seit Jahren den Austausch mit amerikanischen Partnern und trägt dazu bei, die Beziehungen auf zivilgesellschaftlicher Ebene zu stärken. Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen stellt sich die Frage, wie solche Initiativen zur Stabilität und zum gegenseitigen Verständnis beitragen können – und welche Rolle regionale Akteure in einer Zeit globaler Unsicherheit spielen.
Vor diesem Hintergrund wollen wir gemeinsam mit unseren Gästen die zentralen Fragen beleuchten: Wie verändert sich die amerikanische Demokratie unter Trump? Welche Konsequenzen ergeben sich für die internationale Ordnung und die Partnerschaft zwischen den USA und Deutschland? Und wie können wir die Zukunft der transatlantischen Beziehungen gestalten – auch aus der Perspektive Thüringens? Zu diesen Fragen diskutieren wir mit Dr. Johannes Thimm, stellvertretender Leiter der Forschungsgruppe „Amerika“ an der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin, und Andreas Bühl MdL, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag.
Eine gemeinsame Veranstaltung des Deutsch-Amerikanischen Freundeskreises Ilmenau e. V. und der Konrad-Adenauer-Stiftung Thüringen.
Programa
18:30 Eröffnung und Begrüßung
Tillmann Bauer
Referent, Politisches Bildungsforum Thüringen der Konrad-AdenauerStiftung für Thüringen
Philipp Schüle
Vorsitzender des DeutschAmerikanischen Freundeskreises Ilmenau e. V.
18:40-18:50 Live-Schalte nach Blue Ash / USA
Jill Cole
Bürgermeisterin von Blue Ash, Ohio
18:50 - 20:00 Vortrag und Diskussion
Dr. Johannes Thimm
Stv. Leiter Forschungsgruppe „Amerika“, Stiftung Wissenschaft und Politik SWP
Andreas Bühl MdL
Vorsitzender der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag und stv. Vorsitzender des DeutschAmerikanischen Freundeskreises Ilmenau e. V. Programmänderungen vorbehalten