REUTERS / Fabrizio Bensch

Jüdisches Leben und Kampf gegen Antisemitismus

Jüdisches Leben und Kampf gegen Antisemitismus

Wir werden jeden Antisemitismus nicht nur bekämpfen, weil er uns innen- und außenpolitisch unerwünscht ist, sondern weil wir ihn aus Gründen der Menschlichkeit mit aller Entschiedenheit ablehnen.

Konrad Adenauer, 1949

Der Antisemitismus ist kein Gespenst von gestern. Seit einigen Jahren nehmen Übergriffe auf Jüdinnen und Juden, Angriffe auf Synagogen und jüdische Friedhöfe, das Verbrennen israelischer Fahnen aber auch antisemitische Schmähungen, Hetze und Bedrohungen in sozialen Netzwerken wieder spürbar zu. Aber nicht nur die Zahlen steigen. Der Anschlag von Halle im Jahr 2019 und die antisemitischen Vorfälle auf Demonstrationen gegen Israel im Frühjahr 2021 machen deutlich, dass auch die Hintergründe und Kontexte judenfeindlicher Einstellungen und antisemitischer Gewalt zunehmen und komplexer werden.

 

Neue Formen des Antisemitismus

Antisemitismus war nie nur ein Phänomen der radikalen Rechten. Die Ablehnung des Jüdischen findet auch bei Linksextremen, Verschwörungsdenkern, bei Islamisten, in Teilen migrantischer Milieus und nicht zuletzt in der Mitte der Gesellschaft immer öfter Zustimmung. Diese Ablehnung äußert sich in Hass, Hetze und Gewalt. Sie äußert sich aber auch in subtilen und indirekten Formen der Ablehnung und Anfeindung. Und sie äußert sich in dieser Krisenzeit der Pandemie, so wie auch in den Jahrhunderten zuvor, in der Suche nach dem „Sündenbock“.

 

Solidarität mit Jüdinnen und Juden

Es gibt Jüdisches Leben seit mehr als 1700 Jahren auf dem Boden des heutigen Deutschlands. Jüdisches Leben bereichert auch jenseits von Synagogen und jüdischen Institutionen die deutsche Gesellschaft. Dass Jüdinnen und Juden in Deutschland heute, fast achtzig Jahre nach dem Holocaust, nicht sicher und frei leben können, ist eine Schande. Der Kampf gegen den Antisemitismus und die deutliche Solidarität mit Jüdinnen und Juden stellt daher eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar und geht uns alle an. Antisemitismus ist keine Meinung, sondern – in Anlehnung an die Worte Konrad Adenauers – ein Angriff auf die Menschlichkeit.

 

Gegen Judenfeindschaft und für jüdisches Leben in Deutschland

Für Konrad Adenauer, der schon als Oberbürgermeister von Köln jüdisches Leben in seiner Stadt gefördert hat, war die Aussöhnung mit Israel und die Solidarität mit Jüdinnen und Juden ein Herzensanliegen. Die Konrad-Adenauer-Stiftung sieht dies als Mahnung, als Auftrag und als Ansporn, den Kampf gegen den Antisemitismus weiterzuführen und sich für jüdisches Leben in Deutschland stark zu machen. Durch Bildungsmaßnahmen, Hintergrundanalysen, Begegnungen und Debatten wollen wir informieren, sensibilisieren, aufklären, wachrütteln, Solidarität zeigen und zum Nachdenken anregen. Auf dieser Themenseite finden Sie eine Auswahl aktueller Texte, Berichte und weiterer Medienformate über unsere Arbeit zum Thema Antisemitismus und jüdisches Leben in Deutschland.


 

Videoreihe zum jüdischen Leben in Deutschland

Nachgeschmeckt – Jüdischer Alltag in Deutschland

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„Nachgeschmeckt – Jüdischer Alltag in Deutschland“, Trailer

Youtube

Wie sieht der Alltag von Jüdinnen und Juden heutzutage in Deutschland eigentlich aus? Anlässlich des Jubiläums „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ haben wir die Videoreihe „Nachgeschmeckt – Jüdischer Alltag in Deutschland“ aufgelegt. Unsere FSJlerin Britta Herres begibt sich dabei auf eine Reise quer durch die Republik, um mit unterschiedlichen Menschen jüdischer Herkunft ins Gespräch zu kommen.

 

Alle Folgen unserer Videoreihe ansehen

Publikationen zum Thema

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, sprach über den Jüdischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus und seine Bedeutung für uns heute. KAS/Christiane Stahr
„Denn wir haben immer eine Wahl“
Veranstaltungsbericht zum Livestream am 31. August 2021
Naftali Bennett und Jair Lapid Reuters / Ronen Zvulun
Israel: Zwei Monate zwischen Kompromiss und Krise
Die Regierung Bennett-Lapid: „Koalition des Wandels“ oder politisches Kurzzeitexperiment?
Ralf Altenhof und Gregori Pantijelew KAS Bremen
Gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben in Bremen
Besuch der jüdischen Gemeinde mit Israel Cammann und Dr. Grigori Pantijelew
Jüdisches Hamburg
Mittendrin – Jüdisches Leben in Hamburg
Interview mit Hamburgs erstem Antisemitismusbeauftragten Stefan Hensel
Anne Frank Teaser KAS-Website
Anne Frank Friedenstage 2021
Talk im Bahnhof 14.06.2021
„Ein persönlicher Kontakt mit mir ist ein bleibender Eindruck“
Talk im Bahnhof unter der Schirmherrschaft von Ansgar Heveling MdB
Antisemitismus Berliner Mauern | Flickr
Das Neue am Antisemitismus
1700 Jahre jüdisches Leben am 26.05.2021
„Jüdisches Leben ist in Neuss präsent“
Neusser Stadtgespräch "Jüdisches Leben in Deutschland"
Synagoge Schweich Schweich/Wikimedia Commons/CC BY-SA 3.0 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schweich-ehemalige- synagoge.jpg)
Jüdisches Leben in Deutschland
Veranstaltungsbericht
Davidstern
Jüdisches Leben in der Region Weser-Ems
Ein Gespräch mit Rabbiner Shimon Lang aus Osnabrück
Jüdisches Leben in Deutschland
Judentum verstehen - Die Feier des Schabbat und die schöpferische Ruhe
1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland
Antisemitismus pixabay.com
Antisemitismus, Verschwörungsmythen und die Rolle der Medien
Vortrag von Dr. Michael Blume
Prof. Dr. Stefan Goertz
Antisemitismus in Deutschland
Zweites Mittagsgespräch zum Thema Aktuelle Trends im politischen Extremismus
Antisemitismus betrifft uns alle
"Antisemitismus betrifft uns alle"
Online-Vortrag in Kooperation mit dem FC Schalke 04 e.V.
Schüler im Stuhlkreis Monkey Business/AdobeStock
Konfrontative Religionsausübungen von muslimischen Schülerinnen und Schülern
Problemlagen und Handlungsmöglichkeiten
Morlang Meyer kas.de
Jüdisches Leben in Deutschland - Zwischen Akzeptanz und Antisemitismus
Bilanz des 12. #HessenKAS Facebook Live-Gesprächs mit Alon Meyer, Präsident von Makkabi Deutschland, vom 27. Januar 2021
Touristen besuchen die Halle der Namen im Holocaust-Museum Yad Vashem am 1. Mai 2011 in Jerusalem,  am Vorabend des Holocaust-Gedenktages in Israel. picture alliance / Newscom | DEBBIE HILL
Der lange Weg zur Holocaust-Erinnerung
Ein Blick zurück
Prof. Dr. Michael Wolffsohn KAS/Stahlberg
„Mehr Realismus - weniger Naivität…“
Prof. Michael Wolffsohn über den aktuellen Antisemitismus in Deutschland
Mahnmal des amerikanischen Architekten Peter Eisenman zur Erinnerung an die ermordeten Juden Europas in der historischen Mitte Berlins; Header dritte Ausgabe Zeitgeschichte Aktuell Antisemitismus Ulrich Baumgarten/Süddeutsche Zeitung Photo
Antisemitismus
Zum historischen Hintergrund der aktuellen Debatte
1700 Jahre Jüdisches Leben. Jahresauftakt
1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland
Jahresauftakt zu Konrad Adenauers 145. Geburtstag

Veranstaltungen zum Thema

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Über uns nur die Sterne
Das Laubhüttenfest im Judentum
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Widerspruch im Namen der Demokratie

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Erinnern statt vergessen!
Exkursion zum ehemaligen Konzentrationslager Natzweiler-Struthof

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Das Judentum verstehen: Die Rolle der Frau in der Religion
Im Rahmen des Festjahres 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

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Mediathek

KAS
Jahrestag der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz
Antisemitismus in Deutschland - Entwicklungen und neue Gefahren
Wir sprechen aus Anlass des Jahrestages der Befreiung von Ausschwitz mit Prof. Dr. Michael Wolffsohn über den wachsenden Antisemitismus in Deutschland, den Extremisten verbreiten.
Jetzt lesen
Wiki MediaCommons
Jahrestag der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz
Die Sicht Israels auf den Umgang mit Antisemitismus in Deutschland
Aus Anlass des Jahrestages der Befreiung von Auschwitz sprachen wir mit Anita Haviv-Horiner über die Sicht Israels auf den Umgang mit wachsendem Antisemitismus in Deutschland.
Jetzt lesen
Interview mit Hamburgs erstem Antisemitismusbeauftragten Stefan Hensel
Hamburg hat mit Stefan Hensel seinen ersten Antisemitismusbeauftragten. Warum es dieses Amt gibt und welche Aufgaben er hat, erzählt er uns im Gespräch mit Eliana Korn, VJS Nord.
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Gastbeitrag von Norbert Lammert in der Jüdischen Allgemeinen
Jüdisches Leben in Deutschland – ein Teil von uns
Jüdisches Leben steht nicht nur im Geschichtsbuch, sondern findet tagtäglich statt. Das ist alles andere als eine Banalität, sondern eine Vertrauenserklärung für unsere Demokratie.
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Karlies Abmeier
1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland
Jüdisches Leben in Deutschland. Gemeinsam zu einem neuen Miteinander
Dr. Josef Schuster, Prof. Dr. Jürgen Rüttgers und Prof. Dr. Norbert Lammert sprechen über 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland, aktuelle Gefährdungen und neues Miteinander.
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Filmfestival Dresden
Kurzfilm MASEL TOV COCKTAIL mehrfach ausgezeichnet
Der Kurzfilm von ELES-Stipendiat Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch ist beim 32. Filmfest Dresden gleich zweimal ausgezeichnet worden.
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#KASkonkret
Zsolt Balla: Ein Militärrabbiner für die Bundeswehr
Im Gespräch mit Militärbundesrabbiner Zsolt Balla – dem ersten Vertreter einer jüdischen Militärseelsorge in den deutschen Streitkräften seit 100 Jahren.
„Brittas Chanukka-Woche“, Folge 4
„In der Synagoge“
Leni und Britta nehmen euch mit in die Berliner Synagoge in der Oranienburger Straße. Ihre goldene Kuppel ist ein Wahrzeichen des jüdischen Lebens in Berlin.
„Brittas Chanukka-Woche“, Folge 1
„Mit Leni durch Berlin“
Wir haben unsere FSJlerin Britta auf eine kleine Reise geschickt. Zusammen mit Leni, einer jungen Frau, die sich entschieden hat, Rabbinerin zu werden, erkundet sie Berlin.
n.n.
Jahrestag der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Ausschwitz
„UNAUSGESPROCHEN – Einladung zum Gedenken“: Konzert zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust
Wir haben mit respondinmusic ein besonderes Konzert aufgenommen: Annika Treutler & Sarah Aristidou spielen den Kaddisch von Maurice Ravel – ein Gebet zum Gedenken an die Toten.
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