Публикације

"Hilfe von allen Seiten"

Norbert Beckmann-Dierkes zur Lage der Flüchtlinge in Serbien

Serbien ist Haupt-Transitland für die Flüchtlinge, die nach Westeuropa kommen. Über die Situation der Flüchtlinge in Serbien sprach KAS.de mit Norbert Beckmann-Dierkes. Er ist der Leiter des KAS-Auslandsbüros in Belgrad.

"Kompendium der Soziallehre der Katholischen Kirche"

Am 4. April 2006 wurde in Belgrad mit der Unterstützung der Konrad Adenauer Stiftung die serbische Auflage des Buches „Kompendium – Soziallehre der Katholischen Kirche“ vorgestellt.Die Buchpräsentation wurde von vielen hochrangigen Gästen und Referenten besucht, wie von Kardinal Renato Martino, Vorsitzendem der päpstlichen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden, S.H. Erzbischof von Belgrad, Hočevar Stanislav, S.H. Bischof Irinej von Bačka, Herrn Anton Pfeifer, stellv. Vorsitzendem der KAS, Herrn Dr. Peter Fischer-Bollin, Herrn Dr. Bernhard Lamers und als Gastgeber – Frau Claudia Nolte, Bundesministerin a.D., Außenstellenleiterin der KAS Belgrad.Es wurden wichtige Themen der Soziallehre der beiden Kirchen im täglichen Leben vertieft. Das Buch, das sich „am Evangelium beseelt“ ,kann in vielen Fragen eine Antwort geben und ist nicht nur für religiöse Menschen gedacht. Das Buch sei ein Instrument zur Anregung des interreligiösen Dialogs, sagte Erzbischof Hočevar und Bischof Irinej ergänzte mit der Tatsache, dass sich die orthodoxe und katholische Soziallehre kaum unterscheiden.

"Serbien wieder auf dem Radar deutscher Außenpolitik"

Bundeskanzlerin Merkel zu Besuch in Belgrad

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zu politischen Gesprächen in Belgrad eingetroffen. Es ist der erste Besuch Merkels in der Hauptstadt Serbiens. Zunächst wird Merkel die Frau des ermordeten serbischen Politikers Zoran Djindjic sowie Stipendiaten der Djindjic-Stiftung treffen. Danach stehen Treffen mit dem serbischen Präsidenten Boris Tadic sowie dem serbischen Ministerpräsidenten Mirko Cvetkovic auf dem Programm.

3. Westbalkan-Konferenz in Paris

Reaktionen und Wahrnehmungen aus Deutschland und dem Westbalkan

Am 4. Juli 2016 fand in Paris die 3. Konferenz zum Westlichen Balkan im Rahmen des sogenannten Berlin-Prozesses statt. Teilnehmer waren neben dem Gastgeber Frankreich und den sechs Nicht-EU-Mitgliedern des Westbalkans (Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Serbien) auch die EU-Mitglieder Kroatien, Slowenien, Österreich, Italien und Deutschland sowie die Europäische Kommission. Die Konferenz fand unter dem Eindruck des Brexit-Referendums statt, das eine Grundsatzdiskussion über die Ausgestaltung der EU und die Zukunft des Erweiterungsprozesses ausgelöst hat.

ABC Abouth European Union

Aktuelle Herausforderungen für Montenegro

Im Verhältnis zu seinen Nachbarn zeichnet sich der kleine multiethnische Westbalkanstaat sowohl politisch als auch wirtschaftlich durch eine gewisse Stabilität aus. Doch trotz laufender EU-Beitrittsverhandlungen, dem Willen zur NATO-Integration und konstruktiver Außenpolitik in der volatilen Region bedarf es politischen Willens, endlich schwierige ausstehende Reformen anzugehen und Staat, Wirtschaft und Gesellschaft zu modernisieren.

Alter Kurs – Neue Gesichter

Regierungsbildung in Montenegro

Am 28. November 2016 bildete die Demokratische Partei der Sozialisten (DPS) mit der Bosniakischen Partei (BS), der Kroatischen Bürgerlichen Initiative (HGI), den Sozialdemokraten (SD), sowie dem Bündnis der Albanerparteien in Montenegro eine neue Regierung.

Aufbrechende Gewalt im Kosovo

Mit mehr als 30 Toten und mehreren hundert Verletzten sowie Brandanschlägen auf eine große Zahl von serbisch-orthodoxen Kirchen und Klöstern und Häusern der serbischen Minderheit sind im Kosovo unerwartet schwere Unruhen wider aufgebrochen. Als Gegenreaktion wurden in Serbien Moscheen in Brand gesetzt. Auch kam es zu Angriffen auf UNMIK und UN-Polizei sowie zu antiamerikanischen Demonstrationen. Ausgelöst wurden die Vorfälle, weil drei albanische Kinder angeblich von Serben in den Fluß Ibar getrieben wurden und dort ertranken. Der Fluß Ibar teilt die in einen serbischen und in einen albanischen Teil getrennte Stadt Mitrovica. Die Beteiligung von Serben an dem Unfall ist nicht bestätigt worden. Der gleichzeitige Übergriff auf viele Objekte im Kosovo läßt vermuten, daß es sich um einen willkommenen Anlaß für landesweit geplante Unruhen gehandelt hat.

Ausreichend Reserven – für den Anfang

Resonanz auf die aktuelle Finanzkrise – Serbien

Es scheint, die Finanzkrise, die in den letzten Wochen den Markt in der ganzen Welt getroffen hat, hat Serbien noch nicht erreicht. Aus den Medien lässt sich jedenfalls nichts entnehmen, was auf eine kritische Situation hinweisen würde.

REUTERS/Alkis Konstantinidis

Balkan: Geopolitik in Zeiten von Corona

Ausländische Hilfe und Öffentlichkeitsarbeit sowie deren Wahrnehmung in Südosteuropa

Die Corona-Pandemie ist ein Stresstest für globale Wertschöpfungsketten, nationale Gesundheitssysteme und die Resilienz von Gesellschaften – mit offenem Ausgang. Vor dem Hintergrund der Krise lässt sich auch ein geopolitischer, systemischer Wettbewerb beobachten, mit dem Ziel hearts and minds von Staaten und Gesellschaften zu gewinnen und globale Narrative zu dominieren. Getreu dem Motto, dass jeder Krise auch eine Chance innewohnt, bemühen sich insbesondere die Volksrepublik China und die Russische Föderation in ausgewählten Ländern durch schnelle Hilfsleistungen und deren propagandistische Inszenierung Sympathien zu gewinnen, die eigene Systemüberlegenheit hervorzuheben und somit ihre soft power auszubauen. Es wäre naiv, anzunehmen, dass lediglich humanitäre Aspekte und internationale Solidarität die Leitmotive sind. Darüber hinaus finden auch illegitime Methoden Anwendung, wie fake news und Desinformationskampagnen.