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IMAGO / Anadolu Agency

Bündnis von Ex-Präsident Radew gewinnt vorgezogene Parlamentswahlen überzeugend

„Progressives Bulgarien“ erreicht absolute Mehrheit der Sitze

Die politische Landschaft Bulgariens hat nach den Parlamentswahlen am 19. April 2026 einen Umbruch erfahren. Nach Jahren der Instabilität und insgesamt sieben vorgezogenen Neuwahlen seit 2021 hat dieser achte Urnengang die Karten neu gemischt. Es wird im kommenden Parlament eine dominierende Kraft geben: Die neue Allianz „Progressives Bulgarien“ (PB) des im Januar 2026 zurückgetretenen Ex-Staatspräsidenten Rumen Radew, die 44,6% der Stimmen und die absolute Mehrheit der Sitze im Parlament gewann. Das zentrale Thema der PB-Wahlkampagne war die Bekämpfung von Korruption und „Oligarchie“, alle anderen Themen waren nachrangig und stießen auf wenig Resonanz. Der Wahlkampf verlief weitgehend emotionslos, in der Öffentlichkeit kam keine Begeisterung auf. Die Wahlbeteiligung lag höher als in vergangenen Jahren, blieb aber mit 51,1% noch immer auf niedrigem Niveau. 

IMAGO / Zoonar

Bulgarien am Vorabend der Parlamentswahlen am 19. April

Die neue Allianz „Progressives Bulgarien“ des ehemaligen Staatspräsidenten Radew bringt das bisherige Parteiensystem in Wallung.

Mit den erneuten vorgezogenen Parlamentswahlen am 19. April 2026 steht Bulgarien vor den achten Parlamentswahlen seit 2021. Nach dem spektakulären Rücktritt von Staatspräsident Rumen Radew mischt dessen neue Allianz „Progressives Bulgarien“ die Parteienlandschaft auf. Das angebliche Ziel: die totale „Demontage“ der Oligarchie. Ob Radews Allianz die anhaltende politische Instabilität beenden kann oder diese sich weiter verschärft, bleibt abzuwarten.

Frauentag

Shaping the Future: Women at the Helm

Am 6. März organisierten die Konrad-Adenauer-Stiftung Bulgarien in Partnerschaft mit der Deutsch-Bulgarischen Industrie- und Handelskammer (DBIHK) im Theater „Otsam Kanala“ in Sofia eine Veranstaltung anlässlich des Internationalen Frauentags unter dem Titel „Shaping the Future: Women at the Helm / Die Zukunft gestalten: Frauen am Steuer“.

Gedenkfeier

Die katholische Kathedrale „Hl. Josef“ in Sofia versammelte am 1. Februar Vertreter verschiedener Glaubensrichtungen zu einer gemeinsamen Gedenkfeier für die Opfer der kommunistischen Repressionen. Die Veranstaltung war dem Gedenken an Geistliche und Gläubige aller Religionen gewidmet, die während des totalitären Regimes in Bulgarien verfolgt, gefoltert, getötet oder in Lager deportiert wurden. An dem Treffen nahmen Geistliche und Gläubige der Bulgarischen Orthodoxen Kirche, der Katholischen Kirche, darunter auch Vertreter der unierten Gemeinschaft, sowie Vertreter der muslimischen Gemeinschaft teil. Die Anwesenheit verschiedener Glaubensrichtungen unterstrich die gemeinsame Erinnerung an die Unterdrückung des Glaubens als solchen – unabhängig von der Religionszugehörigkeit. Eine Videoaufzeichnung der Veranstaltung kann unter dem angegebenen Link angesehen werden.

Duale Ausbildung

Die bulgarische Übersetzung eines Handbuchs zur dualen Berufsausbildung in Deutschland, herausgegeben von der Konrad-Adenauer-Stiftung, kann unter dem angegebenen Link gelesen werden.

Clauspeter Hill in der Stiftung

Im Rahmen eines dreitägigen Arbeitsbesuches in Sofia führte Clauspeter Hill u.a. ein Gespräch in der Deutsch-Bulgarischen Industrie- und Handelskammer (DBIHK) über die Einführung des Euros und die Situation der Wirtschaft in Bulgarien und Deutschland.

Partnerschaftsmemorandum

Am 20. November 2025 unterzeichneten der Leiter der KAS Bulgarien Norbert Beckmann-Dierkes und Flottenadmiral Prof. Kalin Kalinow, Rektor der Marineakademie Warna, ein Memorandum über Zusammenarbeit.

Dr. Ulrich Mählert in der KAS Sofia

Dr. UIrich Mählert von der Bundesstiftung Aufarbeitung besuchte am 12. November die KAS Sofia zu einem Meinungsaustausch. Er ist Autor einer Photoausstellung über das kommunistische Konzentrationslager „Belene“ in Bulgarien, die bereits bei vielen Veranstaltungen der Stiftung gezeigt wurde.

Studie über Wasserkonnektivität

Bulgaria`s Water Connectivity Challenges in the Light of Transport Routes and Water Scarcity

Die von der KAS in Auftrag gegebene Studie “Bulgaria`s Water Connectivity Challenges in the Light of Transport Routes and Water Scarcity” wurde am 20. Oktober 2025 bei großem Interesse seitens von Expertem Politikern und Diplomaten in Sofia im Beisein des Autors Yasen Georgiev vom Institut für Wirtschaftspolitik und des Leiters der KAS Albanien, Dr. Thomas Kunze, vorgestellt. Moderatorinnen der Veranstaltung waren Zlatozara Stoilova von der KAS und Alexandra Kirilova von RESECO.

Dr. Gerhard Wahlers im Büro der KAS

Herr Dr. Gerhard Wahlers, Stellv. Generalsekretär und Leiter der Hauptabteilung Europäische und Internationale Zusammenarbeit der KAS, traf sich am 7.10. im Rahmen eines Besuchsprogramms in Bulgarien mit den Mitarbeitern der KAS Bulgarien und des KAS Medienprogramms SOE.