Europa nach Lissabon

Ausgabe 483 | 8. Februar 2010

Die Februarausgabe der Politischen Meinung nimmt die Europäische Union nach der Ratifizierung der Verträge von Lissabon in den Blick. Dabei werden die christdemokratische Vision Europas, die Ausgestaltung des beschlossenen Auswärtigen Dienstes und die Handlungsoptionen der deutschen Bundesländer im nur vermeintlich „zentralistischen“ Europa thematisiert. Mit der Brisanz der anstehenden finanz- und wirtschaftspolitischen Entscheidungen auf europäischer Ebene sowie mit der Sicherheit europäischer Erdgasimporte setzten sich eigene Beiträge auseinander.Die weiteren Rubriken lauten im Februar „Regierung und Opposition“, „Im Grundsatz“, „Sprache und Kultur“, sowie „Gelesen“. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Analyse „Gefährlicher Kipppunkte“, auf welche die menschliche Zivilisation jene bislang sich selbst erhaltenden Regelkreise der Natur zutreibt, die so unwiederbringlich zerstört zu werden drohen (unter „Im Grundsatz“).Das Editorial reagiert auf die Erdbebenkatastrophe in Haiti und ihre innen- und weltpolitischen Konsequenzen.

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Inhalt

  • Aktuelles intern

  • Europa nach der Krise

    Die Krise an den Finanzmärkten hat einen hohen öffentlichen Schuldenstand hervorgerufen, der mittelfristig zum Wachstumshemmer werden kann. Konsequente Haushaltspolitik und wirtschaftspolitische Maßnahmen dürfen nicht hinausgezögert werden.

    von Nicolaus Heinen

  • Der Europäische Auswärtige Dienst

    Die im Lissabon-Vertrag vorgesehene Einsetzung eines eigenen Auswärtigen Dienstes derEuropäischen Union darf nicht zur Aufblähung eines weiteren Beamtenapparates führen.Eine genaue Abstimmung mit Rat und Parlament ist unbedingt erforderlich.

    von Elmar Brok

  • Freiheit und Religion

    Antje von Ungern-Sternberg: Religionsfreiheit in Europa / Michail Ryklin: Kommunismus als Religion / José Casanova: Europas Angst vor der Religion / Matthias Koenig / Jean-Paul Willaime (Hrsg.): Religionskontroversen in Frankreich und Deutschland / Ulrich Beck: Der eigene Gott. Friedensfähigkeit und Gewaltpotential der Religionen / Rolf Schieder: Sind Religionen gefährlich?

    von Andreas Meier

  • Wiederentdeckung der literarischen Provinz

    Norbert Scheuer: Flußabwärts / Norbert Scheuer: Kall, Eifel / Norbert Scheuer: Überm Rauschen

    von Michael Braun

  • Aus dem deutschen Widerstand

    Klaus Harpprecht: Die Gräfin. Marion Dönhoff. Eine Biographie / Helmuth James von Moltke: Im Land der Gottlosen. Tagebuch und Briefe aus der Haft

    von Giselher Schmidt

  • Endspurt auf dem Weg zur Bundesrepublik Europa?

    Die Europäische Union kann aufgrund ihrer fehlenden äußeren Unabhängigkeit keinen Bundesstaat darstellen, befindet sich jedoch auf dem Weg dorthin. Der Vertrag von Lissabon hat sie dabei einen entscheidenden Schritt vorangebracht.

    von Georg Kristian Kampfer

  • Europas Erdgasversorgung

    Die Sicherheit europäischer Erdgasimporte wird häufig geopolitisch diskutiert, energiewirtschaftlichen Realitäten hinreichend zur Kenntnis zu nehmen.

    von Wolfgang Saam

  • Editorial

    von Rita Anna Tüpper-Fotiadis

  • Riskante Interventionsbereitschaft

    Die Aussagen des Koalitionsvertrages drohen die Regierungskoalition insbesondere in Bezug aufAuslandseinsätze der Bundeswehr in eine unauflösbare Ambivalenz hineinzuführen.

    von Georg Paul Hefty

  • "Den Namen sag mir an!"

    Die Originalität der Namensgebung besteht nicht im Bruch mit der Tradition, sondern in einer dosierten Abweichung.

    von Helmut Berschin

  • Inhalt

    Konrad-Adenauer-Stiftung, Publikationen, Die Politische Meinung, Inhalt, Inhaltsverzeichnis, Europa, Lissabon

  • Moderne Kulturpolitik zwischen Idealen und Interessen

    Die gewachsene Bedeutung der Kultur konnte bislang das fortdauernde Spannungsverhältnis zwischen künstlerischer Autonomie und politischer Regulierung nicht auflösen.

    von Manfred Mai

  • Auch du, Claudia Pechstein?

    Sport ist eine der wichtigsten und prägendsten Kulturgüter der Menschheit. Doping unterläuft diese Errungenschaft und stellt die Vorbildfunktion der Sportler infrage. Seine bedrohlichen gesundheitlichen Konsequenzen sollten staatliche Maßnahmen auf den Plan rufen.

    von Marco Meng

  • Friedliche Revolution gegen "To-do"-Listen

    Trotz aller Kritik haben Anglizismen im Unternehmenslatein überhand genommen. So sindKunden wie Mitarbeiter aus dem Blick geraten, die eine verständliche Darstellung stets honorieren.

  • Die deutschen Länder und das vereinte Europa

    Die Länder der Bundesrepublik Deutschland sind nicht Zuschauer, sondern Mitgestalter des europäischen Einigungsprozesses. Sowohl ein mutmaßlicher europäischer Zentralismus als auch eine angebliche Dominanz gegenüber national motivierten Gesetzesvorhaben entsprechen nicht der Realität.

    von Michael Mertes

  • Gefährliche Kipppunkte

    Die sich selbst erhaltenden Regelkreise der Natur sind durch die Auswüchse der menschlichenZivilisation in vielfacher Weise bedroht. Dabei lässt sich der sichere Handlungsraum des Menschen inzwischen recht präzise bestimmen.

    von Lucian Haas

  • Professionelle Berater

    Grundsätzliche Überlegungen zur Einbeziehung externen Fachwissens in politische Entscheidungsprozesse.

    von Heribert Hirte

  • Die christdemokratische Vision Europas

    Das Leitbild für Europa, das von der Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohleund Stahl 1950 an maßgeblich von Christdemokraten geprägt wurde, zielt auf Friedengegen Kräftemessen und demokratischen Geist gegen Autoritätsdenken und Diskriminierung.

    von Hans-Gert Pöttering

  • Perspektiven von SPD, Linkspartei und Grünen

    Die Bundestagswahl 2009 hat die deutsche Parteienlandschaft und damit die möglichen Strategien der Parteien und die Konstellationen ihrer Zusammenarbeit stark verändert. Zu den Konsequenzen für die Parteien des linken Spektrums.

    von Harald Bergsdorf

Über diese Reihe

Die Politische Meinung präsentiert sich seit 2013 „generalüberholt“ ihren Lesern: Das neue, ästhetisch anspruchsvolle Layout bietet ein klares und aufgelockertes Schriftbild, die Themenschwerpunkte werden facettenreicher und von Bildstrecken begleitet. Eine veränderte Erscheinungsweise von sechs Doppelausgaben jährlich mit jetzt 128 Seiten gibt dieser Fortentwicklung einen neuen Rahmen.

 

Die Zeitschrift bietet als Bezugspunkte fundierte Analysen historischer Hintergründe und eine der individuellen Eigenverantwortung verpflichtete, im christlichen Menschenbild verankerte Ethik.

BESTELLINFORMATIONEN

Die Politische Meinung erscheint sechsmal im Jahr. Der Bezugspreis für sechs Hefte beträgt 50,00 € zzgl. Porto. Der Einzelheftpreis beträgt 9,00 €. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderrabatt (25 Prozent). Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht bis zum 15. November eines Jahres schriftlich abbestellt wird. Bestellungen über den Verlag, durch den Buchhandel oder per E-Mail an politische-meinung@kas.de

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Die Politische Meinung erscheint sechsmal im Jahr. Der Bezugspreis für sechs Hefte beträgt 50,00 € zzgl. Porto. Der Einzelheftpreis beträgt 9,00 €. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderrabatt (25 Prozent). Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht bis zum 15. November eines Jahres schriftlich abbestellt wird. Bestellungen über den Verlag, durch den Buchhandel oder per E-Mail an politische-meinung@kas.de

Herausgeber

Wolfgang Bergsdorf, Hans-Gert Pöttering, Bernhard Vogel

ISBN

0032-3446