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IMAGO / Depositphotos

Spillover in den Südkaukasus?

Was eine weitere Eskalation im Iran-Krieg für Armenien und Aserbaidschan bedeuten könnte

Der US‑israelische Angriff auf den Iran verschärft auch für den Südkaukasus (geo-)politische Risiken. Aserbaidschan ist bislang durch Drohnenangriffe besonders exponiert, doch auch Armenien drohen indirekte Folgen wie Flüchtlingsbewegungen, wirtschaftliche Unsicherheiten und Bedrohungen für Energieinfrastruktur. Europa ist gefordert, da eine Eskalation Rivalitäten verstärken, Partner bedrohen und unsere Energie- sowie Sicherheitsinteressen unmittelbar berühren würde.

Publications of the Leadership Academy Alumni

Artikel

Mit Freude präsentieren wir Ihnen die von den Alumni der Leadership Academy 2025 verfassten Artikel.

CC0 1.0 Universell

Vance in Armenien - Rückenwind für Jerewan?

Als erster US-Vizepräsident besucht JD Vance Armenien – TRIPP, Rüstungskooperation und neue Dynamik im Friedensprozess

Erstmals reist ein US-Vizepräsident nach Armenien – und kommt nicht nur mit Investitionszusagen, sondern mit einem geopolitischen Angebot. TRIPP, nukleare Kooperation und neue Rüstungsdeals markieren eine qualitative Vertiefung der Beziehungen zwischen Washington und Jerewan. Für Premierminister Paschinjan bedeutet dies Rückenwind im Wahljahr, für Russland und Iran eine weitere Verschiebung der regionalen Machtbalance. Die EU steht vor der Frage, ob und wie sie die neue Dynamik in den kommenden Jahren aktiv mitgestalten kann. 

Towards the 2026 parliamentary elections: peace and security as factors in the pre-election campaign

Studie

Im Rahmen des Projekts „Political Dialogue" in Zusammenarbeit mit "Caucasus Institute" wurde eine Studie zum Thema "Towards the 2026 parliamentary elections: peace and security as factors in the pre-election campaign" in den drei armenischen Regionen durchgeführt. Wir freuen uns sehr, Ihnen die armenische und die englische Version der Studie vorstellen zu dürfen.

Conflict Transformation: Empowering Women in Post-War Communities

Studie

Im Rahmen des Projekts „Die Rolle der Frauen im Friedensdialog“ wurde im Jahr 2025 die Studie "Conflict Transformation: Empowering Women in Post-War Communities" durchgeführt. Wir freuen uns sehr, Ihnen die armenische und die englische Version der Studie vorstellen zu dürfen.

Tender Announcement

Procurement of a Vehicle

The Konrad-Adenauer-Stiftung, in order to ensure the smooth implementation of its activities in Armenia, hereby announces a tender for the procurement of a vehicle.

IMAGO / UPI Photo

Historischer Durchbruch für Frieden im Südkaukasus?

Paschinjan und Alijew unterzeichnen bei Trump wegweisende Abkommen für Frieden und Infrastrukturprojekte zwischen Armenien und Aserbaidschan

Am 8. August trafen Armeniens Premierminister Nikol Paschinjan und Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew im Weißen Haus auf US-Präsident Donald Trump zu einem „historischen Friedensgipfel“. Beide Länder erklärten den dauerhaften Verzicht auf Krieg, bestätigten 17 ausgehandelte Punkte eines künftigen Friedensvertrags und traten aus der OSZE-Minsk-Gruppe aus. Herzstück der Einigung ist die „Trump Route for International Peace and Prosperity“ (TRIPP), ein Infrastrukturprojekt in Armeniens Sjunik-Region, das Bahn, Pipelines und Glasfasernetze umfasst. Die USA erhalten dafür 99 Jahre exklusive Entwicklungsrechte, Armenien behält formale Souveränität. Das Abkommen schwächt Russlands Einfluss, stärkt die Türkei und verärgert den Iran. Für Armenien eröffnen sich neue Handelschancen, aber auch Risiken durch den Bruch mit bisherigen Partnern und innenpolitische Kritik. Aserbaidschan gewinnt eine direkte Landverbindung zur Türkei, neue Märkte und internationalen Prestigezuwachs. Für die USA bedeutet der Deal wirtschaftliche und sicherheitspolitische Vorteile sowie politischen Prestigegewinn. Die EU sieht Chancen für regionale Stabilisierung und neue Handelsrouten, muss jedoch feststellen, als Vermittler hinter Washington zurückgeblieben zu sein. Gelingt die Umsetzung, könnten die Abkommen einen historischen Wendepunkt im Südkaukasus markieren.

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IMAGO / ITAR-TASS

Vereitelter Putsch in Armenien? Konflikt mit Kirchenführung eskaliert

Jerewan meldet die Vereitlung eines gewaltsamen Putsches mit Moskauer Handschrift

Am Nachmittag des 27. Juni 2025 kam es in Etschmiadsin, dem Hauptsitz des Oberhauptes der Armenisch-Apostolischen Kirche 20 km westlich von Jerewan, zu dramatischen Szenen. Spezialkräfte der Polizei waren angerückt, um Mikayel Adschapahjan in Gewahrsam zu nehmen. Der Erzbischof war gemeinsam mit anderen Kirchenführern schon vor Jahren und besonders in den vergangenen Monaten offen in Opposition gegen die Regierung gegangen, doch hunderte Menschen, darunter Geistliche und einfache Bürger, stellten sich den Uniformierten in den Weg, bis sich diese wieder zurückzogen. Als der Gesuchte sich am Abend den Behörden in Betonung seiner Unschuld freiwillig stellte, markierte seine Verhaftung nur eine von fünfzehn öffentlichkeitswirksamen Festnahmen innerhalb weniger Tage. Die Regierung Nikol Paschinjans spricht davon, einem gewaltsamen Staatsstreich zuvorgekommen zu sein. Kritiker werfen ihr vor, aus innenpolitischem Kalkül einen Feldzug gegen die armenische Kirche und Opposition zu führen und einen Ausverkauf des Landes an die Erzfeinde Aserbaidschan und Türkei zu betreiben. Die gesellschaftlichen Fronten scheinen verhärtet wie seit Jahrzehnten nicht. Ein Jahr vor den richtungsweisenden Parlamentswahlen im Sommer 2026 erfolgt die derzeitige Zuspitzung vor dem Hintergrund einer sich immer stärker polarisierenden Debatte um den Kurs des Landes, das außenpolitisch an einer historischen Wegmarke steht.

OPEN CALL FOR PAID FELLOWSHIP

The “Youth in Action” Project invites young people from the mentioned regions of Armenia to apply for a fellowship opportunity that offers professional development through practical experience and support from sectoral experts.