Veranstaltungsberichte

Bürgermeister von Tiflis bekräftigt Bekenntnis zur religiösen Toleranz und Säkularismus

Workshop für Kommunalbeamte

Bereits zum dritten Mal wurde auf Initiative der Staatlichen Agentur für Religiöse Angelegenheiten und in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung ein Workshop für Kommunalbeamte zum Themenkomplex "Religiöse Toleranz und Säkularismus" veranstaltet.

Dieser dritte Workshop am 5./6. Dezember wurde in der georgischen Staatskanzlei veranstaltet und brachte Kommunalbeamte aus Tiflis mit Experten der Staatlichen Agentur für Religiöse Angelegenheiten zusammen. Der Workshop ermöglichte den Teilnehmern Herausforderungen multireligiösen Zusammenlebens zu identifizieren und Lösungsansätze zu erarbeiten. Der Tifliser Bürgermeister David Narmania überreichte den Teilnehmern die Teilnahmezertifikate und nutzte die Abschlusszeremonie für ein deutliches Bekenntnis zur religiösen Toleranz und Säkularismus.

In Georgien besteht weiterhin eine reale Gefahr für innergesellschaftliche, interreligiöse und interethnische Konfliktpotentiale. Das Land ist multiethnisch und multireligiös bevölkert, allerdings dominiert im Staatsverständnis die georgische Ethnie und die Orthodoxie. Ein friedliches Zusammenleben in multiethnischen und multikonfessionellen Umfeld ist von großer Bedeutung. Im westgeorgischen Adscharien gibt es neben der georgisch-orthodoxen Glaubensgemeinschaft eine signifikante muslimisch-sunnitische Minderheit, die südgeorgische Region Samtskhe Javakheti ist mehrheitlich von armenisch-apostolischen Christen besiedelt. Die Förderung des Verständnisses für Vielfalt und Toleranz ist vor diesem Hintergrund eine wesentliche Voraussetzung für den gesellschaftlichen Frieden in Georgien.