Veranstaltungsberichte

Tschechische Republik sucht nach neuen Rezepten zur Steigerung ihrer Konkurrenzfähigkeit

von Alena Resl
Das tschechische Wirtschaftsministerium bereitet eine neue Strategie der int. Konkurrenzfähigkeit (SIK) Tschechiens vor. Forschung und Innovationen (F&I) sollen dabei die Hauptbestandteile der Strategie sein. Auf einem KAS Seminar haben tsch. und dt. Entscheidungsträger Ihre Erfahrungen mit der F&I Steuerung ausgetauscht und nach Best- Practices gesucht. Ein kontinuierlicher Dialog zwischen Staat, Unternehmen und Forschung wurde als Basis für eine effektive staatliche F&I Unterstützung definiert.

Das tschechische Wirtschaftsministerium bereitet eine neue Strategie der internationalen Konkurrenzfähigkeit der Tschechischen Republik vor. Forschung und Innovationen (F&I) sollen dabei die Hauptbestandteile der Strategie der internationalen Konkurrenzfähigkeit Tschechiens sein.

Auf einem Expertenseminar zum Thema „Konkurrenzfähigkeit der Tschechischen Republik im Angesicht des neuen Finanzrahmens der EU 2014 +“, das von KAS Prag in Zusammenarbeit mit dem tschechischen Wirtschaftsministerium und AMO veranstaltet wurde, tauschten tschechische und deutsche Entscheidungsträger ihre Erfahrungen bzgl. der Prioritätensetzung und der Steuerung der angewandten Forschung in Tschechien und Deutschland aus. Dabei stand die Suche nach Best- Practices im Vordergrund. Ein regelmäßiger Dialog zwischen Staat, Unternehmen und Forschungsinstitutionen wurde als Basis für eine effektive staatliche F&I Unterstützung definiert.

Des Weiteren wurde auch die internationale Zusammenarbeit innerhalb der F&I diskutiert. In Zukunft werde die europäische Dimension eine viel größere Rolle spielen. Die Kooperation innerhalb der europäischen Netzwerke sollte gestärkt und die ERA (European Research Area) weiter ausgebaut werden. Besonders für die Tschechische Republik biete dies eine große Chance, denn die Förderung der tschechischen Forschung und der Innovationen ist zu 25 Prozent von EU-Geldern abhängig. Falls die Tschechische Republik ihre staatlichen Steuerungskapazitäten im Bereich F&I stärken würde (bis jetzt wurden nur 8 Prozent von den EU Geldern 2007-2013 für die tschechische F&I ausgeschöpft), könnte Sie ihr Forschungs- und Innovationspotenzial bedeutend ausbauen und innerhalb Europas ihre Attraktivität für die anderen EU-Länder stärken.

Vier erfahrene Experten aus Deutschland und Tschechien teilten ihre Erfahrungen mit den Teilnehmern des Expertenseminars. Petr Očko, der Direktor für EU Fonds, Forschung und Entwicklung im tschechischen Ministerium für Wirtschaft und Industrie, stellte die tschechische Strategie der Konkurrenzfähigkeit und die zukünftige Rolle der angewandten Forschung und Entwicklung nach 2014 vor. Arnošt Marks, Experte für strategisches Planen und die Problematik des Finanzrahmens der EU, präsentierte die Probleme der tschechischen Förderung von F&I. Dabei betonte er vor allem die Notwendigkeit, die institutionelle Kapazität zu stärken. Klaus Uckel vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMFB) informierte die Teilnehmer über die deutschen Steuerungsmechanismen der öffentlichen Ausgaben für angewandte Forschung sowie über die deutsche Prioritätensetzung. Karen Böhme aus der Förderberatung „Forschung und Innovation“ des Bundes, Forschungszentrum Jülich GmbH, präsentierte die Arbeitsweise der Förderberatung und sprach über die Vorteile und Entwicklung der praktischen Anbahnung von Kooperationen zwischen Partnern in Industrie und Forschungseinrichtungen.

Die Präsenationen der Experten finden Sie auf der rechten Seite.

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