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„Ein gefährliches altes Gespenst“: Antisemitismus in Europa

Eine Bilanz des Wiesbadener Tischgespräches 13. November 2008

„Antisemitismus bedroht Menschenrechte. Und Menschenrechte sind unteilbar.“ Deidre Berger, Direktorin des American Jewish Committee in Berlin, warnte vor einer neuen Welle judenfeindlicher Hetze: „Was seit Jahrzehnten in arabischen Ländern über Israel gedacht wird, kommt jetzt nach Europa“.

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Deidre Berger (Foto: Christine Leuchtenmüller)

Bereits vor acht Jahren habe der Beginn der palästinensischen Intifada eine Vielzahl antisemitischer Angriffe in ganz Europa ausgelöst: „Alle jüdischen Gemeinden lebten in Angst. Ihren europäischen Heimatländern tief verbundene Juden stellten sich die Frage: ‚In welche Welt sind wir geraten?’“ Da heute die Finanzkrise die Menschen verunsichere, verkünden – so Berger - bereits in verschiedenen europäischen Ländern operierende antisemitische Agitatoren über das Internet die infame Botschaft, jüdische Bankiers hätten die Krise verursacht.

Deidre Berger erklärte, berechtigte Kritik an der Demokratie Israel dürfe sich nicht in judenfeindliche Hetze verwandeln. Wer heute das Existenzrecht Israel leugne oder Israel als „Nazi-Staat“ verurteile, überschreite diese Grenze. Das American Jewish Committee, der Konrad-Adenauer-Stiftung seit drei Jahrzehnten als „primärer Partner“ verbunden, danke Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihre im Januar auf einem OSZE-Expertenforum geäußerte Warnung, sie erlebe „manchmal auch in gebildeteren Schichten der Bevölkerung sehr krude Gedankengänge und einen verkappten Antisemitismus, der nicht so richtig erkennbar ist, wobei aber immer wieder versucht wird, Gruppenphänomene zu definieren, um letztlich Ausgrenzung in irgendeiner Weise zu erklären.“

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Wiesbaden Deutschland