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Veranstaltungsbeiträge

Pöttering: Deutsch-Französische Freundschaft ist ein Grundpfeiler der Europäischen Union

Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung in Paris


Frankreich, 22. Jan. 2016
Bereitgestellt von: Auslandsbüro Frankreich

 
 

„Gerade in schwierigen Zeiten müssen Frankreich und Deutschland zusammenstehen und für eine gemeinsame politische Linie in der Europäischen Union werben.“ Dies erklärte der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr. Hans-Gert Pöttering, bei einer Podiumsdiskussion mit dem früheren französischen Premierminister Jean-Marc Ayrault in der Maison Heinrich Heine in Paris.

 
  • Hans-Gert Pöttering in Paris

    Hans-Gert Pöttering in Paris an der Gedenktafel neben einer eigens dafür gepflanzten Eiche für die Opfer der Terroranschläge des Jahres 2015.

  • Hans-Gert Pöttering

    Pöttering legte in Erinnerung an die Opfer eine weiße Rose nieder.

  • Hans-Gert Pöttering, Nino Galetti

    Begleitet wurde er von Dr. Nino Galetti, Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Paris.

  • Gedenkplatte auf dem Place de la République

    Gedenkplatte auf dem Place de la République

  • Nicolas Sarkozy und Hans-Gert Pöttering

    Während seines Aufenthaltes in Paris traf Pöttering auch mit Nicolas Sarkozy...

  • Hans-Gert Pöttering und Jean-Marc Ayrault

    ...und dem früheren französischen Premierminister Jean-Marc Ayrault zusammen.

Angesichts von weltweit derzeit über 60 Millionen Flüchtlingen seien die im vergangenen Jahr nach Deutschland geflohenen Menschen nur ein kleiner Teil der globalen Flüchtlingsbewegungen. Im Hinblick auf künftige Flüchtlinge müssten die Staaten der Europäischen Union eine faire, tragfähige und dauerhafte Lösung finden. „Wenn ein Land der Europäischen Union vor einem großen Problem steht, dann ist es das Problem aller Länder der Europäischen Union“, erklärte der frühere Präsident des Europäischen Parlaments. Entsprechend sei neben dem Umgang mit den Flüchtlingen auch die Bekämpfung des islamistischen Terrorismus eine Aufgabe der gesamten Europäischen Union, nicht allein Frankreichs oder Deutschlands.

Pöttering am Denkmal für Terroropfer

Zu Beginn seines Besuchs in Paris hatte Pöttering das Denkmal auf dem Place de la République in Paris besichtigt. Dieses war nach den Attentaten auf die Redaktion der Satirezeitung „Charlie Hebdo“ und einen Supermarkt am 7. und 9. Januar 2015 sowie nach den Anschlägen vom 13. November 2015 zu einem spontanen Gedenkort der Pariser Bevölkerung geworden, bei dem die Menschen bis heute Kerzen aufstellen und Blumen ablegen. An einer vor wenigen Tagen durch Staatspräsident Francois Hollande enthüllten Gedenkplatte legte Pöttering Blumen nieder und gedachte der insgesamt über 140 Ermordeten.

Sarkozy empfängt Pöttering

Die Bekämpfung des Terrorismus stand auch im Mittelpunkt eines Gesprächs, das Pöttering mit Nicolas Sarkozy führte. Der frühere französische Staatspräsident ist Vorsitzender der bürgerlichen Partei „Les Républicains“ und plant, bei der Präsidentschaftswahl 2017 erneut als Kandidat des bürgerlichen Lagers anzutreten.

Aus Anlass des Jahrestages der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages am 22. Januar 1963 durch Staatspräsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer hielt Hans-Gert Pöttering in Moulins (Auvergne) auf Einladung des aus Deutschland stammenden dortigen stellvertretenden Bürgermeister, Stefan Lunte, eine Rede. „Die deutsch-französische Freundschaft“, so Pöttering, „fängt nicht in Paris oder Berlin an, sondern bei den Menschen vor Ort, die diese Freundschaft Tag für Tag mit Leben füllen.“ Moulins gehört zu den knapp 2.200 Gemeinden, die eine deutsch-französische Städtepartnerschaft pflegen.

 

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