Länderberichte

Politische Kurzberichte der KAS-Auslandsbüros

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 80 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den „Länderberichten“ bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.

2018

Brasilien 100 Tage vor der Wahl

von Jan Woischnik, Franziska Hübner

100 Tage vor der Wahl stellen die über 145 Millionen zur Wahl verpflichteten Brasilianer einen eigentlich normalen – in Brasilien jedoch besonders langen – Katalog an Forderungen an die künftigen Volksvertreter. Spürbare Verbesserungen in den Bereichen Sicherheit, Bildung, Gesundheit, Arbeit sowie ein Ende von Korruption und Amtsmissbrauch sind seit langem dessen zentrale Bestandteile.

2018

Brasiliens makroökonomische Herausforderungen – Fortsetzung der Rezession oder erneuter Boom?

von Jan Woischnik, Rafael Radischat

Nach den Jahren des großen Booms traf Brasilien von 2015 - 2016 eine zweijährige Phase der Rezession. Das Land durchlebte eine schwere Wirtschaftskrise, konnte sich jedoch seit Anfang 2017 erstmals wieder erholen. Die Karten für Brasiliens Wirtschaft haben sich seither stetig verbessert. Im vergangenen Jahr 2017 konnte bereits ein Wirtschaftswachstum von 1% erreicht werden, was allerdings verglichen zu den Boomzeiten mit über 7% gewissermaßen gering ist. Der Internationale Währungsfonds schätzt das heurige Wachstum auf 2,3% des BIP und erwartet ein stetiges Wachstum auf 2,5% im Jahr 2019.

2018

Brasilien ein halbes Jahr vor der Wahl

von Jan Woischnik, Franziska Hübner

Die größte Demokratie Südamerikas erlebt turbulente Zeiten
Obwohl das Superwahljahr 2018 ein entscheidendes Jahr für die Zukunft der brasilianischen Demokratie ist, durchlebt das fünftgrößte Land der Welt ein halbes Jahr vor der Richtungswahl Turbulenzen. Alle drei Gewalten geraten in der Öffentlichkeit immer mehr in Misskredit. Dadurch öffnet sich ein gefährliches Einfallstor für populistische und radikale Kandidaten.

2018

Brasilien: Wirtschaftliche Erholung trotz politischer Instabilität

von Jan Woischnik, Lena Fürst

Brasilien startet mit erfreulichen wirtschaftlichen Aussichten in das Jahr 2018. Die aktuellen Konjunkturzahlen sorgen für einen gewissen Optimismus und die Talsohle der Rezession scheint überwunden. Während die brasilianische Wirtschaft sich langsam von einer langjährigen tiefen Krise erholt, bleibt die politische Lage allerdings weiterhin außerordentlich instabil. Insbesondere die Ungewissheit bezüglich der dringend notwendigen Rentenreform und, wichtiger noch, der Präsidentschaftswahlen im Oktober 2018 bremst das Wirtschaftswachstum aus, welches ansonsten deutlich höher ausfallen könnte.

2017

„Krieg in Brasilien“

von Jan Woischnik, Sophie Weber

Ein Land am sicherheitspolitischen Abgrund
„Krieg in Brasilien“: So titelte O Globo, die wichtigste Tageszeitung Brasiliens, am 12. Dezember 2017. Und in der Tat, die Sicherheitslage hat sich im größten Land Südamerikas nach den Olympischen Sommerspielen 2016 dramatisch verschlechtert. Die Rate der Todesopfer durch Gewalt ist inzwischen höher als das Bevölkerungswachstum.

2017

Brasiliens innere Sicherheit

von Jan Woischnik

Vorschläge zur Reform des Sicherheitssektors
Die Sicherheitslage in Brasilien verschlechtert sich immer weiter. Täglich sind Todesopfer zu beklagen, das Militär marschiert in Rio ein, die internationale Presse berichtet, die Touristen bleiben aus. Dass der im größten Land Südamerikas wütende Drogenkrieg ein wichtiger Grund hierfür ist, hat sich herumgesprochen. Doch dass viele Probleme auch auf die Organisation des brasilianischen Sicherheitssektors selbst zurückzuführen sind, ist weniger bekannt.

2017

Brasilien – kein Weg aus der Krise?

von Jan Woischnik, Alexandra Paulus

Keine Lösung in Sicht, ob mit oder ohne Staatspräsident Michel Temer
Brasiliens Staatspräsident Michel Temer (PMDB) ist einer Absetzung durch das Oberste Wahlgericht knapp entkommen, doch seine Regierungskoalition droht zu bröckeln und die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen Korruption. Regierung und Parlament widmen sich weniger dem Regieren als der Schadensbegrenzung, und die Justiz politisiert sich – mit nachhaltigem Schaden für Brasiliens Demokratie. Ein Ausweg ist nicht in Sicht.

2017

Brasília im Visier der Korruptionsermittler

von Jan Woischnik, Alexandra Paulus

Staatspräsident Michel Temer muss um sein Mandat bangen
Die Aufklärung des „Lava Jato“-Korruptionsschemas rund um den halbstaatlichen Ölkonzern Petrobras bringt in Brasilien beinahe täglich neue Korruptionsdelikte ans Tageslicht. Inzwischen bedrohen die Korruptionsermittlungen auch das Mandat von Staatspräsident Michel Temer (PMDB).

2017

Epizentrum Brasilien

von Werner Böhler, Hubert Gehring, Sebastian Grundberger, Olaf Jacob, Annette Schwarzbauer, Kristin Wesemann, Jan Woischnik

Die Schockwellen des Odebrecht-Korruptionskandals in Lateinamerika und deren Auswirkungen in den einzelnen Ländern
Der unter den Namen Lava Jato beziehungsweise Caso Odebrecht bekannt gewordene Korruptionsfall rund um Brasiliens größten Baukonzern Odebrecht hat in Brasilien bereits weite Kreise gezogen. Immer mehr kommt durch Zeugenaussagen und das Auswerten sichergestellter Dokumente zu Tage. Es handelt sich um den bei weitem größten Korruptionsskandal des Landes. Seit einigen Wochen wird nun zudem das Ausmaß immer deutlicher, welches das Korruptionsnetzwerk des Baukonzerns auch außerhalb Brasiliens angenommen hat.

2016

Wie viel hält Brasiliens Demokratie aus?

von Jan Woischnik, Alexandra Paulus

Die Staatskrise könnte den Boden für Populisten bereiten
Fortwährende Rücktritte und Amtsenthebungen schwächen Brasiliens Exekutive und die Toleranz der Bevölkerung für Korruption in der Politik sinkt. Der Prozess um die Amtsenthebung des Senatspräsidenten provoziert nun eine Krise des ehemaligen Hoffnungsträgers Justiz – und auch das Mandat von Staatspräsident Temer ist nicht mehr sicher.

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 80 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den „Länderberichten“ bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.