Veranstaltungsberichte

Von der Montanunion zur Industrie 4.0

von Lucas Schramm

Perspektiven europäischer Wirtschaftspolitik

Vor über 70 Jahren begann der europäische Integrationsprozess mit einer revolutionären Idee: der Vergemeinschaftung der Kohle- und Stahlindustrie im Rahmen der Montanunion. Zwar diente dieser Schritt primär politischen Zielen, doch stellt er rückblickend auch den Auftakt für eine vertiefte wirt-schaftliche Zusammenarbeit in Europa dar.

Nach den Römischen Verträgen und der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft im Jahr 1957 haben die Mitgliedsstaaten ihre Zusammenarbeit im Laufe der Jahrzehnte auf immer mehr Politikbereiche ausgeweitet. Aktuelle Entwicklungen wie der Brexit, sich verändernde Rahmenbedingungen der globalen Handelspolitik und der Verlust von Industriearbeitsplätzen stellen neue Herausforderungen für den Standort Europa dar, die eine Reihe wichtiger Fragen aufwerfen: Welche Schlüsselindustrien haben wir? Wo liegen unsere Stärken und Potentiale? Auf welche Technologien setzen wir? Und wie erhalten wir unsere Wettbewerbsfähigkeit, gerade um der jungen europäischen Generation Perspektiven zu eröffnen?

Sachsen Tillich