Veranstaltungsberichte

Kommunale Sicherheit und Integration

Gut 60 Teilnehmer aus karitativen Organisationen, dem Ehrenamt, der kommunalen Verwaltung, Hochschule und Polizei diskutierten mit Experten in Hamm den Aspekt der kommunalen Sicherheit und Zuwanderung.

Nach der Begrüßung durch Dr. Arndt und Frau Bürgermeisterin Wäsche führte Prof. Winter in die Tagung ein, indem er die jüngste PKS präsentierte und diese interpretierte. - Anschließend sprach Herr Holthusen über Kriminalität und Zuwanderung. Er wies darauf hin, dass die Zuwanderer zumeist männlich und jung seien, eine Gruppe, die besonders strafanfällig sei; dies gelte auch für die einheimische Bevölkerung. Daraufhin untersuchte er die einzelnen Delikte und das Alter der Tatverdächtigen. Mehrfachtäter seien relativ selten. Zugewanderte seien bedeutend öfter Opfer von Straftaten anderer Zugewanderter als die einheimische Bevölkerung. - Frau Polizeipräsidentin Radermacher betonte besonders die vernetzte Sicherheit in Kommunen bis hin zur Präventionsarbeit. Die Polizei kooperiere hier sehr eng mit karitativen Organisationen und Ehrenamtlern. Hier sei in den letzten 20 Jahren ein Bewusstseinswandel eingetreten. 15 Prozent der Polizisten in NW hätten einen Migrationshintergrund. Das gezielte Kontrollieren von bestimmten Personengruppen (nicht nur bezogen auf Ausländer) mache Sinn, da es die Erfolgsquote erhöhe. Die Polizei würde auch eng mit Vertretern muslimischer Organisationen kooperieren, wenn es um die Frage der Verhinderung der Radikalisierung gehe ("Kontaktbeamte muslimische Organisationen"). - Frau Prof. Haug erläuterte zunächst die Entwicklung der Zuwanderung, dann die Indikatoren, mit denen man Integration bewerten könne und sprach anschließend über Jugendgewalt. - Abschließend stellte Herr Khalil die Arbeit des Deutsch-Arabischen Zentrums in Berlin-Neukölln vor. Exemplarisch erläuterte er die kulturellen Unterschiede und die daraus entstehenden Schwierigkeiten arabischer Familien in Deutschland und wie man diese überbrücken kann. Er zog das Fazit, dass nicht die normale arabische Familie das Hauptproblem sei, sondern die (arabischen) Großklans, die Teile der OK abbildeten.