Veranstaltungsberichte

WIR - Gemeinsam Grenzen überwinden: Niederländische und deutsche Jugendliche für Europa

von Anna-Lina Wildermuth (geb. Meyer)

160 niederländische und deutsche Jugendliche beim JugendpolitikTag in Aachen

Am 22.09.2015 fand in Aachen der JugendpolitikTag „Wir – Gemeinsam Grenzen überwinden: Niederländische und deutsche Jugendliche für Europa“ statt.
Nach einem gemeinsamen Gottesdienst im Aachener Dom startete der JugendpolitikTag im Forum M mit Begrüßungen von Dr. Melanie Piepenschneider, Ulla Thönnissen MdL, Jeu Titulaer und der Bürgermeisterin der Stadt Aachen, Dr. Margrethe Schmeer. Darauf folgte eine Gesprächsrunde, an der zusätzlich ein deutscher Schüler und eine niederländische Schülerin teilnahmen. Beide hatten vom jeweils anderen Land ein positives Bild. Die Schülerin Loes van de Veeke geht nach Aachen ins Schwimmbad oder nach Brühl ins Phantasialand, weil das für sie näher ist als Schwimmbäder oder Freizeitparks in den Niederlanden. Moritz Kaussen ist gerne in den Niederlanden weil er die offene Art der Niederländer mag. Grenzen nehmen sie dabei kaum war.

Zur Einstimmung auf die Workshops am Nachmittag folgte eine Zeitreise in Geschichte der deutsch-niederländischen Beziehungen. Prof. Dr. Friso Wielenga erklärte in einem abwechslungsreichen Vortrag wie sich die Beziehungen zwischen Niederländern und Deutschen entwickelt haben, warum manche Dinge von einem kleinere Nachbarn ganz anders gesehen werden als von einem größeren Nachbarn und welche Bedeutung Fußball für eine Freundschaft zwischen zwei Ländern haben kann.

Nach einem Mittagessen mit deutschem und niederländischem Fingerfood verteilten sich die 160 Teilnehmer auf acht verschiedene Workshops. Von Kultur und Religion über Ausbildung und Studium, von Vorurteilen und Klischees bis zu einem deutsch-niederländischen Jugendreiseführer, von Drogenpolitik bis Arbeitsmarkpolitik, vom Unterschied zwischen Monarchie und Demokratie bis hin zum Wirtschaftsraum der Zukunft – die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich auf unterschiedlichste Weise mit den beiden Nachbarländern und deren Beziehungen zueinander auseinandersetzen.

Als Ergebnis der Workshops wurde am Abend von jeder Gruppe eine Empfehlung formuliert, wie die Grenzregionen besser für Europa genutzt werden können. Diese Empfehlungen übergeben sie am 04.10.2015 in einem Ideenpapier an Prof. Dr. Nobert Lammert und Sybrand van Haersma Buma auf dem Wasserwerk-Gespräch zum Tag der Deutschen Einheit im früheren neuen Plenarsaal in Bonn.

Schnell bildeten die deutschen und niederländischen Schülerinnen und Schüler ohne Berührungsängste ein Team und arbeiteten in den Workshops gemeinsam an den jeweiligen Themen. Die ganze Veranstaltung fand auf Deutsch statt. Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie gut die niederländischen Schülerinnen und Schüler die deutsche Sprach beherrschen. Nicht nur an den Diskussionen konnten sie sich mühelos beteiligen, auch die Abschlusspräsentationen wurden auf Deutsch gehalten. Die deutschen Teilnehmer hätten sich ebenfalls gewünscht mit ihren neuen Partnern auch auf Niederländisch zu kommunizieren. Schnell war die erste Idee für das Zukunftspapier gefunden.

An der Veranstaltung nahmen 160 Schülerinnen und Schüler von verschiedenen Schulen teil. Unteranderem Gymnasien aus Aachen, Jülich, Übach-Palenberg sowie Colleges und Hochschulen aus Heerlen, Maastricht, Venlo, Hoensbroeck und Landgraaf. Zweidrittel der Jugendlichen kamen aus den Niederlanden.

Fotos: Simone Habig, Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

Film best of: Martin Pieck

Film Religion, Kultur und Werte: Simon Quinker, Jakub Dudzikowski und Peter Grundwald, Schüler des Bischöfliches Pius-Gymnasium in Aachen

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