Ausgaben

2001

Fundament Familie

Die Märzausgabe der Politischen Meinung richtet ihr Augenmerk auf die Familienpolitik. Die durch die Diskussion um die sogenannte "Homoehe" verdeckten existenziellen Fragen zu Lebenswirklichkeit und Perspektiven von Familien in Deutschland erhalten hier die ihnen gebührende Aufmerksamkeit. Von der Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgehend (Editorial), werden sowohl steuer- und rentenpolitische, als auch soziologische und theologische Aspekte beleuchtet, die bis zu der Forderung nach einer neuen "Humanökologie" führen.Unter den weiteren Themen der Märzausgabe finden sich vor allem zwei Auseinandersetzungen mit den ideologischen Implikationen der 68er Bewegung in Deutschland, auch im Vergleich zu Frankreich.Ein Beitrag anlässlich des 200. Todestages von Novalis (Friedrich von Hardenberg) würdigt die poetische Revolution des romantischen Dichters.Auf einen Essay zum Thema "Prägekraft des Christentums", den die Politische Meinung im letzten Jahr publizierte, reagiert jetzt eine scharfe religionskritische Replik. Diese führte zu einer umgehenden Antwort des Autors, die ebenfalls bereits in der Märzausgabe zu lesen ist.

2001

Migration und Integration

2001

Leitkultur – Eine notwendige Debatte

Die Januarausgabe der Politischen Meinung beleuchtet in ihrem ersten Teil die Diskussion um den Begriff Leitkultur.Politiker, Journalisten und Wissenschaftler gehen nicht nur auf den Gehalt der Begriffes, seine Implikationen und Assoziationen ein, sondern auch auf Stil und Taktik der Debatte selbst.Der in Dezemberausgabe ausführlich gewürdigte 125. Geburtstag Konrad Adenauers wird im Januar mit deutlichen Akzenten begangen: Zu den Vorwürfen des "Kalten Kriegers" und des "Restaurationspolitikers" nehmen zwei Beiträge differenziert Stellung.Weitere Themen sind in dieser Ausgabe die Überlastung des Bundesverfassungsgerichtes und ihre Konsequenzen sowie die Verlagerung vom Staatsrecht zum Menschenrecht, die auch der Kosovo-Konflikt weitergetrieben hat.Als eines der interessantesten Themen des letzten Jahres wird "Big Brother" mit einem medien- und gesellschaftlichen Kommentar versehen.

2000

Zum 125. Geburtstag von Konrad Adenauer

Die bebilderte und erweiterte Sonderausgabe der Politischen Meinung (Dezember) ist dem 125. Geburtstag Konrad Adenauers am 5. Januar 2001 gewidmet. Die historische Bedeutung des Staatsmannes und seine politische Aktualität werden von Politikern, Wissenschaftlern und Literaten ebenso analysiert und geschildert, wie seine Persönlichkeit und seine christliche Grundhaltung. Die Wahrnehmung Adenauers in der DDR, sein heutiges Bild in den jungen Ländern sowie seine Position zur Wiedervereinigung bilden mit drei Beiträgen zu diesem Themenkomplex einen Schwerpunkt der Ausgabe. In einer Dokumentation seiner Weihnachtsansprache von 1951 kommt der Geehrte selbst zu Wort.

2000

Zwei Jahre Rot-Grün - Eine Zwischenbilanz

Nach zwei Jahren Rot-Grüner Bundesregierung ziehen Prominente Unionspolitiker und Journalisten Bilanz. Sozial-, wirtschafts- und außenpolitische Aspekte werden ergänzt durch eine differenzierte Analyse des Aufbaus Ost und eine Betrachtung der grundlegenden Wandlungsprozesse im Bereich der Innenpolitik aus politikwissenschaftlicher Sicht. Ein Rückblick auf die Wurzeln christdemokratischer Wirtschaftspolitik will Ansatzpunkte zu deren profilierter Relativierung aufzeigen. Darüber hinaus greift er einen Beitrag über die sicherheitspolitischen Situationen der Juli-Ausgabe der Poltischen Meinung auf. Der 09. November 1989 wird in einer Detailanalyse als Aufbruch zur Einheit gewertet, dessen historisches Subjekt die ostdeutschen Bürger waren. Die vielen als Weggefährtin Friedrich Nietzsches bekannte Lou Andreas-Salomé erfährt in den letzten Jahren eine Renaissance; unser Autor würdigt ihre vielfältigen und brillanten Lebensleistungen von der Philosophie über die Literatur bis zur Psychoanalyse.

2000

10 Jahre deutsche Einheit

Die Oktoberausgabe der Politischen Meinung widmet sich neben einer Stellungnahme zu den jüngsten rechtsradikalen Attacken und grundsätzlichen Überlegungen zum Begriff Toleranz in ihrem Themenschwerpunkt dem Jubiläum der Deutschen Wiedervereinigung unter innenpolitische und außenpolitischen Aspekten. Letztere beleuchten vor allem die Rolle der Supermächte und des Papstes im gesamten Prozess der Auflösung der Blöcke. Die innenpolitische Betrachtung erfolgt sowohl aus westlicher wie aus östlicher Perspektive. Ein Rückblick auf die Geschichte der Mauer macht den Wert der Einheit als wiedergewonnene Freiheit besonders anschaulich. In Reaktion auf einen Beitrag der August-Ausgabe wird die Bedeutung einer christlichen Grundhaltung für die politische Bewußtseinsbildung in der DDR dargestellt. Ein Beitrag zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur zeigt, daß politische oder moralische Einmischung durch Literaten nur noch eine Ausnahmeerscheinung darstellen. Eine Würdigung Volker Brauns, dem diesjährigen Büchner-Preis-Träger nähert sich diesem Thema zudem durch die Betrachtung eines herausragenden Autors. Gewürdigt wird auch der US-Schriftsteller Thomas Wolfe, der am 3. Oktober 100 Jahre alt geworden wäre. Sein von außen auf Deutschland gerichteter Blick enthält interessante Aspekte für das deutsche Selbstverständnis. Im internationalen Bereich wird in der Oktoberausgabe der Zustand der jungen indonesischen Demokratie focussiert. Zur Kontroverse soll ein Beitrag über die ethischen Grundlagen der Demokratie anregen, der der Nation den Primat vor der Verfassungsstruktur einräumt.

2000

Wissen und Werte

Die Septemberausgabe der Politischen Meinung beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Forschung, Wissensvermittlung und Wertebindung. In einem kontroversen Diskurs werden unter anderem die Möglichkeiten und Grenzen der Flexibilisierung der deutschen Universitäten ausgelotet. Dabei stehen ihre Aufgaben sowie die gewachsenen Anforderungen an die Schulausbildung angesichts der gesamtgesellschaftlichen Umbrüche, der Vervielfältigung und Beschleunigung von Information und Kommunikation im Vordergrund. In den globalen Kontext dieser Fragen leitet ein Beitrag zu Möglichkeiten, Grenzen und normativen Voraussetzungen des Zusammenlebens von Kulturen ein. Im Blick auf die aktuellen Debatten ergibt sich aus der Orientierung an christlich geprägten Wertvorstellungen auch eine pointierte Position zum Umgang mit der sogenannten "Homoehe". Außerdem wird die Rückwirkung der amerikanischen Politik auf Deutschland und Europa sowohl in Hinsicht auf das Raketenabwehrsystem National Missile Defense als auch auf die Themen und Strategien des amerikanischen Wahlkampfes deutlich, der der Union entscheidende Impulse zu geben vermag - so ein wichtiger Hinweis des Editorials: Vorrangig wertkonservative Positionen verfügen über substantielle Antworten auf soziale Kälte in Zeiten der Globalisierung. Die Zustandsbeschreibung der Europäischen Union sowie des Entstehungsprozesses der Zukunftsgewerkschaft "Ver.di" geben Einblick in die Bedingungen politischer Unsetzungsprozesse, die das Pendant zur Werte- und Zielorientierung der Politik darstellen. Eine Würdigung des wissenschaftlichen Werkes Birgit Lermens anlässlich ihrer Emeritierung und ein Einblick in die Aachener Ausstellung zum Krönungsjahr Karls des Großen greifen in den literarischen und historischen Horizont aus, vor dem die aktuellen Wertedebatten stattfinden.

2000

Dynamik der Einheit: Die jungen Länder

Die Augustausgabe der Politischen Meinung konzentriert sich im ersten Teil auf die Dynamik der inneren Einheit Deutschlands, die wesentliche Impulse aus den jungen Ländern empfängt: Dem Editiorial des Herausgebers Dr. Bernhard Vogel folgen Stellungnahmen vor allem von prominenten Autoren ostdeutscher Herkunft, die aus der politischen Praxis heraus den mentalen, strukturellen und personalwirtschaftlichen Stand des Vereinigungsprozesses bewerten. Dabei kommt das Problem des politischen Extremismus ebenso zur Sprache wie die Restbestände der sozialistischen Ideologie und die Bedeutung christlichen Gedankengutes in den neuen Ländern.Der zweite Teil widmet sich einerseits politischen Grundsatzfragen wie dem Verhältnis von Macht und Moral und der Prägekraft des Christlichen für die Parteipolitik (Friedrich Merz); andererseits wird die Regierungsstrategie Gerhard Schröders am Beispiel des Bündnisses für Arbeit im Detail analysiert und die auf Sachkenntnis beruhende Pflichterfüllung als unverzichtbare Anforderung an den Politikerberuf jenseits seine Medialisierung unterstrichen. Zudem stellt sich ein pointierter Kommentar der jüngsten Diffamierungskampagne um Horst Möller und das Institut für Zeitgeschichte entgegen. Nicht zuletzt würdigt Die Politische Meinung zum 100. Todestag Friedrich Nietzsches seine so häufig missbrauchte Philosophie.

2000

Neue Faktoren der Friedenssicherung

Die Juliausgabe der Politischen Meinung greift die aktuelle Diskussion um die Reform der Bundeswehr im Kontext einer Auseinandersetzung mit den neuen Faktoren der Friedensicherung auf. Diese sind zum einen in der außenpolitisch veränderten Landschaft zu sehen, auf die Essays zur NATO-Erweiterung, zum Bedeutungszuwachs humanitärer Interventionen, zum Tschetschenienkrieg und zur westlichen Balkanpolitik Bezug nehmen; zum anderen - so machen die anderen Beiträge deutlich - ist die Friedenssicherung der Zukunft von internen und strukturellen Wandlungsprozessen der Streitkräfte abhängig, die eine revolutionäre Technik, Organisation und Logistik betreffen sowie die Möglichkeit einer Kriegsführung im "Cyberspace".Eine anthropologische Analyse von Gewaltprozessen beschreibt die existentielle Notwendigkeit von Sicherheitspolitik.Die themenunabhänigen Beiträge setzen sich mit dem Zustand des deutschen Journalismus, dem 250. Todestag von Johann Sebastian Bach, dem Träger des diesjährigen Literaturpreises der Konrad-Adenauer-Stiftung, Louis Begey, sowie mit der bedrückenden Atmosphäre des Juli 1944 und der Angst vor der Gestapo auseinander.

2000

Europa: Lähmung oder Leidenschaft?

Die Juniausgabe der Politischen Meinung focussiert die Zukunftsperspektiven der Schicksals- und Wertegemeinschaft Europa. Dabei werden sowohl die notwendigen Reformen der Europäischen Union und der familienpolitische Aspekt einer möglichen europäischen Verfassung diskutiert, als auch die europaweite Dimension der christdemokratischen Bewegung und die Osterweiterung der EU, insbesondere im Hinblick auf Polen.Ein Beitrag zu der für die europäische Identität so wichtigen geistigen Verankerung im Christentum und Berichte über den Stand der Befriedung des Kosovo stecken das Spektrum der themenbezogenen Auseinandersetzung ab. Die aktuellen Debatten um die wenig erkennbare Europapolitik der Bundesregierung - angeregt durch die Rede des Außenministers Fischer - und um die Reform der Bundeswehr werden im Editorial reflektiert und in einem Positionspapier zur Zukunft der Bundeswehr mit einer Einführung von CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz aufgegriffen. Die in der Maiausgabe angeregte sozialpolitische Diskussion führt eine Analyse des Widerspruchs zwischen der heutigen Form des Sozialstaates und dem historischen Leitbild des Sozialen weiter.Darüber hinaus findet die brisante Situation Nigerias zum Jahrestag des jüngsten Demokratieversuches eine ausführliche Darstellung.Neben der 600jährigen Geschichte des Buchdrucks, die mit Johannes Gutenberg begann, würdigt Die politische Meinung den 125. Geburtstag Thomas Manns und seine Erkenntnisse über den Zusammenhang von Brutalität und Geist.