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Veranstaltungsberichte

2.Präsenzveranstaltung - Lateinamerikanisches Netzwerk für Umweltsicherheit

San Andrés, Kolumbien

Die zweite Präsenzveranstaltung des lateinamerikanischen Netzwerks für Umweltsicherheit fand am 11., 12. und 13. September 2023 in San Andrés, Kolumbien, statt. Die Organisation erfolgte durch das Regionalprogramm Energiesicherheit und Klimawandel Lateinamerika (EKLA) der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). Bei dieser Veranstaltung sollten Diskussionen ermöglicht und das grundlegende Wissen des Netzwerks erweitert werden. Dabei lag der Schwerpunkt auf Themen der Umweltsicherheit in der Region der Karibik und Zentralamerika. Die Teilnehmenden konnten sich austauschen und erfuhren anhand von Präsentationen von den Forschungsarbeiten über Umweltpolitik und Umweltsicherheit in Lateinamerika. Am Ende dieses Jahres wird ein Buch darüber erstellt werden.

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Die kolumbianische Marine und Polizei unterstützten die Durchführung der Veranstaltung im kolumbianischen Departement San Andrés und Providencia. Die Begrüßungsworte kamen von Coronel Manuel Armando Quintero Medina, dem Polizeidirektor, Julia Sandner, der Leiterin des EKLA-Regionalprogramms und Eduardo Pastrana, dem Leiter des lateinamerikanischen Netzwerks für Umweltsicherheit.

 

An den beiden ersten Tagen, konnten die Teilnehmer des Netzwerks sich mit lokalen und nationalen Autoritäten austauschen. Sie erfuhren über die Situation der Umweltsicherheit und Meerespolitik in der Karibik und in Zentralamerika. Arne Britton González, Direktorin von CORALINA (Gesellschaft für nachhaltige Entwicklung in der Inselgruppe San Andrés und Providencia), erzählte über die Arbeit im Schutzgebiet Biosfera SeaFlower und den Maßnahmen für den regionalen Meeresschutz. Die Inselgruppe mit ihrem Land- und Meeresgebiet wurde am 10. November 2000 zum UNESCO-Biosphärenreservate ernannt. Dies erfolgte auf Bitte der kolumbianischen Regierung und nach eingehender Untersuchung mit Hilfe spezifischer Kriterien.

 

Auf der Inselgruppe müssen die Modelle für wirtschaftliche und soziale Entwicklung eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen sicherstellen. Des Weiteren ist die aktive Teilnahme von Gesellschaft und Regierung unabdingbar.

Die Teilnehmer des Netzwerks folgten dem Vortrag von Julio Cristancho Rivero, dem Exekutivsekretär der kolumbianischen Kommission für den Ozean, über die kolumbianische Meerespolitik. Johan Mancilla, der Repräsentant der Regierung von San Andrés und Providencia, berichtete von den Herausforderungen und bewährten Vorgehensweisen bei der Umweltpolitik auf der Inselgruppe.

 

Daraufhin zeigte William Castaño Ramos, der Umweltschutzdirektor der Polizei, seine Präsentation über die aktuelle Sicherheitssituation für Menschen und Umwelt, mit Fokus auf die öffentliche Sicherheit. Hernando Enrique Mattos Dager, Kommandant der kolumbianischen Marine, berichtete von den Tätigkeiten der Marine im Hinblick auf die Themenbereiche Hoheitsgewalt, Fischfang, Drogenhandel und internationale Zusammenarbeit.

Anschließend stellten die Teilnehmer des Netzwerks verschiedene Kapitel aus dem Buch „Strategien für die Umweltpolitik und -sicherheit in Lateinamerika“, vor. Dieses soll in Kürze veröffentlicht werden und wird dann kostenlos zur Verfügung stehen. Es wurden Strategien, Lösungen und Empfehlungen diskutiert, mit denen es möglich sein wird, den umweltbedingten und klimatischen Herausforderungen in der Region zu begegnen. Dieser Abschnitt wurde von Andrea Valdelamar, der Projektleiterin der KAS in Kolumbien, und Miguel Burgos, dem Projektassistenten des Netzwerks, moderiert.

 

Am dritten Tag konnten die Teilnehmer Schutzgebiete für Flora und Fauna in der Region kennenlernen. Dafür besuchten sie sowohl den Naturpark „Old Point Mangrove“ als auch „Johnny Cay“. Die Gruppe wurde dabei von erfahrenen Meeresbiologen der Region begleitet, die ihnen die biologische Vielfalt am Land und im Wasser näherbrachten. Sie erklärten auch bewährte Verfahrensweisen, um die Biodiversität der Inselgruppe zu schützen. Diese drei Tage ermöglichten allen ein Vertiefen von Wissen und einen regen Austausch zu den Themenbereichen marine Biosphäre, Meerespolitik und Umweltschutz in Lateinamerika.

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Anuska Soares

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Projektkoordinatorin

anuska.soares@kas.de +51 1 320 2870

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