Einzeltitel

Familie und Beruf gehören zusammen!!

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist seit Jahren ein wichtiges politisches Thema in der Bundesrepublik Deutschland. Wissenschaftlich klare und aussagekräftige Analysen der Einflußfaktoren stellten bis jetzt Desiderate in der Forschung dar. Mit ihrer Doktorarbeit zu den Zusammenhängen von erfolgreichen Berufskarrieren und erfülltem Familienleben hat die indische KAS-Stipendiatin Shalaka Sharad Shah einen wichtigen Beitrag zur Lösung zentraler Fragestellungen geleistet.

In ihrer Doktorarbeit behandelt Frau Shah die beruflichen und familiären Biographien von deutschen und indischen Managern. Mit Hilfe umfangreicher Befragungen konnte sie die wechselseitig positiven Wirkungen von erfolgreichem Berufskarrieren und erfülltem Familienleben in beiden Kulturen wissenschaftlich belegen. Beruf und Familie bedeuten keine Gegensätze sondern lassen sich harmonisch und positiv miteinander vereinen! In Deutschland scheinen Firmenchefs die Wichtigkeit des Themas bereits erkannt zu haben. Jedenfalls notiert die Verfasserin in ihrer Arbeit, daß viele Unternehmen Hilfestellungen dazu anbieten, familiäre und betriebliche Verpflichtungen miteinander in Einklang zu bringen. In Indien unterstützen hingegen die Familienangehörigen die Berufstätigen sehr viel stärker als in Deutschland, wenn es um Job und Karriere geht. Öffentliche oder betriebliche Hilfen unterbleiben zumeist.

Die Untersuchung von Frau Shah belegt sowohl interkulturelle Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten. Shalaka Sharad Shah ist damit zu einer wichtigen interkulturellen Mittlerin geworden, die wertvolle Denkanstöße mit starker Praxiskomponente für beide Kulturen vermittelt. Die Stipendiatin wurde für ca. dreieinhalb Jahre mit einem Promotionsstipendium der KAS- Ausländerförderung gefördert. Sie erzielte die sehr gute Promotionsnote „magna cum laude“ und kehrt in wenigen Tagen nach Indien zurück. Sie hat bereits eine Anstellung bei der Firma „Mercedes Benz India“ gefunden und plant eine Karriere als Trainerin. Als junge Altstipendiatin möchte sie sich in ihrem Heimatland für die Gewinnung neuer KAS-Stipendiaten aktiv einsetzen.

Kontakt

Peter Rimmele