Asset-Herausgeber

Diskussion

Habibie Democracy Dialogue

Stärkung der Krisenkommunikation staatlicher Institutionen zur Resilienz der Demokratie

Asset-Herausgeber

Details

Die Krisenkommunikation staatlicher Institutionen ist eine der zentralen Säulen beim Aufbau des öffentlichen Vertrauens in staatliche Einrichtungen. In einem zunehmend dynamischen Informationsökosystem können Themen, die im öffentlichen Raum entstehen – sei es durch interne Dynamiken oder externe Einflüsse wie Medienberichterstattung, Kommentare in sozialen Medien oder regulatorische Veränderungen – das Image, die Glaubwürdigkeit und die Legitimität staatlicher Institutionen beeinflussen. Werden solche Themen nicht angemessen bewältigt, können selbst scheinbar kleine Probleme ihren Lebenszyklus durchlaufen – von einer potenziellen Entwicklung über das öffentliche Auftreten bis hin zu einer schwer kontrollierbaren Krise.

 

Krisen können in unterschiedlichsten Formen auftreten, etwa als Naturkatastrophen oder instabile gesellschaftspolitische Situationen wie Demonstrationswellen, kommunale Gewalt oder Spannungen nach Wahlen. Solche Situationen erzeugen erheblichen Kommunikationsdruck. Ebenso können Krisen langsam innerhalb staatlicher Institutionen entstehen, beispielsweise durch Datenlecks, politische Skandale oder öffentliche Beschwerden, die als unbeachtet wahrgenommen werden. Solche Entwicklungen können schließlich zu Reputationskrisen oder einem Verlust des öffentlichen Vertrauens führen, der nur schwer wiederherzustellen ist. In all diesen Situationen entscheidet die Art und Weise der Kommunikation staatlicher Institutionen darüber, ob eine Krise bewältigt werden kann oder sich weiter verschärft.

 

Die Herausforderungen der Krisenkommunikation staatlicher Institutionen sind im digitalen Zeitalter noch größer geworden. Die nationale digitale Transformation hat die öffentliche Kommunikation grundlegend verändert. Informationen verbreiten sich heute extrem schnell, öffentliche Themen werden immer komplexer, und die Gesellschaft erwartet ein hohes Maß an Transparenz und Rechenschaftspflicht von der Regierung. Unter diesen Bedingungen können politische Entscheidungen und interne Dynamiken staatlicher Institutionen leicht in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Darüber hinaus sehen sich staatliche Institutionen heute mit Bedrohungen wie Falschinformationen und Desinformation konfrontiert, die die Öffentlichkeit irreführen und die Glaubwürdigkeit schwächen, ebenso wie mit Cyberangriffen und Datenlecks, die das Vertrauen untergraben, sowie mit einer Welle negativer Meinungen in sozialen Medien. Das Versäumnis, zum richtigen Zeitpunkt zu reagieren, kann eine Krise nicht nur verschärfen, sondern auch Raum für alternative Narrative schaffen, die wesentlich schwieriger zu korrigieren sind.

 

Grundsätzlich ist die Krisenkommunikation staatlicher Institutionen nicht lediglich eine Frage des Reputationsmanagements, sondern auch Teil des staatlichen Engagements für Transparenz, Rechenschaftspflicht und gesellschaftliche Partizipation. Eine empathische, offene und faktenbasierte Kommunikation kann die Legitimität politischer Maßnahmen stärken und die Beteiligung der Öffentlichkeit selbst in schwierigsten Situationen aufrechterhalten. Für Indonesien – eine demokratische Nation, die geografisch anfällig für Naturkatastrophen ist und zugleich mit einem schwindenden Vertrauen in einige staatliche Institutionen konfrontiert ist – stellt die Fähigkeit zur wirksamen Krisenkommunikation einen wichtigen Faktor und einen konkreten Indikator für die Gesundheit der Demokratie dar.

 

Daher veranstaltet The Habibie Center mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung den Demokratie-Dialog als Raum für Reflexion und den Austausch von Ideen zwischen verschiedenen Interessengruppen. Ziel dieses Dialogs ist es, zu diskutieren, wie die Krisenkommunikation der Regierung widerstandsfähiger gestaltet werden kann – nicht nur, um Krisensituationen wirksam zu bewältigen, sondern auch, um langfristig das öffentliche Vertrauen und die demokratische Resilienz zu stärken.

Programm

Dienstag, 26. Mai 2026

14:00 – 14:25 Eröffnungssitzung
1. Prof. Dr. Dewi Fortuna Anwar, M.A. (Vorsitzende des Kuratoriums, The Habibie Center)
2. Dr. Denis Suarsana (Direktor, Konrad-Adenauer-Stiftung für Indonesia & Timor-Leste)

 

14:25 – 14:45 Grundsatzrede
Dr. Sugeng Hariyono, M.Pd. (Leiter der Behörde für Personalentwicklung, Innenministerium der Republik Indonesien)

 

14:45 – 14:50 Einführung in die Demokratie-Dialog-Sitzung
Moderator: Dr. Afdal Makkuraga Putra, M.Si (Associate Fellow, The Habibie Center)

 

14:50 – 15:50 Demokratie-Dialog-Sitzung
Podiumsteilnehmer:

1. Dr. Muhammad Qodari (Leiter der Regierungskommunikationsbehörde der Republik Indonesien)
Thema: „Kommunikationsstrategien staatlicher Institutionen im Umgang mit Krisen und zur Wahrung des öffentlichen Vertrauens“

2. Anggrainy Santi Voulinda, MBA (Journalistin, Gründerin von Story of Anggy)
Thema: „Medien, Desinformation und öffentliche Wahrnehmung in Krisenzeiten“

3. Drs. Julian Aldrin Pasha, M.A., Ph.D. (Vorsitzender des Instituts für Demokratie und Menschenrechte, The Habibie Center)
Thema: „Die Rolle der Krisenkommunikation staatlicher Institutionen für die demokratische Resilienz“

 

15:50 – 16:30 Frage-und-Antwort-Runde sowie Schlussfolgerungen
Durch den Moderator und die Podiumsteilnehmer

 

16:30 Abschluss
Durch den Moderator

Asset-Herausgeber

Veranstaltungsort

The Habibie Center Building – Südjakarta

Kontakt

Ari Stauss

Ari Stauss bild
Programmkoordinator
ari.stauss@kas.de +62 21 7590 9411 / -9412

Asset-Herausgeber

Asset-Herausgeber

Partner

The Habibie Center