Das Habibie Center veranstaltete mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) Indonesia den vierten „Demokratiedialog“ in diesem Jahr. Im Mittelpunkt stand diesmal das Thema „Die institutionelle Gestaltung der Regionalwahlen für eine starke lokale Demokratie“. Die hybride Veranstaltung brachte Vertreter staatlicher Institutionen, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft zusammen, um über die institutionelle Ausgestaltung der Regionalwahlen (Pilkada) und deren Bedeutung für die Qualität der lokalen Demokratie zu diskutieren.
Im Mittelpunkt stand die weiterhin kontrovers geführte Debatte über direkte Wahlen durch die Bevölkerung versus eine indirekte Wahl der Regionalregierungschefs durch die Regionalparlamente (DPRD). Dabei wurde betont, dass diese Frage nicht allein anhand der Kosten oder der formalen Frage, wer die Regionalregierungschefs wählt, bewertet werden sollte. In den Beiträgen der Paneldiskussion wurden insbesondere die institutionelle Umsetzung und Rechenschaftspflicht bei Regionalwahlen, die politische Repräsentation sowie Mechanismen zur Kontrolle und Korrektur politischer Macht thematisiert.
Die anschließende Fragerunde bot den Teilnehmenden Gelegenheit, die verschiedenen Perspektiven zu vertiefen und mögliche Schlussfolgerungen für eine Weiterentwicklung des institutionellen Rahmens der Regionalwahlen zu diskutieren.