Veranstaltungsberichte

Stipendiatengruppe organisiert Initiativseminar in Rom

Prof. Brandmüller über den Papst als Staatsmann und Stellvertreter Christi

Am 24. Mai 2010 kamen 25 Stipendiaten mit Prof. Walter Brandmüller, ehemaliger Leiter des Archivs des Vatikans, in der Repräsentanz der Konrad-Adenauer-Stiftung in Rom zusammen. Die Studenten hatten vom 24. bis zum 29. Mai 2010 ein auf Eigeninitiative organisiertes Seminar zum Thema „Patrimonium Petri – vom Kirchenstaat zum Vatikanstaat“ in Rom veranstaltet.

In diesem Zusammenhang eröffnete der Vortrag Prof. Brandmüllers über den Papst als Staatsmann und Stellvertreter Christi den Workshop. Im Laufe der Woche traf die Stipendiatengruppe auch mit weiteren hochrangigen Vertretern des Vatikans zusammen, so zum Beispiel Kardinal Cordes (Päpstlicher Rat „Cor Unum“) oder Kardinal Lajolo (Verwaltung des Vatikanstaates, ehemaliger Nuntius in Deutschland).

Dem Treffen mit Prof. Brandmüller ging ein Empfang durch den Leiter der Repräsentanz der Konrad-Adenauer-Stiftung in Rom, Wilhelm Staudacher, voran. Dieser stellte den Stipendiaten die Arbeit und Zielsetzung des italienischen Büros vor. Er freue sich sehr über ihre Initiative, nach Rom zu kommen, sagte Herr Staudacher. Diese Besuche fördern ihrerseits das Ansehen der Konrad-Adenauer-Stiftung bei ihren Gesprächspartnern in Rom. Darüber hinaus könnten die Stipendiaten in der christlichen Hauptstadt die Weltkirche kennenlernen, aber auch etwas von dem Geist und den Werten, die die Konrad-Adenauer-Stiftung leiten, erleben. Aus diesem Grund sei Rom für die Stipendiaten ein Ort der Identitätsfindung.

Im Anschluss daran gab Prof. Brandmüller einen kurzen, aber sehr aufschlussreichen Überblick über die Entwicklung des Papstwesens von den Ursprüngen der Kirche bis hin zum letzten Jahrhundert. Der sehr lebendige Vortrag des Theologen und Kirchenhistorikers beschäftigte sich vor allem mit den Beziehungen zwischen Papst- und Kaisertum im Mittelalter bzw. dem Verhältnis zwischen geistlicher und weltlicher Macht in der Kirche. Er mündete schließlich in einer angeregten Diskussion, in der die Studenten auch über aktuelle Angelegenheiten debattierten.