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Vom 29. Juni bis 5. Juli 2026 reiste der Bundesvorstand der Jungen Union nach Japan, um im direkten Austausch mit Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die deutsch-japanischen Beziehungen zu vertiefen. Das vom Auslandsbüro Japan der Konrad-Adenauer-Stiftung organisierte Besuchsprogramm führte die Delegation nach Tokio und Hiroshima und bot in dichter Folge Einblicke in aktuelle wirtschafts-, gesellschafts- und sicherheitspolitische Fragestellungen.
Den Auftakt bildete eine Einführung in die innen- und außenpolitische Lage Japans im Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung, gefolgt von einer Gesprächsrunde zu sozialen Sicherungssystemen und Migration mit japanischen Politikern und Experten. Wie sehr die demografische Entwicklung beide Gesellschaften fordert, bildete ein Gesprächsthema des abendlichen Austauschs mit deutschsprachigen Vertretern mehrerer in Tokio ansässiger Institutionen und Unternehmen.
Ein politischer Höhepunkt es Programms war der Besuch des japanischen Parlaments: Im Unterhaus kam die Delegation zu einer hochrangigen Gesprächsrunde mit dem Minister für Japans Wachstumsstrategie und Vorsitzenden der Japanisch-Deutschen Parlamentarischen Freundschaftsgruppe, Minoru KIUCHI, sowie weiteren Abgeordneten zusammen. Um die wirtschaftliche Dimension der Partnerschaft zu beleuchten, informierte anschließend die Deutsche Auslandshandelskammer (AHK). Die sicherheitspolitische Kernkomponente der Reise wurde am Abend im Hotel New Otani vertieft: Ein Expertenpanel analysierte das Zusammenspiel von NATO und indopazifischer Sicherheit mit Fokus auf Energie- und Lieferkettensicherheit, bevor der Tag mit einem Abendempfang ausklang.
Einen emotionalen und geschichtspolitischen Akzent setzte am Donnerstag eine Reise nach Hiroshima. Neben einem Rundgang durch das Friedensmuseum und einem Höflichkeitsbesuch bei Oberbürgermeister Kazumi MATSUI legte die Delegation am Mahnmal für die Atombombenopfer einen Kranz nieder. Fragen um Erinnerungskultur, Frieden und internationale Verantwortung standen auch im Zentrum eines Austauschs mit der Präfekturgouverneurin Mika YOKOTA sowie beim anschließenden Abendessen mit Wissenschaftlern der Universität Hiroshima und der Hiroshima Peace Culture Foundation. Ein bewegender Höhepunkt war dabei das gemeinsame Gespräch mit der Überlebenden des Atombombenabwurfs (Hibakusha) Keiko OGURA.
Zurück in Tokio standen beim Besuch des Deutschen Industrieparks in Yokohama unternehmerische und arbeitsmarktpolitische Themen im Mittelpunkt. Die Geschäftsführer von TRUMPF und BASF Japan informierten den JU-Bundesvorstand über ihre Geschäftsfelder und die Anforderungen an Forschung und Entwicklung sowie die Qualitätsstandards auf dem japanischen Markt. Auf Einladung von Botschafterin Petra Sigmund nahm die Delegation zudem an einem Mittagsempfang in ihrer Residenz teil. Ein Gespräch mit Journalisten über die politischen Entwicklungen nach der Unterhauswahl 2026 im Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung rundete das Besuchsprogramm ab.
Der Aufenthalt lieferte dem Bundesvorstand der Jungen Union wertvolle Einblicke in die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen Japans und leistete einen wichtigen Beitrag zur Vertiefung des deutsch-japanischen Dialogs.