Rauchen ist ein Problem der öffentlichen Gesundheit, das zum Beispiel Lungenkrebs oder bestimmte Herz- und Kreislaufkrankheiten hervorrufen kann. Laut Statistik sterben jedes Jahr fünf Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums und davon 4600 allein in Kolumbien an Lungenkrebs, wobei die Prognosen noch deutlich schlechter ausfallen.
Auf internationaler Ebene hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einige Initiativen zu dem Thema gestartet. Und auch in Kolumbien gab es viele entsprechende Gesetzesvorhaben in den vergangenen Jahren. Der Newsletter widmet sich allerdings lediglich dem Gesetz 1335 von 2009 und dem Gesetzesvorschlag 121 von 2007 im Senat und 210 von 2008 in der Repräsentantenkammer.
Das Gesetz 1335 von 2009 soll das Recht auf Gesundheit der Einwohner sichern und insbesondere die Gesundheit von Minderjährigen und Nichtraucher zu schützen. Es wird der Konsum, der Verkauf, die Werbung und die Promotion von Zigaretten und anderen Tabakprodukten geregelt, auch sollen Gesundheits- und Bildungsprogramme geschaffen werden, um den Konsum und die Abhängigkeit zu vermindern.
Daher ordnet das Gesetz folgendes an:
1.Verbot des Verkaufs von Tabakprodukten an Minderjährige, Verbot von Tabakautomaten mit öffentlichem Zugang, Rauchverbot an bestimmten privaten wie öffentlichen Orten, Verbot von Promotionen, Werbung oder Schirmherrschaften über Sportveranstaltung durch Tabakfirmen
2.Nichtraucher haben Anrecht auf frische und rauchfreie Luft
Weiterhin sollen grundlegende Definitionen etabliert werden, wie z.B. „rauchen“, „geschlossener Bereich“, „Passivrauchen“, „öffentliche Räume“, etc.,