Allerdings zeigten sich auf Seite der Regierung Schwierigkeiten bezüglich der Einhaltung der Menschenrechte. Offenbar herrscht hier immer noch der Irrglaube, dass eine Bejahung der Menschrechte mit einem zwangsläufigen Machtverlust einhergeht. Ein weiteres Hindernis für eine ordnungsgemäße Befolgung der Menschenrechte ist die Versuchung, sie in politischen Diskursen einzusetzen und sie somit als politisches Bollwerk zu missbrauchen, statt ein wahres Interesse an ihrer Umsetzung zu haben.
Dossier: "Die Verfassungsgerichte als Agenten des sozialen Wandels": Das Beispiel Argentinien zeigt die Fähigkeit der konstitutionellen Justiz, den sozialen Wandel voranzutreiben, vor allem dann, wenn sich Veränderungen der Art oder des Geltungsbereichs der konstitutionellen Rechtssprechung ereignet haben. Diese nehmen nun auch Einzug in die Regierungspolitik. Die Art und Weise, wie die Menschenrechte betrachtet werden, ist nicht mehr dieselbe, wie in den Jahren zuvor.
"Widerstand gegen die Implementierung von Menschenrechten als staatliche Politik in Lateinamerika". Die Implementierung staatlicher Massnahmen zur Einhaltung der Menschenrechte hält für die derzeitigen Regierungen einige Herausforderungen parat. Erstens handelt es sich hierbei um eine staatliche Politik, die nicht lediglich als „eine weitere“ Massnahme verstanden werden darf. Zweitens ist eine starke politische Kultur erforderlich, um in Bezug auf die Menschenrechte nicht in ungenaue oder verzerrte Konzeptualisierungen zu verfallen.
„Menschenrechte in Lateinamerika: Ein unerfülltes Versprechen“. Auch wenn das Thema der Menschenrechte in der Region an Bedeutung gewinnt, ist weiterhin nicht garantiert, dass auch die Gerichte diese sicherstellen. Ebenso ist nicht ausreichend geklärt, welche Rolle internationale Organisationen bei der Förderung und Überwachung der Menschenrechte spielen sollen.
„La Corte Interamericana de Derechos Humanos (IDH)“ (Der interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte). Es ist unerlaesslich, die progressive Vereinigung des inländischen Rechtssystems mit den Werten der Demokratie und Freiheit - verkörpert durch die Menschenrechte, welche durch das Völkerrecht sichergestellt werden - voranzutreiben.
„Die Urteile des Gerichtshofs IDH“: Besagte Urteile haben politische Auswirkungen. Der Gerichtshof beschränkt sich nicht nur auf seine Gestaltung und Berichterstattung, sondern bestimmt auch den Wirkungsbereich und tätigt die Überwachung seiner Urteile, um das Rechtssystems jedes einzlenen Landes durchdringen zu können.
„Guatemala: Politik der Exekutive auf dem Gebiet der Menschenrechte und ihre Auswirkungen“: Hier wird die Effizienz der Funktionsweise der Comisión Presidencial Coordinadora de la Política del Ejecutivo (Kommission zur Koordinierung der Politik des Präsidenten) im Bereich der Menschenrechte, sowie deren Resultate und Schwierigkeiten im Laufe der letzten drei Regierungen untersucht.
Essays: "Der Konflikt der ‚Papeleras’ von Fray Bentos." Dieser Essay bezieht sich auf den Konflikt zwischen 300.000 Argentiniern, die an der Küste des Flusses Uruguay leben, und eines finnischen Unternehmens namens Botnia. Der Konflikt konzentriert sich auf die ökologischen Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit auf die Region. Der Essay zeigt darüber hinaus auf, wie die Rechtssprechung - sowohl die regionale (Argentinien), als auch die ausländische (Europäische Union) – derartige umweltschädliche Aktionen begrenzen kann.
"Mögliche Reformen in Kuba: Ein offenes Ende." In letzter Zeit wurden in Kuba einige Reformen realisiert. Das Land baute – inmitten einer prekären wirtschaftlichen Lage - Arbeitsplätze im öffentlichen Sektor ab. Dies veranlasste die Regierung einige unerwünschter Reformen durchzuführen. Die Auswirkungen zeigten sich durch die Reaktion der Zivilbevölkerung, die sich zunehmend gegen das Regimen auflehnt und ihre Rechte beansprucht.