Nach Auswertung der Wahlstatistiken von 1998, 2002 und 2006 kamen sie zu folgenden Ergebnissen: Risiken aufgrund atypischer Wahlbeteiligung, Manipulationen mit ungültigen Stimmen und nicht markierten Stimmzetteln, atypischer Stimmabgabe für bestimmte Kandidaten oder Listen, falschen Formularen sowie eine Aufstellung von Anzeigen bezüglich dieser Unregelmässigkeiten. Aufgrund dieser Daten kommt die Studie zu dem Schluss, dass für die Wahlen zum Senat 297 und für die Wahlen zur Abgeordnetenkammer 407 Gemeinden möglicherweise Unregelmässigkeiten zu befürchten sind.
Auf den Landkarten werden die Gemeinden nach den folgenden Kriterien in Gebiete mit extremen, hohen oder mittleren Risiken eingeteilt:
1.Präsenz von illegalen bewaffneten Gruppierungen: Diese Daten erlauben es, die Auswirkungen der Anwesenheit dieser Gruppen aufgrund offizieller und anderer Statistiken über den bewaffneten Konflikt zu messen und wurden mit dem CERAC (Informationszentrum für Konfliktanalyse) abgestimmt. Somit können die Bürger sich informieren, welche Gemeinden aufgrund der Auseinandersetzungen zwischen den illegalen bewaffneten Gruppierungen als extrem eingestuft werden, welche ein hohes Risiko aufgrund der Präsenz einer illegalen Gruppe haben und welche ein mittleres Risiko wegen Auseinandersetzungen eines bewaffneten Akteurs mit den offiziellen Streitkräften.
2.Auswirkungen des Problems der Binnenflüchtlinge auf die Wahlen: Die gewaltsame Vertreibung der Landbevölkerung ist eine Verletzung der Bürgerrechte und der politischen Rechte der betroffenen Bevölkerungsgruppen. Auf diesen Landkarten erscheinen Gebiete mit einer hohen Vertreibungsrate während der Wahlperiode. Diese Information stellt CODHES zur Verfügung, eine NGO, die Beratungen zu Menschenrechten und Vertreibung durchführt.
3.Verletzung der Pressefreiheit: Hier werden Drohungen gegen Journalisten hinsichtlich der Wahlberichterstattung analysiert. Information und Analysen von FLIP – Stiftung für Pressefreiheit.
4.Politische Gewalt: MOE analysiert anhand von Presseberichten Bedrohungen und sonstige Gewaltakte gegen Kandidaten und Parteien sowie gegen Funktionäre des Staates und die Zivilbevölkerung zwischen dem 1. Januar 2010 bis zum Wahltag.
5.Strategien der illegalen Gruppierungen zur Störung des Wahlprozesses. Die Korporation Nuevo Arco Iris hat in den letzten Monaten in zahlreichen Departments des Landes Felduntersuchungen angestellt. Aufgrund dieser Forschungen wurde ein Dokument erstellt zur Analyse der Strategien die die FARC, ELN, die neuen paramilitärischen Gruppen sowie BACRIM anwenden, um den Wahlprozess zu stören. Diese Dokumente ergänzen die Information und die statistische Analyse der vier vorgenannten Kriterien.