Diese Ausgabe enthält die Beiträge des Ministers für Finanzen und öffentliche Kredite, Oscar Iván Zuluaga, der Senatorin Cecilia López, des ehemaligen Finanzministers, Juan Camilo Restrepo und des ehemaligen Oberbürgermeisters von Bogotá, Jaime Castro.
Die territoriale Steuerreform ist entstanden aus der Sorge um die finanzielle Kapazität der Departments, ihren Verpflichtungen auf drei Gebieten nachzukommen: Gesundheitsversorgung, Unterhaltung der sekundären Verkehrswege und Zahlung eines Teils der Pensionen, die die Departments zu Schuldnern der Sozialversicherungen machen.
Die Analyse dieser Situation zeigte deutlich die Notwendigkeit eines Projektes, das die Einkünfte der Gebietseinheiten durch Statut regelt. In diesem Dokument sollen alle administrativen Abwicklungen und Sanktionen für Steuern und Abgaben auf Departmentsebene festgelegt werden.
Die Regelungen in diesem Projekt betreffen sechs verschiedene Abgabenarten, die die Departments von Autobesitzern einziehen. Dadurch erhöht sich jede Klasse der KFZ-Steuer um 0,5%. So soll verhindert werden, dass sich der zunehmende Wertverlust der Automoblie auf die Steuereinnahmen auswirkt. Die Regierung hat auch Motorräder mit weniger als 125 Kubikmeter Hubraum mit in die Gruppe der steuerpflichtigen Fahrzeuge eingeschlossen, da diese in letzter Zeit einen aussergewöhnlichen Zuwachs zu verzeichnen haben.
Reformiert werden soll auch die Alkoholsteuer; um die Tarifstruktur zu vereinfachen, soll es nur noch zwei Kategorien, je nach Alkohlgehalt der Produkte, geben. Auch die Tabaksteuer soll dahingehend reformiert werden, dass in fünf Jahren nur noch ein einziger Tarif existiert, was einen deutlichen Anstieg der Einnahmen in diesem Bereich bedeuten würde.
Um die Verschuldung der Departments bei Pensionszahlungen zu vermindern, die vor allem durch fehlende Mittel für die gesetzlichen Teilzahlungen entsteht, modifiziert das Projekt die Bestimmung der Mittel, die als Registersteuern in den territorialen Pensionsfonds eingehen. Die Neuverteilung soll finanzielle Mittel freisetzen, um die Pensionszahlungen zu garantieren, die Konten der Departments auszugleichen und auch noch für andere Zwecke Finanzen verfügbar zu machen.
Das Projekt schafft auch die Basis für eine Abgabe für die öffentliche Beleuchtung, deren Höhe von den jeweiligen Kosten dieser Dienstleistung abhängt und die den Grundstückbesitzern bzw. -eigentümern in den entsprechenden Gemeinden in Rechnung gestellt werden soll.
Diese Neuerungen sollen ab 2010 mindestens $ 400 Millionen Pesos zusätzlich freisetzen, was zusätzlichen Steuereinnahmen der Departments von 10% entspricht. Der Minister versicherte, dass die Regierung weitere Anstrengungen unternehmen wird, z.B. durch direkte Überweisungen der Zentralregierung, um die territorialen Finanzen zu stärken.