Das sogenannte "Nationale Abkommen mit den Mindestvoraussetzungen für Versöhnung und Frieden in Kolumbien" wurde unter Mitwirkung von praktisch allen Sektoren der Gesellschaft, öffentlichen und privaten Einrichtungen, der Universitäten und der Regierung sowie nationalen und internationalen Organisationen erstellt. Es entwickelte sich aus einer breiten Debatte, die zu einer besseren Zukunft für Kolumbien führen sollte, sowohl auf regionaler als auch auf nationaler Ebene. Themen wie die Menschenwürde oder die Humansierung des Konfliktes waren dabei von grosser Bedeutung, ebenso wie die internationale Zusammenarbeit als wichtige Basis für die Zukunft des Landes. Weitere Themen waren die wirtschaftliche Stabilität, eine humane soziale Entwicklung und nachhaltiger Umweltschutz. Dabei sollen vor allem die natürlichen Ressourcen und die Artenvielfalt Kolumbiens berücksichtigt werden. Ausserdem sollen Versöhnung und Frieden im Entwicklungsplan 2010-2014 integriert werden.
Dieser Prozess begann im Februar 2009 und hat als Ergebnis die 8 Mindestvoraussetzungen für Versöhung und Frieden hervorgebracht:
1) Versöhnungs- und Friedenspolitik als Basis für Verhandlungen
2) Gleichberechtigter Zugang zu den Rechten für ein menschenwürdiges Leben
3) Eine weitreichende und umfassende Agrarreform
4) Qualitativ gute Bildungsmöglichkeiten für alle
5) Reale Demokratie und Transparenz bei der Kontrolle Öffentlicher Mittel
6) Berücksichtigung der regionalen Unterschiede
7) Nachhaltige Alternativen und Innovation in der Produktion
8) Bürgerbeteiligung bei Gemeinschaftsprojekten