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Einzeltitel

Zeitschrift Diálogo Político “Bicentenarios”

No 3 de 2010

Die Konrad-Adenauer-Stiftung veröffentlichte im Zuge der Demokratiestärkung in Lateinamerika und des Ausbaus der Zusammenarbeit zwischen Europa und unserem Kontinent, die dritte Ausgabe der Zeitschrift Diálogo Político, mit dem Titel “Bicentenarios” (koordiniert von der KAS Argentinien). In dieser Ausgabe wird zum einen der 200 Jahre Unabhängigkeit (Bicentenario) der lateinamerikanischen Länder gedacht. Zum anderen sollen die einzelnen Länder dazu angeregt werden, ein höheres Entwicklungsniveau zu erreichen. Besonders im politischen und sozialen Bereich weisen diese Länder Defizite auf.

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Die Publikation enthält sieben Dossiers, einen Aufsatz und zwei Essays. Im Folgenden zeigen wir eine kurze Zusammenfassung der in dieser Ausgabe abgedruckten Artikel.

Dossiers

“Für eine verantwortungsbewusste Zusammenarbeit zwischen Europa und Lateinamerika”. Die Beziehung der zwei Kontinente ist seit langer Zeit asymetrischer Natur, deshalb ist zukünftig ein besseres Verständnis beider Seiten von Nöten. Auch ist es wichtig, dass Europa eine aktive Politik in Richtung Lateinamerika entwickelt und damit zur Nachhaltigkeit der Demokratie und zur Einhaltung der Menschenrechte in den Ländern dieses Kontinents beiträgt.

“Auf der Suche nach den verloren gegangenen Abkommen” überprüft die von Argentinien im Laufe der Zeit abgeschlossenen Abkommen. Es wurden zehn Organisationen und vier politische Kräfte untersucht, um die Abkommen dieses Landes analysieren zu können.

“Bolivien – Feier, Verurteilung oder historische Reflexion?” analysiert den aktuellen Zustand der Republik Bolivien nach dem Bicentenario, sowie den Einfluss und die Beteiligung der indigenen Bevölkerung im Land.

“Lateinamerika: Von der alten zu einer neuen globalen Ära” unterstreicht auf der einen Seite die Bedeutsamkeit der Globalisierung und mit ihr die handelspolitische und finanzielle Liberalisierung der Länder des südamerikanischen Kontinents. Argumentiert jedoch auf der anderen Seite, dass diese Öffnung auch massgeblich zur sozialen Ungleichheit beigetragen hat. Eine Herausforderung für den Kontinent stellt eine Verbesserung der Lebensqualität seiner Bevölkerung dar, indem die öffentliche Freiheit sichergestellt und die ökonomische Unabhängigkeit gestärkt wird.

“Beziehungen zwischen Europa und Lateinamerika” Das derzeitige gemeinsame Anliegen Europas und Lateinamerikas ist die Friedenskonsolidierung. Diese kann nur durch Kooperation erreicht werden. Dabei muss beachtet werden, dass die Kooperation nicht nur auf wirtschaftlicher, sondern ebenso auf sozialer und kultureller Ebene stattfindet. Durch die zunehmende Globalisierung ist eine Neugestaltung der bestehenden Kooperation nötig. Ausserdem verlangt eine globalisierte Welt auch nach einer globalen Verantwortung - wie dies in der “Humanökologie” der Fall ist - in der alle zur Friedenskonsolidierung und zur Überwindung der Konflikte beitragen müssen.

“Die Christdemokraten, Lateinamerika und das Bicentenario”. Die Arbeit der Christdemokraten konzentriert sich auf die Person als Mittelpunkt des politischen Handelns. Themen wie der Humanismus und die öffentliche Ordnung; die Globalisierung; die Freiheit; der Ausbau der Demokratie; Gerechtigkeit; Familien und Umwelt haben ihre Arbeit geprägt.

“In Richtung eines politischen Dialogs”. Der politische Dialog determiniert die Art der Beziehung, die man innerhalb oder für eine Gesellschaft behaupten will. Es stellt einen fortschreitenden Prozess dar, eine verfassungsgebende Gewalt zu schaffen, die sowohl den Willen der Politik, als auch den der Bürger steuern kann. Hierbei ist es grundlegende Aufgabe des Rechtsstaats, diese Macht zu beschränken und zu leiten.

Essays

“Die Konrad-Adenauer-Stiftung in Lateinamerika: Geschichte einer langen Zusammenarbeit”. Nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs startete in Deutschland eine Initiative zur Verbesserung der Bedingungen in politisch geprägten Sektoren Lateinamerikas. Ein Beispiel hierfür sind die christlich-demokratischen Gewerkschaften. Politisch definierte Vereinigungen wurden gegenüber den kommunistischen und sozialistischen Sektoren benachteiligt, da diese Finanzierung und Schutz genossen. Die Säulen des Projekts bildeten die Solidaritätsinitiativen der Konrad-Adenauer-Stiftung.

“Ist eine realistische, aber positive Vision einer Integration Lateinamerikas und des Mercosur möglich?” Dieser Essay bezieht sich auf die Verhandlungen, die den Integrationsprozess innerhalb des Kontinents ausgelöst haben, sowie die Art und Weise, wie die Länder nach besseren Ergebnisse suchen sollen. In diesem Zusammenhang existieren derzeit zwei Visionen. Eine ist idealistischer Natur und beschreibt, wie die Integration aussehen sollte. Die andere ist etwas realistischer geprägt und beschreibt die erreichten Prozesse.

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