KAS COLOMBIA

Veranstaltungsberichte

Angewandte Instrumente für ein “open government” (HAGA) - Workshop DIGO

Am 27. August fand der erste Workshop DIGO im Rahmen der Anwendung des Toolkits HAGA statt; die Veranstaltung wurde im Rahmen der Zusammenarbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung KAS Kolumbien mit den Organisationen “Extituto de Política Abierta” und “Feeling Colombia” für Funktionäre des Bürgermeisteramts Cali und des Gouverneurs-Amtes des Departments Valle durchgeführt.

Am 27. August 2022 fand in Cali der erste Workshop des Moduls “DIGO (Design für open government) im Rahmen des Projekts “Toolkit HAGA- Angewandte Instrumente für open government” statt; Teilnehmer waren Funktionäre des Bürgermeisteramts Cali und des Gouverneurs-Amtes des Departments Valle. Mit der Veranstaltung sollten die Prozesse für mehr Transparenz in der Verwaltung (open government) und öffentliche Innovation gefördert werden, und zwar durch Instrumente wie design thinking bei der Suche nach innovativen Lösungen für Probleme der öffentlichen Agenda.

Mit dem “Werkzeugkasten” HAGA sollen öffentlichen Einrichtungen, Lokalverwaltungen und regionalen Regierungen die notwendigen Instrumente an die Hand gegeben werden, um im Bereich open government tätig zu werden und die Innovation im öffentlichen Sektor voranzutreiben. In diesem ersten Workshop des Moduls DIGO sollen Instrumente zur Verbesserung der Kapazitäten öffentlicher Funktionäre vermittelt werden, die für Kommunikation im Bürgermeisteramt von Cali und im Gouverneurs-Amt des Departments Valle zuständig sind. Die Strategien wurden von Grafik- und Industriedesignern im Rahmen der Wertekette des open government entwickelt.

Der Workshop wurde von der Consulting-Firma „Feeling Colombia“ geleitet, die mehrere Experten für Desing Thinking in der öffentlichen Innovation beschäftigt und Methoden anwendet, die auf den Entwurf von Projekten für mehr Nachhaltigkeit in den Kommunen ausgerichtet sind. Der Direktor von „Feeling Colombia“, Javier Artega erklärte die Methodik des Workshops und betonte wie wichtig das Konzept des open government sei, nicht nur bei der Veröffentlichung von Daten öffentlicher Institutionen und die Entwicklung von Kommunikationstechnologien, sondern auch in den Sektoren, die sie entwickeln und bezüglich ihrer Auswirkungen auf soziale Dynamiken bestimmter Bevölkerungsgruppen.

Weiterhin betonte Artega die Notwendigkeit, die Wertekette des open government unter dem Gesichtspunkt des Entwurfes öffentlicher politischer Strategien zu betrachten, weil mit den Forschungsmethoden mit denen eine Basis für diese Strategien geschaffen werde, nicht genügend Informationen gesammelt werden könnten bzw. nicht die wirklichen Bedürfnisse der Bevölkerung widergespiegelt werden. Daher empfahl er Forschungsmethoden mit teilnehmender Beobachtung und eine schrittweise Eliminierung von Techniken wie Umfragen, um neutralere Daten ohne persönliche Vorurteile in Realzeit sammeln zu können, die es erlauben, das grafisches und industrielle Design für die entsprechenden politischen Strategien zu mehr Transparenz in einem open government korrekt zu entwickeln.

Zu Beginn des Workshops erläuterte die Beraterin von „Feeling Colombia“ und Expertin für Design Thinking, Alejandra Burbano das Format "Mi Boro", das darauf abzielt, eine retrospektive Übung mit den Instrumenten und Fähigkeiten jedes Teilnehmers durchzuführen, damit er durch seine Arbeit in seinem Umfeld etwas bewirken kann. In Gruppenarbeit wurde an hypothetischen Situationen gearbeitet und die Perspektiven der Teilnehmer sowie ihren möglichen Einfluss auf die Ergebnisse zur Lösung der gestellten Probleme gegenübergestellt. Zur Veranschaulichung setzte das Feeling-Team künstliche Intelligenz ein, um die Wahrnehmungen der einzelnen Gruppen in Bilder umzusetzen. Am Ende wurde anhand dieser Ergebnisse erklärt, wie die möglichen Lösungen in einem realen Szenario vermittelt werden könnten, durch einen effizienten Einsatz der Möglichkeiten eines open government durch die lokale Verwaltung.

Mit der folgenden Übung sollten in Teamwork Kapazitäten und Lösungsvorschläge für hypothetische Probleme identifiziert werden, mit Hilfe eines didaktischen Formats zum Entwurf einer Strategie mit kreativen Lösungen (gemäß den Kapazitäten ihrer jeweiligen Institutionen) für die Probleme eines open government und seine Umsetzung im Department Valle del Cauca. 

Nach der Präsentation der Ergebnisse der Gruppenarbeit und zum Abschluss der Veranstaltung dankte die Koordinatorin für politische Innovation des „Extituto de política abierta“, Aluna Serrano der Konrad-Adenauer-Stiftung und „Feeling Colombia“ für die Koordinierung der Veranstaltung und den Teilnehmern für ihre Bereitschaft, an dem Workshop teilzunehmen. Sie forderte die Beamten auf, sich die anderen im HAGA-Toolkit verfügbaren Methoden anzusehen, da sie die traditionelle Vorstellung eines open government verändern und es ermöglichen, die Bedürfnisse der Bevölkerung mit effektiven Kommunikationsstrategien in Einklang zu bringen.  

 

Kontakt

María Francisca Cepeda

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