Geopolitische Spannungen, zunehmende Konkurrenz auf den Weltmärkten und mangelnde Reform- und Innovationsfähigkeit sind für eine offene Volkswirtschaft wie die deutsche besonders herausfordernd. Um diese Herausforderungen anzunehmen und dabei gleichzeitig die Vorzüge der Sozialen Marktwirtschaft zu stärken, braucht es neue Ideen und Konzepte. Bei der Suche nach wirtschaftspolitischen Reformansätzen kommt es vor allem auf die Schnittstellen von empirischer Forschung und wissenschaftsbasierter Politikberatung an. Kaum jemand in Deutschland kennt sich an diesen Schnittstellen so gut aus wie der bekennende „Zahlenmensch“ Christoph M. Schmidt. Ein ganzes Jahr lang hat er die Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung bereichert, gefördert und zu innovativen Strategie- und Denkansätzen ermutigt.
Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph M. Schmidt ist seit Juli 2026 Präsident der Leibniz-Gemeinschaft und zugleich Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik und Angewandte Ökonometrie an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Zu seiner Zeit als KAS-Fellow 2025 war er Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen. Außerdem war und ist er Mitglied in zahlreichen Gremien: Unter anderem war er von 2009 bis 2020 Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, in den Jahren 2013 bis 2020 als dessen Vorsitzender. Von 2024 bis 2026 war er Mitglied der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI). In seiner mehrfach ausgezeichneten Arbeit beschäftigt sich Christoph M. Schmidt insbesondere mit Fragen der Energie-, Gesundheits- und Arbeitsmarktökonomik und engagiert sich an der Schnittstelle von Forschung und wissenschaftsbasierter Politikberatung.
Der jetzt vorliegende Bericht dokumentiert das außerordentlich vielfältige und spannende Jahr mit Christoph M. Schmidt als KAS-Fellow 2025. Er zeigt, in welchem Ausmaß die Ökonomie Beiträge zu zentralen gesellschaftlichen und politischen Fragen leisten kann – etwa indem sie wissenschaftsgestützte Lösungsansätze in der Arbeitsmarkt-, Gesundheits- und Energiepolitik formuliert. Er zeigt aber auch, dass die Wirtschaftswissenschaften noch in anderer Hinsicht für die politische Bildung relevant sind: Wirtschaftswissenschaftliche Perspektiven zeigen den Menschen als soziales Wesen, verweisen auf die Notwendigkeit von Kompromissen und betonen die Rolle von Vertrauen und Verlässlichkeit in der Politik.
Themen
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