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Politik des Zufalls: Der Harak konfrontiert seine "Bevölkerung"

Die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Amerikanische Universität zu Beirut, Issam Fares Institute, haben gemeinsam eine Studie unter dem Titel: „Politik des Zufalls: Der Harak konfrontiert seine ‚Bevölkerung‘“, verfasst von Carole Kerbage, veröffentlicht. Der Beitrag versucht, die Dynamik der Demonstration in Bezug auf die verschiedenen sozialen Gruppen während der Abfallkrise im Sommer 2015 zu analysieren.

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Wenige Wochen nach der Schließung der überfüllten Naameh-Mülldeponie und dem Aufschütten von Müll entlang den Straßen von Beirut und Mount-Lebanon, erschütterte eine Welle von Protesten den Libanon im August 2015. Eine Gruppe von Aktivisten der Zivilgesellschaft startete die Kampagne "You Stink", mit dem Ziel, die Müllkrise zu politisieren und sie mit der Korruption der Behörden zu verknüpfen. Nach dem 19. August wandelte sich die Kampagne allmählich in Volksproteste, die über die Forderung nach einer Lösung für die Müllkrise hinausgingen und breitere Beschwerden, wie Arbeitslosigkeit, Prekarität der Lebensgrundlagen und die Kommodifizierung öffentlicher Dienstleistungen zum Ausdruck brachten. Dieser so genannte Harak transzendierte zu jener Zeit die vorherrschende traditionel sektiererische Politik und erreichte mit seiner Adressierung von über Sektengrenzen hinausgehenden alltäglichen Problemen, eine Massenmobilisierung, die der Libanon seit dem Ende des Bürgerkrieges 1990 nicht mehr gesehen hat.

Die Analyse der Konfliktdynamik in Bezug auf die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen konzentriert sich insbesondere auf Menschen, die sich zum ersten Mal während des Harak den Protestplätzen anschlossen.

Die Studie ist in englischer und arabischer Sprache verfügbar.

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Kontakt

Dr. Malte Gaier

Dr

Leiter des Auslandsbüros Tunesien

malte.gaier@kas.de +216 - 70 01 8080 +216 - 70 018 099

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