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IMAGO / Christian Ohde

Mexiko 2026: Unsicherheit im nordamerikanischen Freihandel, neue Chancen mit Europa?

Zwei Jahre Präsidentin Claudia Sheinbaum

Mexikos Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum verfügt nach knapp zwei Jahren im Amt weiterhin über hohe Zustimmungswerte, während ihre Regierungspartei MORENA die politische Landschaft des Landes dominiert. Die Opposition wirkt blass und unorganisiert. Der unter Sheinbaums Vorgänger López Obrador (AMLO) begonnene Umbau staatlicher Institutionen schreitet voran. Die kritisierte Justizreform sowie geschwächte institutionelle Gegengewichte werfen erhebliche Zweifel an der Entwicklung von Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung in Mexiko auf. Auch die organisierte Kriminalität bleibt trotz erster sicherheitspolitischer Verbesserungen eine zentrale Herausforderung. Gleichzeitig wächst die Unsicherheit über Mexikos wirtschaftliche Zukunft, nachdem die USA als wichtigster Handelspartner des Landes im Juli 2026 eine langfristige Verlängerung des T-MEC verweigerten. Dies wiederum eröffnet im Rahmen der Diversifizierung internationaler Wirtschaftsbeziehungen und des modernisierten Globalabkommen (MGA) zwischen Mexiko und der EU Chancen, die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen auszubauen.

Offene und menschenzentrierte Justiz: Konzepte und vielversprechende Ansätze.

Erfahrungen und Handlungsansätze, um Justizsysteme näher an den Menschen auszurichten und ihre Legitimität zu stärken.

Diese Publikation dokumentiert, was Justizinstitutionen, zivilgesellschaftliche Organisationen und die Wissenschaft bereits unternehmen, um die Justizsysteme näher an die Menschen heranzuführen. Ausgangspunkt ist eine unbequeme Zahl: Im Jahr 2024 lag das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Justiz in Lateinamerika im Durchschnitt bei lediglich 28 Prozent. Dieses Legitimationsdefizit ist nicht ohne Folgen geblieben, denn es diente als Rechtfertigung für Reformen, die die richterliche Unabhängigkeit schwächen.

Kann Fußball dabei helfen, Demokratie besser zu verstehen?

Im Rahmen der Initiative KAScaritas por la Democracia und vor dem Hintergrund der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 präsentieren wir die Publikation „Eine Analyse darüber, wie sportliche und demokratische Phänomene erlebt werden“.

Wahlrechtsreformen als Scheideweg: Zwischen der Stärkung und dem Abbau der Demokratie

Analyse internationaler Standards und demokratischer Prinzipien, die Wahlrechtsreformen leiten sollten – mit besonderem Fokus auf Mexiko.

IMAGO / Zoonar

Kuba vor dem Umbruch?

Humanitäre Krise, Druck der USA und die Zukunft des kubanischen Regimes

Kuba befindet sich an einem historischen Wendepunkt. Die sozialistische Wirtschaftsordnung der Linksdiktatur ist heute so dysfunktional wie nie zuvor und nach dem weitgehenden Wegfall ihrer externen Unterstützung aus Venezuela kaum noch überlebensfähig. Zugleich erreicht die humanitäre Krise ein bislang unbekanntes Ausmaß, während der Druck der USA auf das Regime stetig zunimmt. Während Washington auf einen politischen Wandel auf der Insel hinarbeitet, kämpft ein Großteil der kubanischen Bevölkerung um das tägliche Überleben. Ob das Regime dem wachsenden inneren und äußeren Druck weiterhin standhalten kann oder Kuba vor einem grundlegenden politischen Wandel steht, dürfte zu einer der entscheidenden Fragen der kommenden Monate werden.

Reformieren, um zu dominieren: Der Streit um die Wahldemokratie in Mexiko

Diese Sammelpublikation bietet eine kritische Lektüre der vom Bundesexekutivorgan der im März 2026 vom Bundesexekutivorgan angestoßenen Wahlrechtsreform. Obwohl die Reforminitiative mangels qualifizierter Mehrheit im Kongress scheiterte, vertreten die Autoren die Auffassung, dass ihre Implikationen eine eingehende Prüfung verdienen, da sie sich in eine Debatte über das institutionelle Design des Wahlsystems einfügt, die seit 2022 auf der politischen Agenda steht.

Justizwahlen 2025: Eine kritische Bilanz

Elecciones Judiciales 2025: Balance Crítico ofrece un análisis riguroso e interdisciplinario sobre la primera elección judicial en México, sus principales irregularidades, riesgos institucionales y áreas de mejora, con el fin de contribuir al fortalecimiento del Estado de derecho, la independencia judicial y la confianza pública.

Vorschläge zur Verbesserung der Richterwahlen in Mexiko

Vorschläge zur Verbesserung der Richterwahlen in Mexiko bietet eine kritische Analyse der ersten bundesweiten Richterwahlen im Land und legt eine Reihe von Empfehlungen vor, die darauf abzielen, künftige Verfahren zu stärken und zu einer verlässlicheren, unparteiischeren und bürgernäheren Justiz beizutragen.

IMAGO / Anadolu Agency

Mexiko nach dem Schlag gegen „El Mencho“: Sicherheitslage, WM-Risiken und Handelsperspektiven

Im Februar 2026 gelingt es mexikanischen Streitkräften, Nemesio Oseguera Cervantes („El Mencho“), den Anführer des mächtigsten Kartells des Landes, festzunehmen und auszuschalten. Unmittelbar darauf folgen koordinierte Vergeltungs- und Machtdemonstrationen: Straßensperren, Brandanschläge und bewaffnete Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und Kartellmitgliedern, die rund 60 Todesopfer fordern. Mexikos prekäre Sicherheitslage rückt damit vorübergehend erneut in den Fokus internationaler Aufmerksamkeit. Die Regierung bemüht sich, rasch Stabilität herzustellen - nicht zuletzt mit Blick auf die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Eine anhaltende Eskalation würde die bereits aufgekommene Debatte über mögliche Spielortverlagerungen weiter anheizen. Zugleich stärkt die Operation die Position der mexikanischen Regierung gegenüber den USA. Die Ausschaltung eines weltweit gesuchten Kartellführers soll Washington Mexikos sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit demonstrieren und Argumente für eine US-Intervention entkräften. Mit Blick auf die anstehende Neuverhandlung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens T-MEC  ist dies von erheblicher Bedeutung, da der T-MEC Mexikos wirtschaftliche Lebensader bleibt. Für deutsche und europäische Unternehmen sind die Aussichten in 2026 in Mexiko grundsätzlich positiv, vor allem wegen der geplanten Modernisierung des EU–Mexiko-Globalabkommens. Kurzfristig erhöht die Gewalt zwar die Unsicherheit, doch eine erneute landesweite Eskalation gilt als unwahrscheinlich. Stärkt die Operation Mexikos Position in den T-MEC-Verhandlungen, wäre dies für in Mexiko ansässige deutsche und europäische Unternehmen vorteilhaft.

Deutscher Journalistenpreis Walter Reuter:

Ein Vermächtnis für die Meinungsfreiheit

Anthologie des Deutschen Journalistenpreises Walter Reuter (2017-2024), die Reportagen, Fotografien, Dokumentarfilme und investigative Recherchen über das jüngere Mexiko versammelt: strukturelle Korruption, Gewalt gegen die Presse, Ungleichheit, Migration, Umweltkrisen und zivilgesellschaftlichen Widerstand. Inspiriert vom Vermächtnis Walter Reuters und getragen von Organisationen der deutschen Zusammenarbeit in Mexiko, würdigt die Publikation die Vielfalt von Stimmen und Formaten und unterstreicht Qualitätsjournalismus als Grundpfeiler einer demokratischen Öffentlichkeit.

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Länderberichte

Politische Kurzberichte der KAS-Auslandsbüros

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 110 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den "Länderberichten" bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.

Veranstaltungsberichte

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.

Corona Blog – Demokratie

Jede Woche analysiert das Team der KAS Mexiko die wichtigsten Ereignisse rund um COVID-19 und die Demokratie in Mexiko, und beschreibt in kurzen Blogbeiträgen wie sich diese auf die Exekutive, die Legislative und die Justiz sowie auf die politischen Parteien, die Regierungen der Bundesstaaten und Kommunen, die Wirtschaft, die internationalen Beziehungen und die Medien auswirken. Die wöchentlichen Beiträge erscheinen auf Spanisch.

KAS Paper

Im Jahr 2016 führte die KAS Mexiko die Reihe KAS Papers ein. Es handelt sich um politische Analysen, die auf Expertendiskussionen basieren und deren Beiträge sich mit politischen, rechtlichen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Fragen in Mexiko befassen. Ihr Ziel ist es, Themen von nationaler Bedeutung zu identifizieren und Empfehlungen für wichtige Entscheidungsträger vorzulegen.

Die Beiträge dieser Reihe richten sich an öffentliche und private Organisationen, die an sozial-, wirtschafts- und umweltpolitischen Fragen interessiert sind. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Beiträge in den jeweiligen Themenbereichen aktiv genutzt werden.

Die in den Kas-Papers veröffentlichten Kommentare und Ansichten geben die Ansichten der jeweiligen Autoren wieder und stimmen nicht notwendigerweise mit den Ansichten der Konrad-Adenauer-Stiftung überein.

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