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Mexiko rückt im Demokratieindex vor

Mit einer um rund zehn Prozent verbesserten „Punktausbeute“ verbesserte sich Mexiko im Demokratieranking Lateinamerika – dem IDD-Lat 2008 – gegenüber dem Vorjahr vom sechsten auf den fünften Rang. Davor liegen Costa Rica, Chile, Uruguay und Panama. Damit gehört das Land zur Gruppe mit einem mittleren demokratischen Entwicklungsniveau, liegt aber über dem kontinentalen Durchschnitt.

Bei der Vorstellung des Index sagte dessen Urheber, Jorge Arias vom argentinischen polilat.com jetzt vor Journalisten in der mexikanischen Hauptstadt: „Mexiko setzt seinen Aufstieg mit Blick auf eine institutionelle und politische Verbesserung fort.“ Das Land habe die gute internationale Wirtschaftskonjunktur vor der aktuellen Krise gut genutzt, auch wenn historische Probleme wie die soziale Ungleichheit – wenn auch rückläufig – fortbestünden. So hätten sich der Bruttoinlandsprodukt pro Kopf ebenso verbessert wie die Bewertung wirtschaftlicher Freiheiten, die Einkommensungleichheiten und die Staatsverschuldung.

Sorgen machten allerdings ein Klima der Unsicherheit und Gewalt in bestimmten Regionen Mexikos. Gleichwohl seien der Kampf gegen die organisierte Kriminalität und die Drogenmafia ebenso unvermeidlich wie der gegen häusliche Gewalt. Mit Drogen und Unsicherheit gebe es keine demokratische Entwicklung, so Arias.

Mexiko, so der Experte, habe die „demokratischen Anomalien“, die aus der Nachwahlkrise 2006 und der institutionellen Krise im Bundesstaat Oaxaca erwachsen seien, gut gemeistert. Die genauen Daten des Demokratieindex 2008 finden sich unter www.idd-lat.org.