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Map of the Month

Die KAS-Karte des Monats

Publikationen

Ausstehende Beiträge der WTO-Mitglieder zum WTO-Haushalt 2025

Karte des Monats Juni 2026

Im Mai 2026 veröffentlichte die WTO einen deklassifizierten Bericht über die ausstehenden Beiträge der Mitglieder zum 31. Dezember 2025 für den Jahreshaushalt 2025 (204,9 Millionen CHF). Zu diesem Zeitpunkt wiesen 59 Mitglieder (39 % der WTO-Mitglieder) ausstehende Beiträge in Höhe von insgesamt 41,3 Millionen CHF (20,2 % des Jahreshaushalts der WTO) auf. Dies ist sowohl die höchste Anzahl an Mitgliedern als auch der höchste Betrag der letzten 10 Jahre. Die Höhe der ausstehenden Beiträge reicht von 1 CHF für Oman bis zu 22 Millionen CHF für die Vereinigten Staaten.

Zentrale Abstimmungen während der 79. Weltgesundheitsversammlung

Map of the Month 06/2026

Unter dem Motto „Die globale Gesundheit neu gestalten: eine gemeinsame Verantwortung“ fand vom 18. bis 23. Mai 2026 in Genf die 79. Weltgesundheitsversammlung (WHA) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) statt. In den letzten Jahren hat die Weltgesundheitsversammlung einen stetigen Anstieg politisch sensibler Tagesordnungspunkte verzeichnet, begleitet von einer wachsenden Bereitschaft, vom Konsensprinzip abzurücken und stattdessen formelle Abstimmungen durchzuführen. In diesem Jahr erreichte die Zahl der aufgezeichneten Abstimmungen erneut den im Vorjahr aufgestellten Rekordwert von zehn.

Elektroschrott & grenzüberschreitende Verbringungen: Zentrales Thema im Vorfeld der Genfer Gespräche

Map of the Month 05/2026

Die offene Arbeitsgruppe des Basler Übereinkommens wird vom 23. bis 26. Juni in Genf tagen. Diese Übereinkommen ist das wichtigste multilaterale Abkommen über die grenzüberschreitende Verbringung gefährlicher Abfälle, einschließlich Elektroschrott. Es verpflichtet die Ausfuhrländer vor jeder Verbringung die Einfuhr- und Durchfuhrstaaten zu benachrichtigen und deren vorherige schriftliche Zustimmung einzuholen. Jede Verbringung, die dieses Verfahren umgeht, stellt illegalen Handel dar. Nicht bindende technische Leitlinien helfen den Ländern, insbesondere den Entwicklungsländern, dabei, die Regeln des Übereinkommens in der Praxis anzuwenden. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt ist die Aktualisierung der technischen Leitlinien für grenzüberschreitende Verbringungen von Elektroschrott und gebrauchten Elektrogeräten, anhand derer bestimmt wird, ob eine Verbringung unter die Kontrollen des Übereinkommens fällt. Das weltweite Aufkommen an Elektroschrott hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt und ist von 34 Milliarden kg im Jahr 2010 auf 62 Milliarden kg im Jahr 2022 gestiegen, was auf die rasante Digitalisierung des Alltags zurückzuführen ist. Elektroschrott enthält wertvolle, wiederverwertbare Materialien, aber auch gefährliche Stoffe, die eine sorgfältige Handhabung erfordern. Rund 5,1 Milliarden kg Elektroschrott werden jedes Jahr grenzüberschreitend transportiert, was vor allem auf wirtschaftliche Anreize und Regulierungslücken zurückzuführen ist. 65 % dieser Ströme (rund 3,3 Milliarden kg) werden über unkontrollierte und undokumentierte Kanäle transportiert, was schwerwiegende Folgen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt in den Empfängerländern zur Folge hat.

Karte des Monats, Mai 2026

Elektroschrott und grenzüberschreitende Verbringungen: Zentrales Thema im Vorfeld der Genfer GesprächezumBasler Übereinkommen

Die offene Arbeitsgruppe des Basler Übereinkommens wird vom 23. bis 26. Juni in Genf tagen. Diese Übereinkommen ist das wichtigste multilaterale Abkommen über die grenzüberschreitende Verbringung gefährlicher Abfälle, einschließlich Elektroschrott. Es verpflichtet die Ausfuhrländer vor jeder Verbringung die Einfuhr- und Durchfuhrstaaten zu benachrichtigen und deren vorherige schriftliche Zustimmung einzuholen. Jede Verbringung, die dieses Verfahren umgeht, stellt illegalen Handel dar. Nicht bindende technische Leitlinien helfen den Ländern, insbesondere den Entwicklungsländern, dabei, die Regeln des Übereinkommens in der Praxis anzuwenden.

Ergebnis der MK14: Unterzeichner des plurilateralen WTO-Abkommens über den elektronischen Handel

Map of the Month 04/2026

Die 14. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) (MK14) fand vom 26. bis 29. März in Yaoundé, Kamerun, statt. 66 WTO-Mitglieder (mit der Europäischen Union als 67. Mitglied), die rund 70 % des Welthandels abdecken, gaben hier bekannt, dass sie ein plurilaterales E-Commerce-Abkommen vorläufig angenommen haben. Die teilnehmenden Staaten verpflichten sich zu einem dauerhaften Verbot von Zöllen auf elektronische Übertragungen, um ein offenes Umfeld für den digitalen Handel zu fördern. Dies wird das E-Commerce-Moratorium, das am 31. März auslief und auf der MK14 nicht verlängert wurde, nicht vollständig ersetzen. Die Verhandlungen über das Moratorium werden auf der nächsten Sitzung des Allgemeinen Rats der WTO, welcher für Mai angesetzt ist, wieder aufgenommen. Der Verdienst für dieses Abkommen gebührt den drei Initiatoren: Australien, Japan und Singapur. Durch bessere Koordinierung können mittelgroße Länder dazu beitragen, die Zukunft des Handels untereinander mitzugestalten. Das E-Commerce-Abkommen tritt für diejenigen Mitgliedsstaaten, welche es angenommen haben, 30 Tage nach Hinterlegung der Annahmeurkunden durch mindestens 45 Mitglieder in Kraft. Parallel dazu werden diese Mitglieder weiterhin auf die Einbindung des Abkommens in den Rechtsrahmen der WTO hinarbeiten und alle WTO-Mitglieder dazu anhalten und ermutigen, dem E-Commerce-Abkommen beizutreten.

Abstimmung über Resolution der UN-Generalversammlung zur UN80-Initiative (Arbeitsbereich 2 zu UN-Mandaten)

Map of the Month 04/2026

Am 31. März 2026 stimmte die Generalver-sammlung der Vereinten Nationen (UNGA) im Rahmen der Reforminitiative „UN80“ über eine Resolution ab. Die im März 2025 ins Leben gerufene Initiative zielt auf die Verbesserung der Effizienz und Wirksamkeit der Vereinten Nationen ab, auch um die Bedeutung des Multilateralismus in einer Zeit zu unterstreichen, in welcher dieser enormem Druck ausgesetzt ist. Die „UN80“-Initiative umfasst drei Arbeitsbereiche: Der erste konzentriert sich auf die Verbesserung der internen Effizienz im UN-Sekretariat, was im vergangenen Jahr zu tiefen Budgetkürzungen und einem Personalabbau von fast 19 Prozent führte. Der zweite befasst sich mit der Überprüfung von rund 40.000 Mandaten, welche die Mitgliedstaaten seit 1946 geschaffen haben, um Doppelungen, Überschneidungen oder Redundanzen aufzudecken. Der dritte behandelt mehr als 80 Vorschläge für eine Strukturreform der gesamten UN-Architektur. Die am 31. März verabschiedete Resolution ist das wichtigste Ergebnisdokument des zweiten Arbeitsbereichs zur Mandatsüberprüfung. Sie legt Prinzipien für eine strukturiertere Herangehensweise für den gesamten Lebenszyklus von UN-Mandaten fest, d.h. von ihrer Schaffung über ihre Umsetzung bis hin zu ihrer Überprüfung. Darüber hinaus fordert sie den UN-Generalsekretär auf, digitale Instrumente zu entwickeln, welche die Mitgliedstaaten bei dieser Aufgabe unterstützen. Zudem richtet sie eine formelle Ad-hoc-Arbeitsgruppe zur Überprüfung der Mandatsumsetzung ein. Eine große Mehrheit von 168 Staaten stimmte für die Resolution, nur 4 dagegen (Belarus, Honduras, Nordkorea und Russland) und 21 enthielten sich, nachdem Russland eine Abstimmung beantragt hatte.

Zentrale Ergebnisse des 61. UN-Menschenrechtsrats

Map of the Month 04/2026

Während der 61. Sitzung des UN-Menschenrechtsrates, welcher vom 23. Februar bis 31. März 2026 in Genf tagte, wurden insgesamt 38 Texte verabschiedet, 28 von ihnen (81% im Konsens). 25 der Resolutionen waren thematischer Natur und 12 hatten eine länderspezifische Ausrichtung. Ein Schwerpunkt der Frühjahrstagung war der anhaltende Konflikt im Nahen und Mittleren Osten. Am 28. Februar hielt der Rat auf Anfrage Bahrains im Namen des Golf-Kooperationsrats (GCC) und Jordaniens eine Dringlichkeitsdebatte, bei welcher er einstimmig eine Resolution verabschiedete, welche u.a. den Iran auffordert, „alle unprovozierten Angriffe, Drohungen und Provokationen“ gegen Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien „unverzüglich und bedingungslos einzustellen“. Auch der Iran, gemeinsam mit China und Kuba beantragte eine Dringlichkeitsdebatte, welche am 27. März abgehalten wurde und den Luftangriff auf die Shajareh-Tayyebeh-Mädchenschule in Minab (Iran) als "schwerwiegenden Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht und die internationalen Menschenrechte" thematisierte. Zu den Länderresolutionen, welche abgestimmt wurden, zählten u.a. die Mandatsverlängerungen für die Ukraine, den Südsudan oder Belarus, welche in den Karten des Monats veranschaulicht sind. Eine neue Initiative der 61. Sitzung war eine im Konsens angenommene Resolution zu den Menschenrechten von Wohnungslosen, wobei die Staaten aufgefordert wurden, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um Gesetze zur Kriminalisierung von Obdachlosigkeit abzuschaffen und national angemessene Sozialschutzsysteme und -maßnahmen für alle umzusetzen und zu stärken. Zahlreiche Resolutionen nahmen erneut Bezug zur Liquiditätskrise der Vereinten Nationen. Anlässlich des 20. Jubiläums des UN-Menschenrechtsrats erklärten 81 Staaten zudem in einer gemeinsamen Stellungnahme ihre Entschlossenheit sich für eine angemessene und verlässliche Finanzierung des gesamten Menschenrechtsbereichs, einschließlich der Vertragsorgane, einzusetzen. 

Beschlussentwürfe zu E-Commerce im Vorfeld der 14. WTO-Ministerkonferenz

Map of the Month 03/2026

Die 14. WTO-Ministerkonferenz (MK14) findet vom 26. bis 29. März in Yaoundé, Kamerun, statt. Im Jahr 2024 einigten sich die Mitglieder darauf, die „Praxis der Nichtanwendung“ von Zöllen auf elektronische Übertragungen bis zur MK14 oder bis zum 31. März 2026 (je nachdem, was zuerst eintritt) zu verlängern; dann läuft sie aus. Das sogenannte E-Commerce-Moratorium besteht seit 1998, doch dessen Verlängerung ist zunehmend umstritten. Angesichts der Bedeutung des digitalen Handels wünschen sich die meisten Mitglieder mehr Vorhersehbarkeit in der digitalen Wirtschaft. Basierend auf Entwürfen für Ministererklärungen und Eingaben an den Allgemeinen Rat der WTO, befürworten 139 Mitglieder eine Verlängerung des Moratoriums bis zur nächsten Ministerkonferenz und 19 Mitglieder sprechen sich sogar für ein permanentes Moratorium aus.

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Über diese Reihe

Die "Map of the Month", eine neue Reihe des Multilateralen Dialogs Genf der Konrad-Adenauer-Stiftung, illustriert im Monatsrhythmus mit Hilfe von Karten globale Trends und die Rolle Deutschlands und Europas in der Welt.
Andrea Ellen Ostheimer
Andrea Ostheimer
Leiterin des Multilateralen Dialogs Genf
andrea.ostheimer@kas.de +41 79 318 9841