Veranstaltungsberichte

'Das Nächste Kapitel MV ' im Bibelzentrum Barth

von Silke Bremer
Workshop 'Das Nächste Kapitel'

Es war ein überaus interessantes und intensives Wochenende!

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projektes ‚Das Nächste Kapitel’ M-V widmeten sich im Ihrem III. Workshop im Bibelzentrum Barth zwei weiteren Themengebieten.

Am 1. Seminartag ging es um Umweltverhalten und Umweltbewusstsein, wie sich dieses entwickeln lässt, welche 5- / 10- / 15– Jahres Umweltszenarien sich unter verschiedenen Bedingungen etwa mit zu-/abnehmenden Staatseingriffe ergeben. Gunnar Hennings, wissenschaftlicher Referent der CDU-Landtagsfraktion M-V für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz informierte umfassend und erläuterte Maßnahmen und Rahmenbedingungen zur Förderung von Umweltverträglichkeit. Vor diesem Hintergrund wurden allgemeine und regionale Lösungsvorschläge und Handlungsempfehlungen entwickelt und kontrovers diskutiert.

Der 2. Workshoptag stellte die demographische Entwicklung in den Mittelpunkt. Dr. Richter vom Unabhängigen Centrum für empirische Markt- und Sozialzentrum Rostock überbrachte mit seinen Prognosen über die weitere Bevölkerungsentwicklung M-V leider keine guten Nachrichten. Dr. Alexander Badrow, Oberbürgermeister der Hansestadt Stralsund, stellte diesem negativen Trend positive Impulse entgegen: innovatives, optimistisches, geschicktes, mutiges kommunalpolitisches Handeln könne sehr viel für eine gute solide Stadtentwicklung erreichen. Die Situation in strukturschwachen ländlichen Gebieten sei aber deutlich schwieriger. In der sich anschließende Diskussion ging es um zwei Fragen: Wie lassen sich ländliche Räume entwickeln und regionale Identitäten stärken? Als herausragend wurden die Förderung von Familienfreundlichkeit, Schaffung von Arbeitsplätzen, Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit der Kommunen durch Schuldenabbau angesehen. Der Begriff der Regionalen Identität wurde mit Heimatbewusstsein, Stolz, Tradition, Individualisierungsmerkmale verbunden. Sie zu fördern sei überaus wichtig; dieses könne erreicht werden etwa durch eine Bewahrung regionaler Dialekte, durch Berücksichtigung historischer Aspekte bei politischen Entscheidungen, durch einen Heimatbezug im Geschichtsunterricht.