Ziel der Schulung war es, Journalistinnen und Journalisten sowie Redakteurinnen und Redakteuren konkrete Leitlinien für den verantwortungsvollen Einsatz von generativer und anderer KI-Technologien in redaktionellen Prozessen zu vermitteln. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Bedeutung der Inhaltsverifikation, die entscheidend für die Aufrechterhaltung des Vertrauens der Öffentlichkeit ist.
Während der drei Arbeitstage arbeiteten die Teilnehmenden gemeinsam mit dem Dozenten Aleksandar Manasiev in einer interaktiven Atmosphäre, geprägt von praktischen Übungen, Analysen realer Beispiele und offenen Diskussionen.
Besonderes Augenmerk galt den ethischen und rechtlichen Herausforderungen im Umgang mit generativer KI, den Methoden zur Überprüfung visueller Inhalte und zur Erkennung von Deepfakes sowie der Entwicklung interner redaktioneller Richtlinien für eine transparente Nutzung von KI. Darüber hinaus wurden Strategien zum Schutz vor koordinierten digitalen Angriffen, die durch KI ausgelöst werden können, sowie Mechanismen für juristische und technische Unterstützung für Journalisten erörtert.
Es wurden Erfahrungen und konkrete technische Ansätze zur Überprüfung synthetischer Inhalte ausgetauscht und redaktionelle Kriterien dafür diskutiert, wann Inhalte sofort veröffentlicht werden können und wann zusätzliche Verifikation erforderlich ist. Die Teilnehmer erhielten zudem Empfehlungen zu kostenlosen Tools und Materialien, die sie künftig in ihre redaktionellen Abläufe integrieren können.
Daniel Braun, offizieller Vertreter der KAS, betonte, dass Investitionen in Wissen und praktische Fähigkeiten von Journalistinnen und Journalisten eine Investition in qualitativ hochwertige und verantwortungsvolle Medien darstellen und ein zentraler Beitrag zum Schutz des öffentlichen Interesses im digitalen Zeitalter seien.
Der Präsident der AJM, Mladen Chadikovski, hob hervor, dass alle Journalistinnen und Journalisten mit den technologischen Entwicklungen Schritt halten müssen – mit einem klaren Fokus auf die Bewahrung journalistischer Ethik. Gerade in Zeiten rasanten technologischen Wandels seien praktische Lösungen und klare redaktionelle Verfahren unerlässlich, um Professionalität zu gewährleisten.
Katerina Jakimovska, Senior Project Officer des Wilfried Martens Centre for European Studies in Brüssel, unterstrich, dass die Unterstützung solcher Initiativen Teil eines breiteren europäischen Engagements zur Stärkung der Medienresilienz und zur Angleichung an bewährte internationale Standards sei. Vertrauen werde durch transparente Prozesse und klare Kriterien geschaffen.
Die Veranstaltung war offen für Journalistinnen und Journalisten, Redakteurinnen und Redakteure sowie Medienexpertinnen und -experten, die daran interessiert sind, ihre Fähigkeiten im Umgang mit KI zu verbessern und Standards zu etablieren, die professionelle journalistische Praxis schützen.