Diskussion

Forum Dialog +

Forum Dialog +

Das Forum Dialog + ist der Titel einer Reihe von Debatten über aktuelle Probleme und Herausforderungen in der europäischen, polnischen und deutschen Politik, die unter Teilnahme herausragender Experten diskutiert werden.

Details

Wir möchten Sie einladen zur ersten diesjährigen Debatte der Reihe Forum Dialog +. Sie findet statt am 24.02.2020 im Konferenzzentrum in der Zielna-Straße in Warschau und per Live-Streaming überall dort, wo Menschen bereit sind, sich aktiv an der Debatte über den europäischen Lebensstil zu beteiligen.

Aufzeichnungen der einzelnen Debatten sind zu finden auf dem Youtube Kanal Forum Dialog+.

Programm

24.02.2020: Europäischer Lebensstil

Winieta blank 24.02.

Die erste diesjährige Debatte im Forum Dialog+, der Reihe, die insgesamt nun bereits im dritten Jahr in Folge stattfindet, widmet sich einem Thema, das von Ursula von der Leyen angeregt wurde, indem sie in der Europäischen Kommission die Ernennung einer Kommissarin zur Förderung des europäischen Lebensstils vornahm. Dieses Amt wird ausgeübt durch den griechischen Politiker Margaritis Schinas, der auch für Migrationspolitik zuständig ist.

In einem offenen Brief erklärt Ursula von der Leyen hierzu unter anderem, es gehe nun um "unsere EU-Solidarität, Toleranz und Glaubwürdigkeit". Und für Kommissar Schinas sind Wohlstand und öffentliche Gesundheitssysteme, die allen EU-Bürgern zugutekommen, die Grundlagen der europäischen Lebensweise.

Wir werden deshalb diesen schwer zu definierenden Begriff diskutieren und Antworten suchen auf die folgenden Fragen:

  • Was bedeutet der Begriff "europäische Lebensweise/europäisches Lebensmodell"?
  • Ist es überhaupt möglich, einen übergreifenden, einzigen Lebensstil für alle Europäer zu entwickeln?
  • Gibt es gemeinsame Werte, die für alle Europäer gelten?
  • Wie kann die EU ein europäisches Lebensmodell gestalten und schützen?
  • Teilen auch Immigranten den europäischen Lebensstil und wie beeinflussen sie diesen?

 

Die Referenten sind:

Aleksandra Rybińska, Journalistin, Vorstandsmitglied der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, Warschau

Prof. Zdzisław Krasnodębski, Europaabgeordneter (PiS), Philosoph, Soziologe

Roland Freudenstein, Policy Direktor, Wilfried Martens Centre for European Studies, Brüssel

Rafał Grupiński, Sejmabgeordneter der Bürgerplattform (PO)

 

Moderieren wird Marcin Antosiewicz, Journalist, Dozent an der Akademie für Finanzen und Business sowie an der Universität Warschau.

 

Bitte füllen Sie, um teilnehmen zu können, das Anmeldeformular (siehe unter: Formularz zgłoszeniowy) aus.

30.03.2020: Europäische Verteidigungspolitik

Winieta Blank

 

Emmanuel Macron spricht vom "Hirntod" der NATO und beharrt auf dieser Feststellung. Er glaubt, das Nordatlantische Bündnis sollte seine primären Ziele festlegen. Der französische Staatschef möchte mit Russland in einen Dialog eintreten, "um das Risiko eines Konflikts zu verringern".

Donald Trump hält die NATO für "obsolet" und sagt weiter, dass die USA nicht für die europäische Verteidigung zahlen werden. Der amerikanische  Präsident fordert, dass alle Länder ihre Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent des BIP erhöhen. Die New York Times hat wiederholt berichtet, dass Trump ernsthaft erwäge, die NATO zu verlassen und amerikanische Soldaten, Atomwaffen und Raketensysteme aus Europa abzuziehen.

Ursula von der Leyen wiedderum beschreibt die Europäische Kommission, der sie seit Dezember letzten Jahres vorsteht, als "global" und verhehlt nicht, dass sie sich während ihrer fünfjährigen Amtszeit um eine "europäische Souveränität" bemühen wird. Was bedeutet dies für die europäische Verteidigung und die Beziehungen Europas mit Amerika?

Nach dem Brexit verfügt unter den EU-Ländern nur Frankreich über ein Atomwaffenarsenal.

 

Während der Debatte möchten wir folgende Themen diskutieren und Antworten suchen auf die nachstehenden Fragen:

  • Ist Europa in der Lage, sich ohne die Hilfe der USA zu verteidigen?
  • Wie will die EU eine "europäische Souveränität" in der Verteidigungspolitik aufbauen?
  • Sollte die EU ihr Atomwaffenarsenal aufbauen?
  • Wie sieht die Zukunft der NATO und der transatlantischen Zusammenarbeit aus?
  • Sind Russland und China eher Feinde oder Partner für Europa?

Im Rahmen der Online-Debatte werden Politiker und Experten über ihre Vorstellung von einer europäischen Verteidigungspolitik mit uns diskutieren.

 

General Sławomir WOJCIECHOWSKI - Kommandeur des Multinationalen Nordost-Korps der NATO in Stettin, ehemaliger Direktor der Abteilung für Verteidigungsstrategie und -planung des Verteidigungsministeriums

Tomasz SIEMONIAK – stellv. Vorsitzender der Bürgerplattform, ehemaliger Minister für Nationale Verteidigung

Magda VÁŠÁRYOVÁ - Botschafterin der Slowakei in Polen 2000-2005, Gründerin der Slowakische Gesellschaft für Außenpolitik

Dr. Kai-Olaf LANG - Experte der Stiftung Wissenschaft und Politik für Europäische Angelegenheiten, die baltischen Staaten und Mittel- und Osteuropa

Die Debatte wird moderiert von Marcin ANTOSIEWICZ, Journalist, Dozent an der Weichsel-Akademie für Finanzen und Wirtschaft.

24.04.2020: Die Europäische Union und die Krisen

Plakat 24.04.20

 

Die Coronavirus-Pandemie könnte sich als eine historische Herausforderung für das europäische Projekt erweisen. Regierungsvertreter vieler Mitgliedstaaten betonen mittlerweile, dass "wir uns im Krieg befinden". Selbst Großmächte wie die USA und China waren nicht imstande, eine so weitreichende Epidemie zu verhindern. Trotzdem greifen viele europäische Regierungen nun Brüssel an, um so die öffentliche Aufmerksamkeit von ihren eigenen Versäumnissen abzulenken.

Der europäische Binnenmarkt, insbesondere die Freizügigkeit für Arbeitskräfte, Dienstleistungen, Waren und Kapital, stellt ein großer Erfolg dar. Die Geschichte der europäischen Integration hat gezeigt, dass die Union gemeinsam gewinnt und gemeinsam verliert. Was wird nun geschehen? Wird das alte Prinzip greifen, dass die Union sich in Krisen weiterentwickelt?

Die USA geben zwei Billionen Dollar (2000 Milliarden) aus, um die Wirtschaft zu retten. Auch China wird mit riesigen Summen die inländischen Unternehmen fördern. Die Frage ist, ob die europäischen Unternehmer den sich abzeichnenden Wettbewerb mit diesen Regionen nach der Krise werden aufnehmen können.

Folgende Fragen weden wir diskutieren:

  • Wer wird das Coronavirus „politisch überleben“?
  • Kann die EU aus der Coronavirus-Krise gestärkt herausgehen?
  • Sollten die EU-Institutionen die Zuständigkeit für den Bereich des Gesundheitswesens erhalten?

Im Rahmen der Online-Debatte werden Politiker und Experten uns ihre Einschätzungen zur Krise und ihre Vorstellungen, wie wir aus dieser herauskommen können, vorstellen.

 

Die Referenten sind:

Prof. Krzysztof SZCZERSKI, Leiter der Präsidialkanzlei des Präsidenten der Republik Polen

Barbara RICHSTEIN, Vizepräsidentin des Landtags und ehemalige Ministerin für Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg, Mitglied des Rates der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit

Roland FREUDENSTEIN, Programmdirektor des Martens-Zentrums in Brüssel, ehemaliger Direktor des Büros der Konrad-Stiftung Adenauer in Polen

Dr. Lars GUTHEIL, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Aushandelskammer in Polen

 

Die Debatte wird moderiert von Marcin ANTOSIEWICZ, Journalist, Dozent an der Weichsel-Akademie für Finanzen und Wirtschaft.

29.05.2020: Die Welt nach/mit COVID-19: Aufbau und Reformen der europäischen Wirtschaft

Winieta blank 29.05.

 

COVID-19 hat die globale und europäische Wirtschaft geschockt. Politiker und Wirtschaftsexperten sind sich einig, dass die Wirtschaft seitens der durch Corona verursachten Krise tiefer und schwerwiegender beeinträchtigt wird als durch die Finanzkrise vor einem Jahrzehnt. Die Pandemie beeinflusst die Konsumausgaben, die Industrieproduktion, die Lieferketten, Investitionen, Handel und Kapital-bewegungen.

Die europäischen Volkswirtschaften werden in diesem Jahr eine historische Rezession erleben, so die jüngste Prognose der Europäischen Kommission.

Das Bruttoinlandsprodukt Polens wird um 4,3 Prozent und das der EU insgesamt um 7,5 Prozent schrumpfen. Die Arbeitslosenquote wird in der EU voraussichtlich von 6,7 Prozent im Jahr 2019 auf 9 Prozent im Jahr 2020 steigen; erst anschließend könnte sie wieder auf etwa 8 Prozent im Jahr 2021 sinken.

Die Europäische Kommission geht davon aus, dass die Folgen der Krise davon abhängig sein werden, wie sich die Pandemie entwickelt, wie wir auf sichere Art und Weise die Wirtschaftstätigkeiten wieder aufnehmen und damit die Ökonomie beleben können. Von Bedeutung wird dabei auch der politische Wille sein, die Suche nach gemeinsamen Lösungen auf europäischer Ebene anzugehen und damit verbundene Ergebnisse effektiv umzusetzen.

 

Im Rahmen der Online-Debatte werden Politiker und Experten darüber sprechen, wie die Einheit der EU gewahrt und die Europäer von dieser weiterhin überzeugt werden können.

 

Zu den Themen der Diskussion zählen folgende Fragen:

  • Werden der EU-Binnenmarkt und die Eurozone überleben?
  • Wird es der EU gelingen, eine wirtschaftliche Souveränität aufzubauen?
  • Hat das Coronavirus die grüne Transformation begraben?
  • Wie wird sich die Pandemie auf das Verbraucherverhalten auswirken?

 

Die Referenten sind:

Dr. Krzysztof MAZUR, Stellvertretender Minister für Entwicklung

Prof. Elżbieta MĄCZYŃSKA-ZIEMACKA, Präsident der Polnischen Wirtschaftsvereinigung (PTE)

Prof. Dr. Gabriel FELBERMAYR, Direktor des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, Experte für Welthandel, europäische Integration und internationale Klimapolitik

Janusz WOJCIECHOWSKI, Europäischer Kommissar für Landwirtschaft

 

Die Debatte wird moderiert von Marcin ANTOSIEWICZ, Journalist, Dozent an der Weichsel-Akademie für Finanzen und Wirtschaft.

03.07.2020: Die Welt nach/mit COVID-19: Wie wird unsere neue Normalität aussehen?

Winieta Blank 3.07.20

Die Welt hat noch nie drei Monate stillgestanden. Niemand in der heutigen Generation hat je zuvor eine Virus-Pandemie erlebt, die eine Gesundheitskrise schnell in eine Wirtschaftskrise verwandelt hat. Momentan wissen wir nur mit Gewissheit, dass COVID-19 eine wichtige Zäsur im Leben aller heute lebenden Menschen sein wird.

Die wichtigsten Fragen lauten daher: Hat die Epidemie uns verändert? Wenn ja, wie hat sie uns verändert? Welche langfristigen Auswirkungen wird sie auf unseren Lebensstil, die politischen und wirtschaftlichen Systeme haben? Was wird für uns in der Welt heute und zukünftig noch als "normal" gelten? Werden wir zu besseren Menschen werden?

Im Rahmen der aktuellen Folge unserer Debattenreihe Forum Dialog+ bitten wir eine sozial engagierte, herausragende Schauspielerin, einen intellektuellen Geist und einen Politologen, der in einem interkulturellen Umfeld aufgewachsen ist und in einem solchen auch arbeitet, diese grundlegenden Fragen zu beantworten.

Themen der Diskussion sind u.a.:

  • Wird die Coronavirus-Pandemie die Politik und die Bürgerrechte neu definieren?
  • Welches Demokratiemodell wird einer Welt nach/mit Covid-19 gerecht?
  • Wie wird die soziale Distanz die Wahrnehmung von Kultur und Spiritualität beeinflussen?
  • Werden die Nationalismen gegen den Multilateralismus gewinnen?
  • Wie wird die Pandemie die sozialen Beziehungen und das Verbraucherverhalten beeinflussen?

 

Die Referenten sind:

Pater Adam BONIECKI, Senior-Redakteur von "Tygodnik Powszechny"

Joanna SZCZEPKOWSKA, Schauspielerin, Schriftstellerin, Dichterin

Basil KERSKI, Direktor am Europäischen Zentrum für Solidarität in Danzig

 

Die Debatte wird moderiert von Marcin ANTOSIEWICZ, Journalist, Dozent an der Weichsel-Akademie für Finanzen und Wirtschaft.

 

Sie wird inklusive Chat-Möglichkeit auf unserem Youtube Kanal übertragen. Wir bitten daher um ANMELDUNG. So werdem Sie Fragen an die Referenten richten können, die vom Moderator während der Interviews gestellt werden.

Diese Debatte findet auf Polnisch statt.

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Veranstaltungsort

Konferenzzentrum Zielna
ul. Zielna 37,
00-108 Warschau
Polen

Referenten

  • Aleksandra Rybińska
    • Prof. Zdzisław Krasnodębski
      • Roland Freudenstein
        • Rafał Grupiński
          • General Sławomir Wojciechowski
            • Tomasz Siemoniak
              • Magda Vášáryová
                • Dr. Kai-Olaf Lang
                  • Prof. Krzysztof Szczerski
                    • Barbara Richstein
                      • Dr. Lars Gutheil
                        • Dr. Krzysztof Mazur
                          • Prof. Elżbieta Mączyńska-Ziemacka
                            • Prof. Gabriel Felbermayr
                              • Janusz Wojciechowski
                                • Pater Adam Boniecki
                                  • Joanna Szczepkowska
                                    • Basil Kerski
                                      Kontakt

                                      Hanna Dmochowska

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