Diskussion

Forum Dialog +

Forum Dialog +

Das Forum Dialog + ist der Titel einer Reihe von Debatten über aktuelle Probleme und Herausforderungen in der europäischen, polnischen und deutschen Politik, die unter Teilnahme herausragender Experten diskutiert werden.

Details

Wir möchten Sie einladen zur ersten diesjährigen Debatte der Reihe Forum Dialog +. Sie findet statt am 24.02.2020 im Konferenzzentrum in der Zielna-Straße in Warschau und per Live-Streaming überall dort, wo Menschen bereit sind, sich aktiv an der Debatte über den europäischen Lebensstil zu beteiligen.

Aufzeichnungen der einzelnen Debatten sind zu finden auf dem Youtube Kanal Forum Dialog+.

Programm

24.02.2020: Europäischer Lebensstil

Winieta blank 24.02.

Die erste diesjährige Debatte im Forum Dialog+, der Reihe, die insgesamt nun bereits im dritten Jahr in Folge stattfindet, widmet sich einem Thema, das von Ursula von der Leyen angeregt wurde, indem sie in der Europäischen Kommission die Ernennung einer Kommissarin zur Förderung des europäischen Lebensstils vornahm. Dieses Amt wird ausgeübt durch den griechischen Politiker Margaritis Schinas, der auch für Migrationspolitik zuständig ist.

In einem offenen Brief erklärt Ursula von der Leyen hierzu unter anderem, es gehe nun um "unsere EU-Solidarität, Toleranz und Glaubwürdigkeit". Und für Kommissar Schinas sind Wohlstand und öffentliche Gesundheitssysteme, die allen EU-Bürgern zugutekommen, die Grundlagen der europäischen Lebensweise.

Wir werden deshalb diesen schwer zu definierenden Begriff diskutieren und Antworten suchen auf die folgenden Fragen:

  • Was bedeutet der Begriff "europäische Lebensweise/europäisches Lebensmodell"?
  • Ist es überhaupt möglich, einen übergreifenden, einzigen Lebensstil für alle Europäer zu entwickeln?
  • Gibt es gemeinsame Werte, die für alle Europäer gelten?
  • Wie kann die EU ein europäisches Lebensmodell gestalten und schützen?
  • Teilen auch Immigranten den europäischen Lebensstil und wie beeinflussen sie diesen?

 

Die Referenten sind:

Aleksandra Rybińska, Journalistin, Vorstandsmitglied der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, Warschau

Prof. Zdzisław Krasnodębski, Europaabgeordneter (PiS), Philosoph, Soziologe

Roland Freudenstein, Policy Direktor, Wilfried Martens Centre for European Studies, Brüssel

Rafał Grupiński, Sejmabgeordneter der Bürgerplattform (PO)

 

Moderieren wird Marcin Antosiewicz, Journalist, Dozent an der Akademie für Finanzen und Business sowie an der Universität Warschau.

 

Bitte füllen Sie, um teilnehmen zu können, das Anmeldeformular (siehe unter: Formularz zgłoszeniowy) aus.

30.03.2020: Europäische Verteidigungspolitik

Winieta Blank

 

Emmanuel Macron spricht vom "Hirntod" der NATO und beharrt auf dieser Feststellung. Er glaubt, das Nordatlantische Bündnis sollte seine primären Ziele festlegen. Der französische Staatschef möchte mit Russland in einen Dialog eintreten, "um das Risiko eines Konflikts zu verringern".

Donald Trump hält die NATO für "obsolet" und sagt weiter, dass die USA nicht für die europäische Verteidigung zahlen werden. Der amerikanische  Präsident fordert, dass alle Länder ihre Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent des BIP erhöhen. Die New York Times hat wiederholt berichtet, dass Trump ernsthaft erwäge, die NATO zu verlassen und amerikanische Soldaten, Atomwaffen und Raketensysteme aus Europa abzuziehen.

Ursula von der Leyen wiedderum beschreibt die Europäische Kommission, der sie seit Dezember letzten Jahres vorsteht, als "global" und verhehlt nicht, dass sie sich während ihrer fünfjährigen Amtszeit um eine "europäische Souveränität" bemühen wird. Was bedeutet dies für die europäische Verteidigung und die Beziehungen Europas mit Amerika?

Nach dem Brexit verfügt unter den EU-Ländern nur Frankreich über ein Atomwaffenarsenal.

 

Während der Debatte möchten wir folgende Themen diskutieren und Antworten suchen auf die nachstehenden Fragen:

  • Ist Europa in der Lage, sich ohne die Hilfe der USA zu verteidigen?
  • Wie will die EU eine "europäische Souveränität" in der Verteidigungspolitik aufbauen?
  • Sollte die EU ihr Atomwaffenarsenal aufbauen?
  • Wie sieht die Zukunft der NATO und der transatlantischen Zusammenarbeit aus?
  • Sind Russland und China eher Feinde oder Partner für Europa?

Im Rahmen der Online-Debatte werden Politiker und Experten über ihre Vorstellung von einer europäischen Verteidigungspolitik mit uns diskutieren.

 

General Sławomir WOJCIECHOWSKI - Kommandeur des Multinationalen Nordost-Korps der NATO in Stettin, ehemaliger Direktor der Abteilung für Verteidigungsstrategie und -planung des Verteidigungsministeriums

Tomasz SIEMONIAK – stellv. Vorsitzender der Bürgerplattform, ehemaliger Minister für Nationale Verteidigung

Magda VÁŠÁRYOVÁ - Botschafterin der Slowakei in Polen 2000-2005, Gründerin der Slowakische Gesellschaft für Außenpolitik

Dr. Kai-Olaf LANG - Experte der Stiftung Wissenschaft und Politik für Europäische Angelegenheiten, die baltischen Staaten und Mittel- und Osteuropa

Die Debatte wird moderiert von Marcin ANTOSIEWICZ, Journalist, Dozent an der Weichsel-Akademie für Finanzen und Wirtschaft.

24.04.2020: Die Europäische Union und die Krisen

Wineita blank 24.04.20

 

Die Coronavirus-Pandemie könnte sich als eine historische Herausforderung für das europäische Projekt erweisen. Regierungsvertreter vieler Mitgliedstaaten betonen mittlerweile, dass "wir uns im Krieg befinden". Selbst Großmächte wie die USA und China waren nicht imstande, eine so weitreichende Epidemie zu verhindern. Trotzdem greifen viele europäische Regierungen nun Brüssel an, um so die öffentliche Aufmerksamkeit von ihren eigenen Versäumnissen abzulenken.

Der europäische Binnenmarkt, insbesondere die Freizügigkeit für Arbeitskräfte, Dienstleistungen, Waren und Kapital, stellt ein großer Erfolg dar. Die Geschichte der europäischen Integration hat gezeigt, dass die Union gemeinsam gewinnt und gemeinsam verliert. Was wird nun geschehen? Wird das alte Prinzip greifen, dass die Union sich in Krisen weiterentwickelt?

Die USA geben zwei Billionen Dollar (2000 Milliarden) aus, um die Wirtschaft zu retten. Auch China wird mit riesigen Summen die inländischen Unternehmen fördern. Die Frage ist, ob die europäischen Unternehmer den sich abzeichnenden Wettbewerb mit diesen Regionen nach der Krise werden aufnehmen können.

Folgende Fragen weden wir diskutieren:

  • Wer wird das Coronavirus „politisch überleben“?
  • Kann die EU aus der Coronavirus-Krise gestärkt herausgehen?
  • Sollten die EU-Institutionen die Zuständigkeit für den Bereich des Gesundheitswesens erhalten?

Im Rahmen der Online-Debatte werden Politiker und Experten uns ihre Einschätzungen zur Krise und ihre Vorstellungen, wie wir aus dieser herauskommen können, vorstellen.

 

Die Referenten sind:

Prof. Krzysztof SZCZERSKI, Leiter der Präsidialkanzlei des Präsidenten der Republik Polen

Barbara RICHSTEIN, Vizepräsidentin des Landtags und ehemalige Ministerin für Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg, Mitglied des Rates der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit

Roland FREUDENSTEIN, Programmdirektor des Martens-Zentrums in Brüssel, ehemaliger Direktor des Büros der Konrad-Stiftung Adenauer in Polen

Dr. Lars GUTHEIL, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Aushandelskammer in Polen

 

Die Debatte wird moderiert von Marcin ANTOSIEWICZ, Journalist, Dozent an der Weichsel-Akademie für Finanzen und Wirtschaft.

29.05.2020: Die Welt nach/mit COVID-19: Aufbau und Reformen der europäischen Wirtschaft

Winieta blank 29.05.

 

COVID-19 hat die globale und europäische Wirtschaft geschockt. Politiker und Wirtschaftsexperten sind sich einig, dass die Wirtschaft seitens der durch Corona verursachten Krise tiefer und schwerwiegender beeinträchtigt wird als durch die Finanzkrise vor einem Jahrzehnt. Die Pandemie beeinflusst die Konsumausgaben, die Industrieproduktion, die Lieferketten, Investitionen, Handel und Kapital-bewegungen.

Die europäischen Volkswirtschaften werden in diesem Jahr eine historische Rezession erleben, so die jüngste Prognose der Europäischen Kommission.

Das Bruttoinlandsprodukt Polens wird um 4,3 Prozent und das der EU insgesamt um 7,5 Prozent schrumpfen. Die Arbeitslosenquote wird in der EU voraussichtlich von 6,7 Prozent im Jahr 2019 auf 9 Prozent im Jahr 2020 steigen; erst anschließend könnte sie wieder auf etwa 8 Prozent im Jahr 2021 sinken.

Die Europäische Kommission geht davon aus, dass die Folgen der Krise davon abhängig sein werden, wie sich die Pandemie entwickelt, wie wir auf sichere Art und Weise die Wirtschaftstätigkeiten wieder aufnehmen und damit die Ökonomie beleben können. Von Bedeutung wird dabei auch der politische Wille sein, die Suche nach gemeinsamen Lösungen auf europäischer Ebene anzugehen und damit verbundene Ergebnisse effektiv umzusetzen.

 

Im Rahmen der Online-Debatte werden Politiker und Experten darüber sprechen, wie die Einheit der EU gewahrt und die Europäer von dieser weiterhin überzeugt werden können.

 

Zu den Themen der Diskussion zählen folgende Fragen:

  • Werden der EU-Binnenmarkt und die Eurozone überleben?
  • Wird es der EU gelingen, eine wirtschaftliche Souveränität aufzubauen?
  • Hat das Coronavirus die grüne Transformation begraben?
  • Wie wird sich die Pandemie auf das Verbraucherverhalten auswirken?

 

Die Referenten sind:

Dr. Krzysztof MAZUR, Stellvertretender Minister für Entwicklung

Prof. Elżbieta MĄCZYŃSKA-ZIEMACKA, Präsident der Polnischen Wirtschaftsvereinigung (PTE)

Prof. Dr. Gabriel FELBERMAYR, Direktor des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, Experte für Welthandel, europäische Integration und internationale Klimapolitik

Janusz WOJCIECHOWSKI, Europäischer Kommissar für Landwirtschaft

 

Die Debatte wird moderiert von Marcin ANTOSIEWICZ, Journalist, Dozent an der Weichsel-Akademie für Finanzen und Wirtschaft.

03.07.2020: Die Welt nach/mit COVID-19: Wie wird unsere neue Normalität aussehen?

Winieta Blank 3.07.20

Die Welt hat noch nie drei Monate stillgestanden. Niemand in der heutigen Generation hat je zuvor eine Virus-Pandemie erlebt, die eine Gesundheitskrise schnell in eine Wirtschaftskrise verwandelt hat. Momentan wissen wir nur mit Gewissheit, dass COVID-19 eine wichtige Zäsur im Leben aller heute lebenden Menschen sein wird.

Die wichtigsten Fragen lauten daher: Hat die Epidemie uns verändert? Wenn ja, wie hat sie uns verändert? Welche langfristigen Auswirkungen wird sie auf unseren Lebensstil, die politischen und wirtschaftlichen Systeme haben? Was wird für uns in der Welt heute und zukünftig noch als "normal" gelten? Werden wir zu besseren Menschen werden?

Im Rahmen der aktuellen Folge unserer Debattenreihe Forum Dialog+ bitten wir eine sozial engagierte, herausragende Schauspielerin, einen intellektuellen Geist und einen Politologen, der in einem interkulturellen Umfeld aufgewachsen ist und in einem solchen auch arbeitet, diese grundlegenden Fragen zu beantworten.

Themen der Diskussion sind u.a.:

  • Wird die Coronavirus-Pandemie die Politik und die Bürgerrechte neu definieren?
  • Welches Demokratiemodell wird einer Welt nach/mit Covid-19 gerecht?
  • Wie wird die soziale Distanz die Wahrnehmung von Kultur und Spiritualität beeinflussen?
  • Werden die Nationalismen gegen den Multilateralismus gewinnen?
  • Wie wird die Pandemie die sozialen Beziehungen und das Verbraucherverhalten beeinflussen?

 

Die Referenten sind:

Pater Adam BONIECKI, Senior-Redakteur von "Tygodnik Powszechny"

Joanna SZCZEPKOWSKA, Schauspielerin, Schriftstellerin, Dichterin

Basil KERSKI, Direktor am Europäischen Zentrum für Solidarität in Danzig

 

Die Debatte wird moderiert von Marcin ANTOSIEWICZ, Journalist, Dozent an der Weichsel-Akademie für Finanzen und Wirtschaft.

 

Sie wird inklusive Chat-Möglichkeit auf unserem Youtube Kanal übertragen. Wir bitten daher um ANMELDUNG. So werdem Sie Fragen an die Referenten richten können, die vom Moderator während der Interviews gestellt werden.

Diese Debatte findet auf Polnisch statt.

31.08.2020: Die Zukunft von Belarus und Europa: Wie können Polen und die EU der demokratischen Opposition helfen?

Winieta blank 31.08.20

Vor drei Wochen fanden in Belarus Präsidentschaftswahlen statt und mit ihnen begannen die Proteste. Nach offiziellen Angaben hat Präsident Alexander Lukaschenko, der das Land seit 26 Jahren regiert, gewonnen. Die Opposition erkennt dieses Ergebnis jedoch nicht an und organisiert täglich Proteste in den größten Städten des Landes. Die Europäische Union betrachtete die Wahlen als Wahlbetrug und kündigte die Verhängung von Sanktionen gegen belarussische Amtsträger an, die für Gewalt, Unterdrückung und Wahlbetrug verantwortlich sind.

Das Lukaschenko-Regime versucht, die Demonstranten einzuschüchtern, indem es Polen, den Westen und die NATO mit Gewalt und Propaganda bedroht. Die Opposition hat den Nationalen Koordinierungsrat von Belarus eingerichtet, der unter internationaler Aufsicht im Dialog Neuwahlen durchführen soll. Die Weißrussen wollen Lukaschenko nicht, wollen aber kein Blutvergießen.

Welches ist das wahrscheinlichste Szenario für die Situation in Belarus? Status quo von Lukaschenko? Machtübernahme durch die Opposition? Bürgerkrieg?

Themen zur Diskussion:

  •     Wer könnte ein Vermittler zwischen Lukaschenka und der Opposition werden? OSZE?
  •     Welche Druckmittel gegen Lukaschenkas Regime haben Polen, Deutschland und die EU?
  •     Was ist das Ziel des Kremls: die Aufrechterhaltung Lukaschenkas oder der Austausch gegen einen pro-russischen Politiker?
  •    Steht das Attentat auf Alexey Navalny im Zusammenhang mit der Entwicklung in Belarus?


Politiker und Experten werden in unserer Debatte ihre Einschätzung der Ereignisse und Prognosen mit uns teilen:

  •     Katarzyna PEŁCZYŃSKA - NAŁĘCZ, Botschafterin der Republik Polen in der Russischen Föderation in den Jahren 2014-2016
  •     Michał SZCZERBA, PO-Abgeordneter, Wahlbeobachter in Belarus
  •     Dr. Piotr RUDKOUSKI, Direktor des Belarussischen Instituts für Strategische Studien BISS, Mitglied des Nationalen Koordinierungsrates von Belarus
  •     Cornelius OCHMANN, Direktor der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit
  •     Prof. Marek GRELA, Polnischer Botschafter bei der EU in den Jahren 2002-2006
  •     Dr. Bartłomiej WRÓBLEWSKI - Abgeordneter PiS
  •     Wojciech KONOŃCZUK - Stellvertretender Direktor des Zentrums für Oststudien OSW


Moderator:
Marcin ANTOSIEWICZ, Dozent an der Weichsel-Akademie für Finanzen und Wirtschaft

02.10.2020: 30 Jahre vereintes Deutschland und freies Polen. Was für 'ne Geschichte!

winieta blank 2.10.20

Am 3. Oktober 1990 endete die Teilung Deutschlands in Ost und West. Europa begann, ein neues Kapitel Geschichte zu schreiben. Einen Monat nach der Wiedervereinigung unterzeichnete das freie Polen einen Grenzvertrag mit dem wiedervereinten Deutschland und neun Monate später einen Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit. Zum ersten Mal seit Hunderten von Jahren ersetzte die Zusammenarbeit die Konfrontation in den bilateralen Beziehungen.

Themen zur Diskussion:

  • Wie ist der Stand der deutschen Wiedervereinigung nach 30 Jahren?
  • Welche Rolle spielt das vereinte Deutschland in Europa und der Welt?
  • Wie verliefen die Beziehungen zwischen dem freien Polen und dem vereinigten Deutschland in den vergangenen 30 Jahren?
  • Wie sollten die Beziehungen zwischen Polen und Deutschland in Zukunft aussehen?

 

Darüber sprechen Politiker und Experten in unserer Debatte.

 

Redner:

  • Sebastian GEMKOW - deutscher Politiker, sächsischer Wissenschaftsminister
  • Marcus MECKEL - deutscher Politikwissenschaftler, ehemaliger ostdeutscher Außenminister
  • Dr. Justyna SCHULZ - Direktorin des Westinstituts in Poznań
  • Prof. Wawrzyniec KONARSKI - Rektor der Vistula-Akademie für Finanzen und Wirtschaft

 

Moderator:

Marcin ANTOSIEWICZ, Journalist, ehemaliger Berlin-Korrespondent von TVP

 

03.11.2020: GENERATION LOCKDOWN. Wie Covid-19 jungen Menschen ihre Karrierechancen und ihren Wohlstand nimmt.

Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie treffen verschiedene gesellschaftliche Gruppen unverhältnismäßig stark. Junge Menschen, insbesondere junge Frauen, sind von der "Schließung" der Wirtschaft am meisten betroffen.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wird jeder sechste junge Mensch unter 29 Jahren aufgrund des Coronavirus seinen Arbeitsplatz verlieren. Und die Arbeitszeit derjenigen, die ihre Stelle behalten werden, wird sich im Durchschnitt um 23 Prozent verringern, was sich auf die Gehälter entsprechend auswirken wird. Covid-19 nimmt jungen Menschen nicht nur ihre Jobs, Praktika und Lehrstellen, sondern oft auch die Möglichkeit zur weiteren Bildung. Und nach der Rückkehr zu einer Normalität nach der Pandemie wird es für die Mitglieder dieser Altersgruppe zudem am schwierigsten sein, solide Arbeitsplätze mit der Chance auf eine berufliche Karriere zu finden, so ein Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). 50 Prozent der Studenten sind inzwischen überzeugt, dass sich der Abschluss ihrer Ausbildung verzögern wird. Und nur 10 Prozent glauben, dass sie ihre Ausbildung oder ihr Praktikum abschließen werden.

"Das ist keine Übertreibung, wenn es um die kommende Generation Lockdown geht", sagte Guy Ryder, der Chef der ILO. Seiner Meinung nach "wird es ein Jahrzehnt oder länger dauern, dass sich die Jugend von diesem Schock erholt". 

Schon vor Ausbruch der Gesundheits- und Wirtschaftskrise lag die weltweite Jugendarbeitslosigkeit bei 13,9 Prozent, der höchsten unter allen Altersgruppen. Im Jahr 2019 hatten weltweit 267 Millionen junge Menschen weder einen Arbeitsplatz noch eine Ausbildung.

 

Themen der Diskussion:

➔ Was können Staaten und Firmen unternehmen, um für Beschäftigung und Bildung von Jugendlichen zu sorgen?

➔ Welche Programme für junge Menschen können Polen, Deutschland und die EU auflegen?

➔ Wie lässt sich die Pandemie bewältigen und die Wirtschaft reformieren, um die Chancen junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt zu stärken?

 

Teilnehmer:

Markus PILGRIM - Direktor des Mittel- und Osteuropabüros der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen

Milena KOWALSKA - Präsidentin der Vereinigung junger Demokraten sowie Doktorandin an der Universität für Wirtschaftswissenschaften in Wrocław, Mitglied im Stadtrat von Ostrów Wielkopolski

Mateusz MIELCZAREK - Berater von Szymon Hołownia in Angelegenheiten der jungen Generation

Marcin JANUSZKIEWICZ - Schauspieler, der durch die Pandemie zum Kurier wurde

Moderator:

Marcin ANTOSIEWICZ - Journalist, Publizist, Dozent an der Vistula-Hochschule für Finanzen und Wirtschaft

 

30.11.2020: Lockdown - Katalysator für eine Industrie 4.0 / Wird Europa im Bereich Digitalisierung eine Führungsrolle übernehmen?

Wir laden ein zur Debatte:

"Lockdown - Katalysator für eine Industrie 4.0 / Wird Europa im Bereich Digitalisierung eine Führungsrolle übernehmen?" 

In Zeiten der Corona-Pandemie erweist sich eine digitale Infrastruktur unerlässlich zur Unterstützung der Bürger, der öffentlichen Verwaltung, der Schulen sowie der Unternehmen, um die gegenwärtige Krise zu überstehen. Digitalisierung, früher vielfach nur als Experiment angesehen, ist inzwischen Wirklichkeit geworden. Und die Entwicklung der Digitalisierung der Industrie sowie smarter Fabriken hat ungemein an Tempo gewonnen. Daher kommt der Frage, ob Europa mit Asien Schritt halten kann, eine Schlüsselbedeutung für die EU-Wirtschaft zu. Und Covid-19 könnte einen Wendepunkt markieren in der Geschichte der europäischen Industrie.

Die EU unternimmt wichtige Schritte zur Stärkung ihrer eigenen Souveränität auf dem Gebiet der Digitalisierung und zur Schaffung offener, eigener Autonomie; dies stellte die Vorsitzende der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, anlässlich ihrer Rede zum Zustand der Europäischen Union fest. Dies betrifft die Förderung des Breitbandinternets und von 5G - beide sollen die Grundlagen bilden für die grüne und digitale Transformation, die diverse Bereiche betreffen wird: vom Transport, über die Energie, das Gesundheitswesen, die Bildung bis zu Produktion und Landwirtschaft.

Während der vergangenen Monate ist inzwischen allen Beobachtern klar geworden, dass nur ein digitales Europa eine Überlebenschance haben wird. Aber wie lässt sich dieses schnell herbeiführen? Darüber diskutieren im Forum Dialog+ Experten und Politiker.          

 

Themen der Diskussion sind u.a.:

- Auf welchem Stand der industriellen Entwicklung 4.0 sich die Länder der Visegrád-Gruppe befinden und Deutschland?

- Inwieweit ist Europa in der Lage, mit China im Bereich der Digitalisierung und der Nutzung von Robotertechnologie zu konkurrieren?

- Hat Europa noch die Chance, bei der Entwicklung von Systemen mit künstlicher Intelligenz eine Spitzenposition einzunehmen?

- Wird die neue US-Regierung unter Präsident Joe Biden in den transatlantischen Beziehungen mit Blick auf die digitale Transformation der Wirtschaft neue Möglichkeiten eröffnen?

- In welchem Ausmaß wird eine Industrie 4.0 den Arbeitsmarkt revolutionieren?

- Wie bauen Polen und Deutschland die digitale Gesellschaft auf?

 

Teilnehmer der Diskussion sind:

- Prof. Marta GÖTZ, Vizerektorin für den Bereich Wissenschaft an der Vistula-Hochschule für Finanzen und Wirtschaft, Autorin der Studie "Einfluss der Industrie 4.0 auf ausländische Investitionen in den Ländern der Visegrád-Gruppe"

- Dr. Philipp MEYER, CFO der chinesischen TRUMPF-Tochtergesell-schaft JFY, Co-Sprecher der Young Leaders des Deutschen Asien-Pazifik-Wirtschaftsverbandes (OAV)

- Marcin Kierwiński, Stellvertretender Vorsitzender des parlamentarischen Ausschusses für Digitalisierung, Innovation und moderne Technologien, Generalsekretär der Bürgerplattform

- Dr. Andrzej SOLDATY, Präsident der Stiftung Plattform für die Industrie der Zukunft (Fundacja Platforma Przemysłu Przyszłości)

- Dr. Konrad POPŁAWSKI, Leiter des Mitteleuropa-Teams am Zentrum für Oststudien (Ośrodek Studiów Wschodnich, OSW)

Moderation: Marcin Antosiewicz, Journalist, Publizist, Dozent an der Vistula-Hochschule für Finanzen und Wirtschaft

 

 

18.12.2020: Kleinere Union und größere Herausforderungen. Was ist die europäische Strategie für Krisen und eine neue Weltordnung?

winieta

Das Jahr 2020 endet im großen Chaos. Der Streit um den Rechtsstaatlichkeitsmechanismus und die angespannten Brexit-Verhandlungen haben die europäische Politik während der vergangenen Tage und Wochen dominiert.

2021 wird das Jahr der Bekämpfung der Gesundheits- und Wirtschaftskrise sein. Es wird das Jahr der Digitalisierung und des Klimawandels. Und es wird einen Wandel bedeuten sowohl im Weißen Haus in Washington als auch im Kanzleramt in Berlin.

Die Außenminister Frankreichs und Deutschlands, Jean-Yves Le Drian und Heiko Maas, haben dem künftigen US-Präsidenten Joe Biden bereits einen umfassenden Wiederaufbau der gegenseitigen Beziehungen vorgeschlagen. "Europa und Amerika benötigen einen transatlantischen New Deal", schrieben sie in einem gemeinsamen Artikel, der in der Washington Post, in Le Monde und Die Zeit veröffentlicht wurde.

"Wenn die EU in ihren Beziehungen zu den USA und China nicht zwischen den Fronten stecken bleiben will, muss sie ihre eigene Politik gegenüber beiden Blöcken gestalten. Die EU muss die Welt wie ein Wachhund beobachten, ihre Werte und Interessen verteidigen und alle ihr zur Verfügung stehenden Machtinstrumente einsetzen", sagt Josep Borrell, der Hohe Vertreter der EU für Außenpolitik und Außenbeziehungen.

Der französische Präsident Emmanuel Macron fordert unterdessen mehr Unabhängigkeit der Europäer in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer antwortete ihm daraufhin unmissverständlich: "Wir sollten mit den Illusionen einer europäischen strategischen Unabhängigkeit aufräumen." Doch auf die Kritik der CDU-Vorsitzenden entgegnete Macron: „Ich halte das für eine Fehlinterpretation der Geschichte".

 

Themen der Diskussion:

- Wie sieht die Bilanz der deutschen EU-Ratspräsidentschaft aus?

- "Polexit": Reibereien innerhalb der Koalition, Teil der Verhandlungstaktik der Regierung, eine Scheinwaffe der Opposition in der politischen Auseinandersetzung, oder ein wirkliches Szenario?

- Biden im Weißen Haus: Wird die neue Öffnung die Europäer beim Aufbau von Souveränität einschläfern?

Dies und mehr werden wir mit Politikern und Experten diskutieren, auf welchem Wege die Europäische Union die aktuellen Krisen meistern und ihre Position in der Welt ausbauen kann.

 

Teilnehmer:

- Arndt Freytag von Loringhoven, Deutscher Botschafter in Polen

- Dr. Bartłomiej Wróblewski, Abgeordneter im Sejm der Republik Polen seit 2015

- David Gregosz, Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Polen

- Dr. Anna Kwiatkowska, Leiterin des Deutschland- und Nordeuropa-Teams am Zentrum für Oststudien

Moderation:

Marcin Antosiewicz, Journalist, Publizist, Dozent an der Vistula-Hochschule für Finanzen und Wirtschaft

 

Die Diskussion steht Medienvertretern und Experten nach Anmeldung offen.
Darüber hinaus gibt es Gelegenheit, im Zuge der Registrierung oder während der Online-Übertragung eine Frage an unsere Experten zu richten.

Die Debatte findet statt im Rahmen des Projekts FORUM Dialog+, einer Reihe von Expertengesprächen über die wichtigsten Herausforderungen für Polen in Europa.

 

ANMELDUNG

Wir laden Sie ein, die Übertragung der Debatte auf unserem YouTube-Kanal zu verfolgen.

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Veranstaltungsort

Konferenzzentrum Zielna
ul. Zielna 37,
00-108 Warschau
Polen

Referenten

  • Aleksandra Rybińska
    • Prof. Zdzisław Krasnodębski
      • Roland Freudenstein
        • Rafał Grupiński
          • General Sławomir Wojciechowski
            • Tomasz Siemoniak
              • Magda Vášáryová
                • Dr. Kai-Olaf Lang
                  • Prof. Krzysztof Szczerski
                    • Barbara Richstein
                      • Dr. Lars Gutheil
                        • Dr. Krzysztof Mazur
                          • Prof. Elżbieta Mączyńska-Ziemacka
                            • Prof. Gabriel Felbermayr
                              • Janusz Wojciechowski
                                • Pater Adam Boniecki
                                  • Joanna Szczepkowska
                                    • Basil Kerski
                                      • Katarzyna Pełczyńska-Nałęcz
                                        • Michał Szczerba
                                          • Dr. Piotr Rudkouski
                                            • Cornelius Ochmann
                                              • Prof. Marek Grela
                                                • Dr. Bartłomiej Wróblewski
                                                  • Wojciech Konończuk
                                                    • Sebastian Gemkow
                                                      • Markus Meckel
                                                        • Dr. Justyna Schulz
                                                          • Prof. Wawrzyniec Konarski
                                                            • Markus Pilgrim
                                                              • Milena Kowalska
                                                                • Mateusz Mielczarek
                                                                  • Marcin Januszkiewicz
                                                                    • Prof. Marta Götz
                                                                      • Marcin Kierwiński
                                                                        • Dr. Philipp Meyer
                                                                          • Andrzej Soldaty
                                                                            • Dr. Konrad Popławski
                                                                              • Arndt Freytag von Loringhoven
                                                                                • Dr. Bartłomiej Wróblewski
                                                                                  • David Gregosz
                                                                                    • Dr. Anna Kwiatkowska
                                                                                      Kontakt

                                                                                      Hanna Dmochowska

                                                                                      Hanna Dmochowska bild

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                                                                                      Hanna.Dmochowska@kas.de +48 22 845-9335 +48 22 848-5437

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