Online-Seminar

Forum Dialog +

Eine Reihe von Debatten mit Politikern und Experten zu den wichtigsten Themen für Polen und Europa.

Das Forum Dialog + ist der Titel einer Reihe von Debatten über aktuelle Probleme und Herausforderungen in der polnischen, deutschen und europäischen Politik, die mit herausragenden Experten diskutiert werden.

Details

Wir möchten Sie einladen zu den diesjährigen Debatten der Reihe Forum Dialog +.

Diese finden statt ab 12.02.2021 in regelmäßigen Abständen und (aufgrund der Pandemie) online.

Die Videoaufzeichnungen der einzelnen Debatten und - NEU(!) - den podcast finden über unseren Kanal Forum Dialog + auf Youtube.

 

Programm

"Grünes" China. Wie sieht Chinas Strategie für eine nachhaltige Entwicklung aus? - 12.02.2021

China hat Ambitionen, ein globaler Weltmarktführer in der Produktion "grüner" Technologien (Solar- und Windkraftanlagen, Elektromobilität) und in nachhaltigen Geschäftslösungen zu werden. Das Land gibt enorme Summen aus für Forschung und innovative Technologien. Die meisten Patente im Bereich Windenergie haben jedoch noch keine hochwertigen Anwendungen hervorgebracht.

Für Chinas Führung bedeuten der Klimawandel und die Zerstörung der Umwelt drängende Herausforderungen, die nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch die Herrschaft der Kommunistischen Partei langfristig gefährden könnten. Die Regierung in Peking hat zwar vorübergehend den auf fossilen Brennstoffen basierenden Energiesektor gestärkt, um die Wirtschaft nach der pandemiebedingten Krise anzukurbeln, aber sie hat ihre ehrgeizigen Klimaziele nicht aufgegeben. Präsident Xi Jinping hat ankündigt, dass China bis zum Jahr 2060 klimaneutral werden soll. Heute ist das Land für 28,5 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich und steht für den größten Kohleverbrauch weltweit (mit einem Wert von über 50 Prozent des gesamten Verbrauchs). Auf zentraler Ebene haben die Behörden eine Reihe von Maßnahmen zum Schutz des Klimas und der Umwelt eingeleitet. Allerdings fehlt es noch an branchenspezifischen Ansätzen und lokalen Anreizen zu deren Umsetzung.

Experten und Politiker diskutieren im Forum Dialog + über dieses Thema.

 

Fragen zur Diskussion:

➔ Wie will China den "grünen" Wandel in der Wirtschaft vollziehen? Wie beabsichtigen die Chinesen Ökologie und Ökonomie miteinander zu verbinden?

➔ Welche Steuern und welche Mittel zur finanziellen Unterstützung bietet der Staat im Rahmen des 14. Fünfjahresplans (2021-2025) den Unternehmern an, die umweltfreundliche Technologien einsetzen?

➔ Auf welche Art und Weise nutzt China Innovationen zur Bekämpfung des Klimawandels?

➔ Wie steht es um den Prozess der Dekarbonisierung in China?

 

Diskussionsteilnehmer:

Prof. Krzysztof Miszczak, Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Sicherheit an der Warsaw School of Economics (SGH), Chefberater in der Kanzlei des Premierministers (2013 bis 2020)

Roland Freudenstein, Programmdirektor am Martens-Zentrums in Brüssel

David Merkle, Länderreferent für China in der Zentrale der Konrad-Adenauer-Stiftung, Berlin

Dr. Agnieszka McCaleb, Mitarbeiterin am Lehrstuhl für die Erforschung ostasiatischer Volkswirtschaften an der Warsaw School of Economics (SGH)

Dr. Michał Bogusz, Experte des China-Programms am Zentrum für Oststudien (OSW)

Moderator:

Marcin ANTOSIEWICZ , Journalist, Dozent an der Weichsel-Akademie für Finanzen und Wirtschaft.

 

NEU (!) - Wir starten in diesem Jahr auch einen podcast. Hören Sie rein!

Zu Gast in der ersten Folge: Robert Góralczyk, Journalist, Diplomat, China-Experte.

 

Die Debatte ist für Medien und Experten nach vorheriger Anmeldung zugänglich.

Sie sind herzlich eingeladen, im Zuge der Registrierung oder auch während der Online-Übertragung Fragen an unsere Experten zu richten.

 

Die Debatte findet statt im Rahmen des Projekts FORUM Dialog+, einer Reihe von Gesprächen mit Experten zu den wichtigsten Herausforderungen für Polen in Europa.

Bitte besuchen Sie auch unseren YouTube-Kanal: Forum Dialog +

Die Welt nach/mit Covid-19. Eine Europäische "Gesundheits-Union" - Utopie oder Notwendigkeit? - 26.02.2021

Forum Dialog Plus 26.02.

Grenzen, die es in der Europäischen Union de facto nicht mehr gibt, bestimmen dennoch über Leben und Tod. Die Pandemie hat aufgezeigt, dass Europa mit seinem gemeinsamen Markt epidemiologisch eine Einheit bildet. Sollte die EU deshalb auch eine einheitliche Gesundheitspolitik verfolgen?

Das Coronavirus hat Unterschiede in Standards, in Fähigkeiten und in der Effizienz der Gesundheitssysteme der 27 EU-Mitgliedstaaten auf schmerzhafte Weise deutlich werden lassen.

Um nationale Egoismen im Kampf um Impfstoffe zur Eindämmung von Covid-19 zu vermeiden, wurde seitens der EU-Institutionen ein Solidaritätsmechanismus vorgeschlagen. Zugleich übernahmen sie die Verwaltung des Einkaufs und der Verteilung der Präparate. Was folgte war eine Welle der Kritik aufgrund von Lieferengpässen. Die Europäische Kommission hatte sich im Gegensatz zu den Regierungen in den USA, Kanada oder Israel erst spät zum Abschluss von Handelsabkommen entschlossen. Dafür handelte sie mit sechs Herstellern niedrigere Preise für 2,3 Milliarden Impfdosen und den Schutz von Patientendaten aus. Die Kommission stellt nun in Aussicht, dass bis zum Sommer 70 Prozent der EU-Bevölkerung geimpft werden können. Wird der gemeinsame Kampf gegen die Pandemie der Beginn eines europäischen Gesundheitsschutzes sein?

Eine virale Pandemie ist nicht die einzige zivilisatorische Herausforderung, vor der die EU steht. Eine andere bildet Krebs. Im Jahr 2020 wurde bei etwa 2,7 Millionen Europäern Krebs diagnostiziert; und 1,3 Millionen Menschen starben an Krebs (in Polen waren es über 100.000). Schätzungen zufolge werden sich die wirtschaftlichen Kosten in Verbindung mit dieser Krankheit in den 27 Ländern jährlich auf 100 Milliarden Euro belaufen. Und sollte sich nichts ändern, könnte die Zahl der onkologischen Patienten bis 2035 um ein Viertel steigen.

Die Aussicht eines Jeden, den Krebs zu besiegen, ist in der EU eng damit verknüpft, aus welchem Land der betroffene Patient kommt. Europäer in Ost- und Südeuropa haben nach wie vor einen schlechteren Zugang zu modernen Behandlungsmethoden und Geräten als Patienten aus Westeuropa. Deshalb hat die Europäische Kommission einen Plan vorgeschlagen, um den Kampf gegen Krebs in den EU-Ländern zu intensivieren. Dieser sieht unter anderem die Bereitstellung von 4 Milliarden Euro zur Finanzierung von Präventionsprogrammen, wissenschaftlicher Forschung und der Behandlung von onkologischen Erkrankungen in der EU vor. Dieses Geld sowie ein intensiver Erfahrungsaustausch sollen den Mitgliedsstaaten helfen, ihre nationalen Gesundheitssysteme auszubauen.

 

Fragen zur Diskussion:

➔ Welche Art von Solidarität im Bereich Gesundheitsvorsorge können Europäer untereinander erwarten?

➔ Ob und wenn ja, welche Art Zuständigkeiten im Gesundheitswesen sollten die Mitgliedstaaten auf die Gemeinschaftsinstitutionen übertragen?

➔ Wie können Mitgliedsstaaten in Gesundheitsfragen enger zusammenarbeiten?

➔ Wie hat sich das europäische Verteilungssystem für Covid-19-Impfstoffe entwickelt?

➔ Sollte die EU den Europäischen Impfpass einführen?

➔ Auf welchen Wegen kann die Europäische Union Daten sammeln und verwalten, um Mediziner und Wissenschaftler bei der Bekämpfung von Krankheiten zu unterstützen?

➔ Wie kann die EU Neuerungen in den Bereichen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen nutzen?

➔ Sollten EU-Institutionen Druck auf Pharmaunternehmen ausüben bzw. diese zur Zusammenarbeit ermutigen, wie es mit Sanofi und Novartis geschehen ist, die jetzt Biontech unterstützen?

➔ Wie kann die EU innovative Unternehmer, Hersteller und Wissenschaftler dazu bewegen, verstärkt zusammenzuarbeiten und Erfahrungen auszutauschen, um gefährliche Viren schneller zu erkennen und wirksam auf damit verbundene Herausforderungen zu reagieren?

 

Teilnehmer der Diskussion:

Ewa KOPACZ, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Ministerpräsidentin der Republik Polen a. D. und ehem. Gesundheitsministerin

Tomasz LATOS, Abgeordneter der Partei Recht und Gerechtigkeit, Vorsitzender des parlamentarischen Gesundheitsausschusses

Erwin RÜDDEL, Bundestagsabgeordneter der CDU, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag

Prof. Jacek JASSEM, Leiter der Abteilung für Onkologie und Strahlentherapie, Medizinische Universität Danzig, Mitglied der Expertengruppe Mission of Cancer bei der Europäischen Kommission

 

Moderator:

Marcin ANTOSIEWICZ, Journalist, Dozent an der Weichsel-Universität für Finanzen und Wirtschaft

 

PODCAST

Gast im Podcast diesmal: Prof. Maciej Kosieradzki, MD, PhD, Leiter der Abteilung für Allgemein- und Transplantationschirurgie der Medizinischen Universität Warschau im Krankenhaus "Szpital Kliniczny Dzieciątka Jezus".

 

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Putins Russland gegen das Russland von Nawalny - 18.03.2021

Alexei Nawalny ist nach seiner Rückkehr nach Russland de facto zum Anführer der russischen Opposition geworden. Die Popularität und Stärke der Anti-Putin-Bewegung baut auf seinem persönlichen Charisma und seinem Eintreten gegen Korruption auf. Und auch nationale Parolen spielen eine Rolle. In seinen abschließenden Stellungnahmen vor Gericht bezog sich Nawalny auf Glauben, Patriotismus, Glück und Frieden. Wird er auf diese Weise Putins Wählerschaft für sich gewinnen können?

Es ist nicht nur der liberale Teil der Gesellschaft, der in russischen Städten auf die Straßen geht. Auch kann der Kreml nicht länger die Blogger in den Sozialen Medien ignorieren, wie er es über Jahre praktiziert hat. In Russland wächst der Unmut gegenüber bestehenden Behörden. Zwar unterstützen nicht alle Demonstranten Nawalny, doch mittlerweile ist dieser zu einem Symbol des Widerstands geworden. Derweil unternimmt das Regime alles, was in seiner Macht steht, um Demonstranten einzuschüchtern. So hat der Staat Strafen verhängt gegen Internetplattformen (Twitter, Google, Facebook, Telegram, TikTok), auf denen Informationen zu Protesten gepostet wurden. Und die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte Alexei Nawalny den Status eines politischen Gefangenen zugesprochen; doch bereits einen Monat später strich sie ihn auf Druck der Regierung wieder von der Liste. Offiziell ist nun die Rede von fremden-feindlichen und nationalistischen Äußerungen, die er in der Vergangenheit getätigt haben soll.

Zusätzlich zum Kampf gegen Nawalny muss sich Präsident Putin inzwischen auch mit einer Gesundheits- und Wirtschaftskrise auseinandersetzen. Denn nach der Annexion der Krim wandert ausländisches Kapital aus dem Land ab. Im Jahr 2020 brachen die ausländischen Investitionen nach Angaben der Bank von Russland um das Fünffache ein. Dies ist die Folge billigen Öls, der Rezession und der russischen Geopolitik. Und aufgrund der Pandemie ist die russische Wirtschaft Schätzungen zufolge um 3,1 Prozent eingebrochen; die schlechteste Bilanz seit 2011. Nach offiziellen Prognosen soll sie sich in diesem Jahr erholen. Erste Daten stimmen optimistisch. Die Arbeitslosenquote sank von 5,9 Prozent im Dezember auf 5,8 Prozent im Januar. Auch die Reallöhne steigen. Hilfreich ist zudem der Preisanstieg mit Blick auf das nach wie vor wichtigste Exportprodukt: das Öl.

 

Themen der Diskussion sind u.a.:

- Wie werden sich die Massenproteste in Russland entwickeln?

- Vermag sich die Opposition um Nawalny zu scharen?

- Welche Politik sollte die EU gegenüber dem Kreml und der Zivilgesellschaft in Russland verfolgen?

- Auf welche Weise können die EU und die Vereinigten Staaten in Bezug auf Russland gemeinsam agieren?

- Wie kann sich die wirtschaftliche Situation auf die politische und gesellschaftliche Stimmung in Russland auswirken?

 

Teilnehmer der Diskussion:

  • Rüdiger VON FRITSCH, Botschafter a. D. der Bundesrepublik Deutschland in Russland (2014-2019) und Polen (2010-2014), ehem. Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes (2004-2007)
  • Prof. Agnieszka LEGUCKA, Russland-Analystin im Osteuropa-Programm am Polnischen Institut für Internationale Angelegenheiten (Polski Instytut Spraw Międzynarodowych, PISM)
  • Cornelius OCHMANN, Direktor der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit (SdpZ)
  • Dr. Maria DOMAŃSKA, Chefspezialistin der Russland Abteilung am Zentrum für Oststudien (Ośrodek Studiów Wschodnich, OSW)

Moderator:

Marcin ANTOSIEWICZ, Journalist, Dozent an der Weichsel-Universität für Finanzen und Wirtschaft

 

PODCAST

Gast im Podcast diesmal: Cornelius OCHMANN, Direktor der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit (SdpZ)

 

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Wird sich Europa von der Wirtschaftskrise erholen? - 29.03.2021

Forum Dialog Plus 29.3.zapro

Die Antwort der EU auf die Coronavirus-Pandemie besteht in dem Instrument zum Wiederaufbau und zur Stärkung der gemeinschaftlichen Widerstandsfähigkeit, das mit fast 750 Milliarden Euro ausgestattet ist. Polen werden 58,1 Mrd. EUR für Subventionen (23,9 Mrd. EUR) und Darlehen (34,2 Mrd. EUR) zur Verfügung stehen. Dieses Geld kann bis 2026 verwendet werden. Die Voraussetzung zum Abrufen dieser Gelder ist ein Nationaler Wiederaufbauplan, der vom Ministerium für Fonds und Regionalpolitik vorbereitet wird.

Das Geld aus dem bisher größten Maßnahmenpaket zur wirtschaftlichen Belebung soll zur digitalen Transformation und zur Energiewende, zum Klimaschutz und zur Verbesserung des Zugangs zum Gesundheitssystem verwendet werden. Die Mittel werden nicht nur aus den nationalen Haushalten kommen, sondern auch aus Krediten und eigenen Quellen (die Stichworte an dieser Stelle lauten: Kohlenstoffsteuer, Digitalabgabe, Emissionshandel, Finanztransaktionssteuer).

 

Themen der Diskussion sind u.a.:

➔ Wie will die portugiesische EU-Ratspräsidentschaft konkret ihren Slogan "Zeit für den fairen, grünen und digitalen Aufschwung" umsetzen?

➔ Ist durch die Maßnahmen und Prioritäten von NextGenerationEU gewährleistet, dass soziale Ungleichheiten in Europa reduziert werden?

➔ Bietet Polens nationales Konjunkturprogramm die Chance auf einen schnellen Ausweg aus der Krise?

 

Teilnehmer der Diskussion:

  • Christa SCHWENG, Präsidentin des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses
  • Jadwiga EMILEWICZ, ehemalige Entwicklungsministerin der Republik Polen 
  • Prof. Elżbieta MĄCZYŃSKA, Präsidentin der Polnischen Gesellschaft für Wirtschaft
  • Adam STRUZIK, PSL, Marschall der Woiwodschaft Mazowieckie

Moderator:

Marcin ANTOSIEWICZ, Journalist, Dozent an der Weichsel-Universität für Finanzen und Wirtschaft

 

PODCAST

Gast des Podcasts: Prof. Elżbieta Mączyńska, Präsidentin der Polnischen Gesellschaft für Wirtschaft; siehe unter: youtube und spotify 

 

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Referenten

  • Prof. Krzysztof Miszczak
    • Roland Freudenstein
      • David Merkle
        • Dr. Agnieszka McCaleb
          • Dr. Michał Bogusz
            • Ewa Kopacz
              • Tomasz Latos
                • Erwin Rüddel
                  • Prof. Jacek Jassem
                    • Rüdiger von Fritsch
                      • Prof. Agnieszka Legucka
                        • Cornelius Ochmann
                          • Dr. Maria Domańska
                            • Christa Schweng
                              • Jadwiga Emilewicz
                                • Prof. Elżbieta Mączyńska
                                  • Adam Struzik
                                    Kontakt

                                    Hanna Dmochowska

                                    Hanna Dmochowska bild

                                    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Organisation

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