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Policy Reports

Analysen zu aktuellen Themen der Golf-Region

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© Smarterpix/Pazemin

Hochqualifizierte Pakistanische Second Generation in Dubai

Triebkräfte sekundärer Migration

Die Vereinigten Arabischen Emirate verzeichnen einen deutlichen Anstieg hochqualifizierter Migrantenfachkräfte – ein Zeichen für den strategischen Wandel hin zu einer wissensbasierten Wirtschaft. Für Pakistan, eines der wichtigsten Herkunftsländer von Arbeitsmigrant*innen in den VAE, eröffnet dieser Strukturwandel neue Chancen für qualifizierte Fachkräfte, wirft jedoch zugleich Fragen zu langfristiger Integration, Stabilität und Talentbindung auf. Dieser Policy-Bericht untersucht, wie Migrationspolitiken und rechtliche Rahmenbedingungen berufliche und persönliche Lebensverläufe prägen. Er analysiert die Auswirkungen neuer Aufenthaltsprogramme wie der Golden Visa und leitet politische Handlungsüberlegungen ab, die die langfristigen wirtschaftlichen und entwicklungspolitischen Ziele der VAE unterstützen sollen.

Jenseits des Golfs

Ein neues Nachdenken über stufenweise Migration, Staatsbürgerschaftsnachteile und philippinische Pflegekräfte in den VAE

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben sich zu einem zentralen Ziel für hochqualifizierte Gesundheitsfachkräfte aus dem Globalen Süden entwickelt, wobei philippinische Pflegekräfte das Rückgrat der expatriierten Gesundheitsbelegschaft bilden. Doch trotz hoher Qualifikationen und ihres entscheidenden Beitrags bestehen weiterhin Lohnunterschiede und eingeschränkte Aufstiegsmöglichkeiten – verursacht durch nationalitätsbasierte Hierarchien auf dem Arbeitsmarkt. Dieser Policy-Bericht untersucht die beruflichen Erfahrungen und Migrationverläufe philippinischer Pflegekräfte in den VAE, analysiert, wie arbeitsmarktbezogene Hierarchien und Aufenthaltsregelungen ihre berufliche Mobilität, Arbeitsplatzsicherheit und Pläne zur Weiterwanderung beeinflussen, und bewertet die Auswirkungen jüngster arbeitsrechtlicher Reformen.

Neue Narrative der Nation

Geschichtsschreibung und nationale Identitätsbildung in Saudi-Arabien

Heutzutage werden in Saudi-Arabien nationale Identität und Geschichte neu gedacht und geschrieben. Hauptaugenmerk dieses Prozesses ist die Einschränkung der Rolle des Predigers Mohammed bin Abd al-Wahhab und seiner wahhabitischen Nachfolger bei der Gründung und Ausdehnung des Staates. Allerdings ist dieses Ausklammern des Gründervaters des Wahhabismus und der Fokus der offiziellen Geschichtserzählung auf die Herrscherfamilie Al Saud nicht so schwarz-weiß, wie oft beschrieben. Dieser Politikbericht erklärt wie, warum und unter welchen Umständen die saudische Geschichtserzählung sich unter der Vision 2030 verändert. Der Beitrag argumentiert, dass das neue Saudi-Arabien weniger auf ein von oben bestimmtes, allumfassendes Entstehungsnarrativ der Nation setzt, und stattdessen Räume für eine Vielfalt von Geschichtserzählungen von unten schafft.

IMAGO / Depositphotos

Von Vision 2030 zur Zeitenwende

Eine Blaupause für deutsch‑saudische Sicherheitszusammenarbeit

In der heutigen multipolaren Welt, in der sich die Prioritäten der USA verschieben und Washington nicht länger der einzige globale Hegemon ist, eröffnen sich für Mittelmächte mit fortgeschrittenen technologischen Fähigkeiten neue Handlungsspielräume. Saudi‑Arabien und Deutschland setzen beide auf technologische Innovation und streben nach größerer strategischer Handlungsfähigkeit. Entsprechend ergeben sich natürliche Potenziale für eine vertiefte Verteidigungszusammenarbeit beider Länder. Dieser Politikbericht skizziert konkrete Schritte zur Vertiefung einer solchen Kooperation, welche als bilaterales Modell dienen kann, um die sicherheits‑ und verteidigungspolitischen Beziehungen zwischen den Blöcken EU und GCC zu stärken. Somit können Berlin und Riad zeigen, wie eine „Integration unterschiedlicher Geschwindigkeiten“ nicht nur im EU‑Kontext, sondern auch bei der Zusammenarbeit zwischen Brüssel und den Golf‑Staaten funktionieren könnte.

Drivers of Grassroots Social and Political Transformation: Enhancing Saudi-German underground art spheres

Enhancing Saudi-German underground art spheres

Underground cultures in art, politics, and philosophy play a pivotal role in shaping societal debates. Germany and Saudi Arabia both host vibrant underground communities comprised mainly of youth from diverse backgrounds. These communities have witnessed and accompanied entire social and political transformations in the past and can thus be considered drivers of grassroots societal progress and creative problem-solving through artistic collaborations. Given these similarities between the Saudi and German underground scenes, this policy report analyses opportunities and obstacles for closer cooperation between representatives of the countries’ respective underground scenes.

IMAGO / ZUMA Press Wire

US-Iran-Gespräche erreichen kritische Phase

Teherans rote Linien, Trump‘scher Druck und der Faktor Israel

Die Verhandlungen zwischen der Islamischen Republik Iran und den USA befinden sich derzeit an einem Wendepunkt. Während sich Washingtons Position mit fortlaufenden Verhandlungen ändern, ist das Regime in Teheran kaum zu Zugeständnissen bereit. Kurz vor der nächsten Verhandlungsrunde, scheint eine Lösung noch fern.

iStock.com/HansMusa

Der globale Wettbewerb um Fachkräfte: Wie schneidet Saudi-Arabien im Vergleich zu anderen Ländern am Golf und der Welt ab?

Einzeltitel zur Vision 2030 und dem sozioökonomischen Reformprozess: Die Zukunft von Arbeit und Migration in Saudi-Arabien

Kann Saudi-Arabien seine Nachbarn im globalen Wettbewerb um Fachkräfte überholen? Saudi-Arabien hat bemerkenswerte Fortschritte bei der Anwerbung qualifizierter Migranten erzielt und gleichzeitig eine Rekordbeschäftigungsquote für Staatsangehörige aufrechterhalten – dennoch bestehen weiterhin erhebliche Hindernisse. Der vorliegende Bericht untersucht die Position Saudi-Arabiens auf dem umkämpften Wettbewerbsmarkt um Fachkräfte und unterbreitet konkrete Empfehlungen zur Bewältigung anhaltender Herausforderungen in den Bereichen Einwande-Rungs Politik, urbane Lebensqualität und familienunterstützende Dienstleistungen, die derzeit die Attraktivität des Landes im Vergleich zu seinen regionalen Konkurrenten limitieren.

iStock.com/EyeEm Mobile GmbH

Eine Perspektive der Südasiatischen Herkunftsländer: Veränderungen von Kontext, Wahrnehmung und Politik

Einzeltitel zur Vision 2030 und dem sozioökonomischen Reformprozess: Die Zukunft von Arbeit und Migration in Saudi-Arabien

Mit einem Anteil von 75 Prozent an ausländischen Arbeitskräften an der Erwerbsbevölkerung sieht sich Saudi-Arabien einem wachsenden Wettbewerb um die für sich unverzichtbaren Arbeitsmigranten ausgesetzt, zumal andere Länder bessere Bedingungen bieten. Saudi-Arabien muss restriktive Maßnahmen wie das Kafala-System reformieren, seine Anwerbepraktiken verbessern und die Kosten für Überweisungen senken, um seine Position auf dem Arbeitsmarkt halten zu können. Dieser Policy Report untersucht, wie sich die derzeitigen Migrationssysteme auf südasiatische Arbeitnehmer auswirken, und bietet praktische Lösungen, um nationale Wirtschaftsinteressen und den Schutz der Arbeitnehmer in einem zunehmend umkämpften globalen Arbeitsmarkt in Einklang zu bringen.

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International Science Faculty in Saudi Arabia: Research Experiences and Challenges

Internationale Fakultät für Naturwissenschaften in Saudi-Arabien: Forschungserfahrung und Herausforderungen

Eine der Zielsetzungen, die Saudi-Arabien im Rahmen der Vision 2030 verfolgt, ist die Etablierung des Königreiches als globale Forschungsmacht. Jedoch stellt sich die Frage, ob sein derzeitige Forschungsumfeld geeignet ist. Der vor-liegende Bericht zeigt mittels der Analyse saudischer Wissenschaftspublikationen und Interviews mit internationalen Forschern eine Kluft zwischen den akademischen Eliteeinrichtungen und dem breiteren Hochschulwesen in Saudi-Arabien auf. Zwar steigt die Sichtbarkeit von Forschung, doch bestehen weiterhin Herausforderungen in den Berei-chen Finanzierung, Infrastruktur und Karrierewege. Der Bericht beschreibt im Detail die Reformen, die zur Überbrückung der Kluft zwischen den wissenschaftlichen Ambitionen Saudi-Arabiens und der aktuellen Forschungsrealität notwendig sind.

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Hochqualifizierte Arbeitskräfte und die Vision 2030: Wie die Aus- und Weiterbildung saudischer Jugendlicher auf die Anforderungen des saudischen Arbeitsmarktes abgestimmt ist

Einzeltitel zur Vision 2030 und dem sozioökonomischen Reformprozess: Die Zukunft von Arbeit und Migration in Saudi-Arabien

Saudi-Arabiens Vision 2030 strebt nach der Diversifizierung seiner Wirtschaft über den Ölsektor hinaus hin zu einer wissensbasierten Wirtschaft mit hochqualifizierten Arbeitskräften. Zu den zentralen Herausforderungen zählen die Ausrichtung der MINT-Ausbildung auf die Bedürfnisse der freien Wirtschaft sowie die Verzahnung von Theorie und Praxis mittels gezielter Ausbildungsprogramme. Angesichts seines demografischen Wandels muss das Königreich bis 2030 etwa 920.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Bei der Schaffung eines inklusiven Wirtschaftswachstums werden die KMUs, die derzeit 60 Prozent der Arbeitsplätze stellen, und Programme zur Förderung des Unternehmertums von Frauen werden eine entscheidende Rolle spielen. Angesichts der fortschreitenden Entwicklung des Arbeitsmarktes steht Saudi-Arabien vor einer strategischen Herausforderung: Es muss qualifizierte ausländische Fachkräfte in aufstrebenden Bereichen wie der KI und den grünen Technologien anziehen und gleichzeitig einheimisches Fachwissen aufbauen, um die Abhängigkeit von ausländischen Arbeitskräften in den Bereichen Bauwesen, Gesundheitswesen und Bildung schrittweise zu verringern.

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Über diese Reihe

Die Policy Reports des Regionalprogramms Golf-Staaten bieten Einblicke und Analysen zu aktuellen Themen in den Golf-Staaten und der Golf-Region. Sie leisten einen Beitrag zum besseren Verständnis der Region, zum Dialog zwischen Europa und den Golf-Staaten und bieten eine Plattform insbesondere für Autorinnen und Autoren aus den Golf-Staaten.