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Policy Reports

Analysen zu aktuellen Themen der Golf-Region

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Smarterpix/T.Schneider

Eine Partnerschaft am Wendepunkt

Eine zukunftsorientierte Agenda für ambitionierte Wirtschaftsbeziehungen zwischen EU und GCC

Vor dem Hintergrund ins Stocken geratener Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union (EU) und dem Golfkooperationsrat (GCC) skizziert dieser Policy Brief Maßnahmen zur Gestaltung neuer Handels und Investitionsströme, die an den jeweiligen Stärken beider Blöcke anknüpfen. Um ihre wirtschaftlichen Beziehungen neu auszurichten, sollten die EU und der GCC auf einen fairen, gegenseitigen und pragmatischen wirtschaftlichen Austausch setzen, flankiert von einer EU GCC Strategie zur Entwicklung von Fach und Humankapital sowie bilateralen Abkommen in Zukunftssektoren wie sauberer Energie.

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Lokale Knoten überregionaler Kooperation

Städtepartnerschaften als Impulsgeber der Zusammenarbeit zwischen GCC und EU

Die bis 2050 projizierte Verdopplung der weltweiten urbanen Bevölkerung rückt Städte ins Zentrum nachhaltiger Entwicklung. Vor diesem Hintergrund schlägt der Policy Brief den Aufbau eines thematischen GCC EU Städtepartnerschaftsnetzwerks vor, um gemeinsame Ziele auf lokaler Ebene voranzubringen und Phasen stockender Zusammenarbeit auf nationaler oder blockübergreifender Ebene zu überbrücken.

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Reformen der Migrationspolitik und Mobilitätsentscheidungen

High-Skilled Second-Generation Residents in Qatar, the UAE, and Saudi Arabia

Die Länder des Golf-Kooperationsrates (GCC) haben weitreichende Migrationsreformen eingeführt, um globale Talente anzuziehen und langfristig zu binden. Diese Reformen betreffen insbesondere eine klar abgrenzbare Gruppe: die zweite Generation von im Golf geborenen und aufgewachsenen Bewohnerinnen und Bewohnern, die trotz tiefgreifender sozialer Integration weiterhin keine Staatsbürgerschaft besitzen. Während einige die jüngsten Reformen als Öffnung hin zu verlängertem Aufenthalt und größerer Stabilität wahrnehmen, sehen sich andere nach wie vor mit strukturellen Grenzen langfristiger Zugehörigkeit konfrontiert. Dieser Politikbericht untersucht, wie rechtliche Rahmenbedingungen Mobilitätsentscheidungen sowie Bildungs- und Karrierestrategien beeinflussen und ob die aktuellen Reformen ausreichen, um das im Golf selbst herangewachsene Talent in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld zu halten.

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Talentbindung

Strategische Pfade hochqualifizierter südasiatischer Migrantinnen und Migranten in der Wissensökonomie Saudi-Arabiens

Saudi-Arabiens Vision 2030 zielt auf den Aufbau einer wissensbasierten Wirtschaft ab und stellt hochqualifizierte Migrantinnen und Migranten in den Mittelpunkt des wirtschaftlichen Transformationsprozesses. Zwar hat das Königreich verschiedene Initiativen eingeführt, um globale Talente anzuziehen, doch begrenzte Perspektiven für einen langfristigen Aufenthalt sowie die Wahrnehmung einer „permanenten Vorläufigkeit“ stellen weiterhin zentrale Herausforderungen für die Bindung qualifizierter Fachkräfte und die vollständige Ausschöpfung ihres Beitrags zur nationalen Entwicklung dar. Dieser Policy Brief untersucht, wie hochqualifizierte Migrantinnen und Migranten sowie langjährige Einwohnerinnen und Einwohner die bestehenden Aufenthaltsregelungen, Karriereverläufe und langfristigen Zukunftsaussichten in Saudi-Arabien wahrnehmen, und analysiert die daraus resultierenden Implikationen für die Stärkung der Talentbindung zur Förderung der wissensökonomischen Ambitionen des Königreichs.

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Hochqualifizierte Pakistanische Second Generation in Dubai

Triebkräfte sekundärer Migration

Die Vereinigten Arabischen Emirate verzeichnen einen deutlichen Anstieg hochqualifizierter Migrantenfachkräfte – ein Zeichen für den strategischen Wandel hin zu einer wissensbasierten Wirtschaft. Für Pakistan, eines der wichtigsten Herkunftsländer von Arbeitsmigrant*innen in den VAE, eröffnet dieser Strukturwandel neue Chancen für qualifizierte Fachkräfte, wirft jedoch zugleich Fragen zu langfristiger Integration, Stabilität und Talentbindung auf. Dieser Policy-Bericht untersucht, wie Migrationspolitiken und rechtliche Rahmenbedingungen berufliche und persönliche Lebensverläufe prägen. Er analysiert die Auswirkungen neuer Aufenthaltsprogramme wie der Golden Visa und leitet politische Handlungsüberlegungen ab, die die langfristigen wirtschaftlichen und entwicklungspolitischen Ziele der VAE unterstützen sollen.

Jenseits des Golfs

Ein neues Nachdenken über stufenweise Migration, Staatsbürgerschaftsnachteile und philippinische Pflegekräfte in den VAE

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben sich zu einem zentralen Ziel für hochqualifizierte Gesundheitsfachkräfte aus dem Globalen Süden entwickelt, wobei philippinische Pflegekräfte das Rückgrat der expatriierten Gesundheitsbelegschaft bilden. Doch trotz hoher Qualifikationen und ihres entscheidenden Beitrags bestehen weiterhin Lohnunterschiede und eingeschränkte Aufstiegsmöglichkeiten – verursacht durch nationalitätsbasierte Hierarchien auf dem Arbeitsmarkt. Dieser Policy-Bericht untersucht die beruflichen Erfahrungen und Migrationverläufe philippinischer Pflegekräfte in den VAE, analysiert, wie arbeitsmarktbezogene Hierarchien und Aufenthaltsregelungen ihre berufliche Mobilität, Arbeitsplatzsicherheit und Pläne zur Weiterwanderung beeinflussen, und bewertet die Auswirkungen jüngster arbeitsrechtlicher Reformen.

Neue Narrative der Nation

Geschichtsschreibung und nationale Identitätsbildung in Saudi-Arabien

Heutzutage werden in Saudi-Arabien nationale Identität und Geschichte neu gedacht und geschrieben. Hauptaugenmerk dieses Prozesses ist die Einschränkung der Rolle des Predigers Mohammed bin Abd al-Wahhab und seiner wahhabitischen Nachfolger bei der Gründung und Ausdehnung des Staates. Allerdings ist dieses Ausklammern des Gründervaters des Wahhabismus und der Fokus der offiziellen Geschichtserzählung auf die Herrscherfamilie Al Saud nicht so schwarz-weiß, wie oft beschrieben. Dieser Politikbericht erklärt wie, warum und unter welchen Umständen die saudische Geschichtserzählung sich unter der Vision 2030 verändert. Der Beitrag argumentiert, dass das neue Saudi-Arabien weniger auf ein von oben bestimmtes, allumfassendes Entstehungsnarrativ der Nation setzt, und stattdessen Räume für eine Vielfalt von Geschichtserzählungen von unten schafft.

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Von Vision 2030 zur Zeitenwende

Eine Blaupause für deutsch‑saudische Sicherheitszusammenarbeit

In der heutigen multipolaren Welt, in der sich die Prioritäten der USA verschieben und Washington nicht länger der einzige globale Hegemon ist, eröffnen sich für Mittelmächte mit fortgeschrittenen technologischen Fähigkeiten neue Handlungsspielräume. Saudi‑Arabien und Deutschland setzen beide auf technologische Innovation und streben nach größerer strategischer Handlungsfähigkeit. Entsprechend ergeben sich natürliche Potenziale für eine vertiefte Verteidigungszusammenarbeit beider Länder. Dieser Politikbericht skizziert konkrete Schritte zur Vertiefung einer solchen Kooperation, welche als bilaterales Modell dienen kann, um die sicherheits‑ und verteidigungspolitischen Beziehungen zwischen den Blöcken EU und GCC zu stärken. Somit können Berlin und Riad zeigen, wie eine „Integration unterschiedlicher Geschwindigkeiten“ nicht nur im EU‑Kontext, sondern auch bei der Zusammenarbeit zwischen Brüssel und den Golf‑Staaten funktionieren könnte.

Triebkräfte gesellschaftlicher und politischer Transformation von unten

Stärkung deutsch saudischer Underground Kunstszenen

Underground Szenen in Kunst, Politik und Philosophie spielen eine zentrale Rolle bei der Prägung gesellschaftlicher Debatten. Sowohl in Deutschland als auch in Saudi Arabien existieren lebendige Underground Szenen, die sich überwiegend aus jungen Menschen unterschiedlicher sozialer Hintergründe zusammensetzen. Diese Gemeinschaften haben in der Vergangenheit ganze soziale wie politische Transformationsprozesse begleitet und mitgestaltet. Sie können daher gesellschaftliche Fortschritte von unten sowie kreative, kunstgetriebene Ansätze der Problemlösung anstoßen. Im Lichte dieser Gemeinsamkeiten zwischen den saudischen und deutschen Underground Szenen analysiert dieser Politikbericht Chancen und Herausforderungen für eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen ihren jeweiligen Vertretern.

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US-Iran-Gespräche erreichen kritische Phase

Teherans rote Linien, Trump‘scher Druck und der Faktor Israel

Die Verhandlungen zwischen der Islamischen Republik Iran und den USA befinden sich derzeit an einem Wendepunkt. Während sich Washingtons Position mit fortlaufenden Verhandlungen ändern, ist das Regime in Teheran kaum zu Zugeständnissen bereit. Kurz vor der nächsten Verhandlungsrunde, scheint eine Lösung noch fern.

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Über diese Reihe

Die Policy Reports des Regionalprogramms Golf-Staaten bieten Einblicke und Analysen zu aktuellen Themen in den Golf-Staaten und der Golf-Region. Sie leisten einen Beitrag zum besseren Verständnis der Region, zum Dialog zwischen Europa und den Golf-Staaten und bieten eine Plattform insbesondere für Autorinnen und Autoren aus den Golf-Staaten.