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Reformen der Migrationspolitik und Mobilitätsentscheidungen

High-Skilled Second-Generation Residents in Qatar, the UAE, and Saudi Arabia

Die Länder des Golf-Kooperationsrates (GCC) haben weitreichende Migrationsreformen eingeführt, um globale Talente anzuziehen und langfristig zu binden. Diese Reformen betreffen insbesondere eine klar abgrenzbare Gruppe: die zweite Generation von im Golf geborenen und aufgewachsenen Bewohnerinnen und Bewohnern, die trotz tiefgreifender sozialer Integration weiterhin keine Staatsbürgerschaft besitzen. Während einige die jüngsten Reformen als Öffnung hin zu verlängertem Aufenthalt und größerer Stabilität wahrnehmen, sehen sich andere nach wie vor mit strukturellen Grenzen langfristiger Zugehörigkeit konfrontiert. Dieser Politikbericht untersucht, wie rechtliche Rahmenbedingungen Mobilitätsentscheidungen sowie Bildungs- und Karrierestrategien beeinflussen und ob die aktuellen Reformen ausreichen, um das im Golf selbst herangewachsene Talent in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld zu halten.

SmarterPix/Kenchiro75

Talentbindung

Strategische Pfade hochqualifizierter südasiatischer Migrantinnen und Migranten in der Wissensökonomie Saudi-Arabiens

Saudi-Arabiens Vision 2030 zielt auf den Aufbau einer wissensbasierten Wirtschaft ab und stellt hochqualifizierte Migrantinnen und Migranten in den Mittelpunkt des wirtschaftlichen Transformationsprozesses. Zwar hat das Königreich verschiedene Initiativen eingeführt, um globale Talente anzuziehen, doch begrenzte Perspektiven für einen langfristigen Aufenthalt sowie die Wahrnehmung einer „permanenten Vorläufigkeit“ stellen weiterhin zentrale Herausforderungen für die Bindung qualifizierter Fachkräfte und die vollständige Ausschöpfung ihres Beitrags zur nationalen Entwicklung dar. Dieser Policy Brief untersucht, wie hochqualifizierte Migrantinnen und Migranten sowie langjährige Einwohnerinnen und Einwohner die bestehenden Aufenthaltsregelungen, Karriereverläufe und langfristigen Zukunftsaussichten in Saudi-Arabien wahrnehmen, und analysiert die daraus resultierenden Implikationen für die Stärkung der Talentbindung zur Förderung der wissensökonomischen Ambitionen des Königreichs.

© Smarterpix/Pazemin

Hochqualifizierte Pakistanische Second Generation in Dubai

Triebkräfte sekundärer Migration

Die Vereinigten Arabischen Emirate verzeichnen einen deutlichen Anstieg hochqualifizierter Migrantenfachkräfte – ein Zeichen für den strategischen Wandel hin zu einer wissensbasierten Wirtschaft. Für Pakistan, eines der wichtigsten Herkunftsländer von Arbeitsmigrant*innen in den VAE, eröffnet dieser Strukturwandel neue Chancen für qualifizierte Fachkräfte, wirft jedoch zugleich Fragen zu langfristiger Integration, Stabilität und Talentbindung auf. Dieser Policy-Bericht untersucht, wie Migrationspolitiken und rechtliche Rahmenbedingungen berufliche und persönliche Lebensverläufe prägen. Er analysiert die Auswirkungen neuer Aufenthaltsprogramme wie der Golden Visa und leitet politische Handlungsüberlegungen ab, die die langfristigen wirtschaftlichen und entwicklungspolitischen Ziele der VAE unterstützen sollen.

Jenseits des Golfs

Ein neues Nachdenken über stufenweise Migration, Staatsbürgerschaftsnachteile und philippinische Pflegekräfte in den VAE

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben sich zu einem zentralen Ziel für hochqualifizierte Gesundheitsfachkräfte aus dem Globalen Süden entwickelt, wobei philippinische Pflegekräfte das Rückgrat der expatriierten Gesundheitsbelegschaft bilden. Doch trotz hoher Qualifikationen und ihres entscheidenden Beitrags bestehen weiterhin Lohnunterschiede und eingeschränkte Aufstiegsmöglichkeiten – verursacht durch nationalitätsbasierte Hierarchien auf dem Arbeitsmarkt. Dieser Policy-Bericht untersucht die beruflichen Erfahrungen und Migrationverläufe philippinischer Pflegekräfte in den VAE, analysiert, wie arbeitsmarktbezogene Hierarchien und Aufenthaltsregelungen ihre berufliche Mobilität, Arbeitsplatzsicherheit und Pläne zur Weiterwanderung beeinflussen, und bewertet die Auswirkungen jüngster arbeitsrechtlicher Reformen.

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Great Power Competition in the Gulf

Issue Brief

As global power dynamics shift away from unipolarity toward a more decentered international order, the Gulf is emerging as an increasingly important arena of strategic competition. Gulf Cooperation Council (GCC) states are navigating this environment through interest-based partnerships, maintaining ties with global powers while prioritising regional stability and economic development. This issue brief examines how Gulf leaders are responding to evolving great-power dynamics and why stability and de-escalation remain central to their regional agenda. The publication is a result of a collaboration between KAS’s Regional Programme Gulf States and the Atlantic Council’s Scowcroft Middle East Security Initiative.

Neue Narrative der Nation

Geschichtsschreibung und nationale Identitätsbildung in Saudi-Arabien

Heutzutage werden in Saudi-Arabien nationale Identität und Geschichte neu gedacht und geschrieben. Hauptaugenmerk dieses Prozesses ist die Einschränkung der Rolle des Predigers Mohammed bin Abd al-Wahhab und seiner wahhabitischen Nachfolger bei der Gründung und Ausdehnung des Staates. Allerdings ist dieses Ausklammern des Gründervaters des Wahhabismus und der Fokus der offiziellen Geschichtserzählung auf die Herrscherfamilie Al Saud nicht so schwarz-weiß, wie oft beschrieben. Dieser Politikbericht erklärt wie, warum und unter welchen Umständen die saudische Geschichtserzählung sich unter der Vision 2030 verändert. Der Beitrag argumentiert, dass das neue Saudi-Arabien weniger auf ein von oben bestimmtes, allumfassendes Entstehungsnarrativ der Nation setzt, und stattdessen Räume für eine Vielfalt von Geschichtserzählungen von unten schafft.

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Von Vision 2030 zur Zeitenwende

Eine Blaupause für deutsch‑saudische Sicherheitszusammenarbeit

In der heutigen multipolaren Welt, in der sich die Prioritäten der USA verschieben und Washington nicht länger der einzige globale Hegemon ist, eröffnen sich für Mittelmächte mit fortgeschrittenen technologischen Fähigkeiten neue Handlungsspielräume. Saudi‑Arabien und Deutschland setzen beide auf technologische Innovation und streben nach größerer strategischer Handlungsfähigkeit. Entsprechend ergeben sich natürliche Potenziale für eine vertiefte Verteidigungszusammenarbeit beider Länder. Dieser Politikbericht skizziert konkrete Schritte zur Vertiefung einer solchen Kooperation, welche als bilaterales Modell dienen kann, um die sicherheits‑ und verteidigungspolitischen Beziehungen zwischen den Blöcken EU und GCC zu stärken. Somit können Berlin und Riad zeigen, wie eine „Integration unterschiedlicher Geschwindigkeiten“ nicht nur im EU‑Kontext, sondern auch bei der Zusammenarbeit zwischen Brüssel und den Golf‑Staaten funktionieren könnte.

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Neuer Jemen, neuer Golf

Der Krieg im Jemen und das Zerwürfnis zwischen Riad und Abu Dhabi

Im Zuge der dramatischen Ereignisse im jemenitischen Bürgerkrieg über den Jahreswechsel haben sich die Karten im regionalen Machtgefüge zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) neu gemischt. Die Militäroffensive von emiratisch-unterstützten Separatisten und der Gegenschlag der mit Saudi-Arabien verbündeten jemenitischen Regierung sind mehr als nur ein weiteres Kriegskapitel – sie brachten das Fass der Spannungen zwischen den beiden Golf-Monarchien zum Überlaufen. Nicht nur trat erstmals die lange schwelende Animosität zwischen Riad und Abu Dhabi offen zu Tage, die Auseinandersetzung macht auch eine weitere Runde an Konfrontationen am Golf wahrscheinlicher und wirft grundlegende Fragen über die Stabilität im Nahen Osten auf, für welche die Golf-Staaten noch vor kurzem als Garantiemächte galten. Nun könnte eine neue Phase der Politik am Golf eintreten, mit zwei konträren Polen des Golf-Kooperationsrates (GCC), die mithilfe unterschiedlicher Koalitionäre gegensätzliche regionale Visionen verfolgen. Ebenso bleibt der Bruch des einstigen Bündnisses Saudi-VAE nicht ohne Konsequenzen für Europas Außenpolitik in Nahost, welche eigentlich auf beide Protagonisten als Stabilitätsanker setzt.

Von Barrieren zur Partnerschaft: EU-GCC-Zusammenarbeit zur Stärkung der globalen Wirtschaftsordnung

Zweitägiger Workshop in Riad

Die internationale Wirtschaftsordnung der vergangenen 50 Jahre, deren Grundlagen des freien und regelbasierten Handels exportorientierten Nationen wie Deutschland und Saudi-Arabien erhebliches Wachstum und Wohlstand ermöglicht haben, steht zunehmend unter Druck. Vor diesem Hintergrund organisierten die Konrad Adenauer Stiftung und das Prince Saud Al Faisal Institute for Diplomatic Studies einen Workshop in Riad, um zu erörtern, wie verstärkte politische Führung auf saudischer, deutscher, GCC- und EU-Ebene dieser Dynamik entgegenwirken kann.

Drivers of Grassroots Social and Political Transformation: Enhancing Saudi-German underground art spheres

Enhancing Saudi-German underground art spheres

Underground cultures in art, politics, and philosophy play a pivotal role in shaping societal debates. Germany and Saudi Arabia both host vibrant underground communities comprised mainly of youth from diverse backgrounds. These communities have witnessed and accompanied entire social and political transformations in the past and can thus be considered drivers of grassroots societal progress and creative problem-solving through artistic collaborations. Given these similarities between the Saudi and German underground scenes, this policy report analyses opportunities and obstacles for closer cooperation between representatives of the countries’ respective underground scenes.