Details
Mit dem zweiten Vortrag unserer Reihe „Geheimdienste im 21. Jahrhundert“ richten wir den Blick auf einen der bekanntesten und zugleich geheimnisvollsten Nachrichtendienste der Welt: den russischen Militärgeheimdienst GRU. Referent ist Dr. Matthias Uhl vom Max Weber Netzwerk Osteuropa, der zur Geschichte sowjetischer und russischer Sicherheits- und Geheimdienststrukturen forscht.
Spätestens seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ist die Bedeutung russischer Nachrichtendienste erneut in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Dem GRU werden weltweit Spionageoperationen, Cyberangriffe, Desinformationskampagnen und verdeckte Einflussnahmen zugeschrieben. Seine Wurzeln reichen jedoch bis in die Anfangsjahre der Sowjetunion zurück. Über Jahrzehnte war der Militärgeheimdienst ein zentrales Instrument sowjetischer Machtprojektion und spielte eine wichtige Rolle im Kalten Krieg.
Der Vortrag beleuchtet die historische Entwicklung des GRU, seine Strukturen und Arbeitsweisen sowie seine Rolle in der heutigen russischen Außen- und Sicherheitspolitik. Welche Bedeutung hat der Militärgeheimdienst für die strategischen Ziele des Kremls? Wie hat sich russische Auslandsspionage seit dem Ende der Sowjetunion verändert? Und welche Herausforderungen ergeben sich daraus für Deutschland und Europa?
Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit für Fragen und Diskussion.Programm
19.00 Uhr Begrüßung
Ronny Heine
Konrad-Adenauer-Stiftung
Einführung
Dr. Jakob Kullik
TU Chemnitz
19.10 Uhr Vortrag
Dr. Matthias Uhl
Max Weber Netzwerk Osteuropa
Diskussion
Moderation: Dr. Jakob Kullik
20.30 Uhr Ende